3.L | Donnerstag, 2. April 2015 (BKZ)
Verteidiger gibt sich mit erhobenem Finger optimistisch

31.SpT  |  3.Liga  |  Saison 2014/15

SG Sonnenhof Großaspach - Holstein Kiel
Samstag, 4. April  |  14:00 Uhr  |  mechatronik Arena

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Kienasts Kampfansage an die Kieler Kicker

Linksverteidiger will mit seinen Großaspacher Teamkollegen die zuletzt siebenmal in Serie siegreichen Gäste stolpern lassen

Es ist ein Duell zweier Drittliga-Neulinge, trotzdem sagt Aspachs David Kienast vor dem Heimspiel gegen Kiel am Samstag (14 Uhr, Mechatronik-Arena) zu Recht: „Wir sind der Underdog.“ Das liegt daran, dass die Störche durch sieben Siege in Serie auf Rang zwei kletterten und den Aufstieg anpeilen. Als Außenseiter fühlt sich die SG Sonnenhof allerdings pudelwohl.

Von Steffen Grün - Kienast lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass Aspach bei allem Respekt vor den Nordlichtern nicht in Ehrfurcht erstarren wird. „Wir wollen alles daransetzen, dass Kiels Serie reißt“, richtet der Linksverteidiger eine Kampfansage an die Gäste. Dieses Selbstvertrauen holten sich die SG-Kicker mit den drei Auswärtssiegen und den beiden Unentschieden vor eigenem Publikum, die es in den fünf Spielen seit Rüdiger Rehms Rückkehr auf die Trainerbank gab. Der Klub aus dem Fautenhau kletterte mit nunmehr 33 Punkten auf den 16. Platz, das Polster auf den ersten Abstiegsrang beträgt vier Zähler.

Für Kienast kein Grund, sich entspannt zurückzulehnen und den Blick auf die Tabelle zu genießen. „Wir haben selbst gesehen, wie schnell es gehen kann“, warnt der gestern 26 Jahre alt gewordene Kicker die Kollegen. Schnell war Boden gemacht, genauso schnell ist gewonnenes Terrain wieder verloren. „Elversberg ist mit 40 Punkten abgestiegen“, erinnert sich Kienast und will damit verdeutlichen, dass für Großaspach in den nächsten sieben Wochen noch eine Menge zu tun bleibt. Acht Spiele sind es noch, „wenn wir weiter die zuletzt gezeigten Leistungen bringen, holen wir die nötigen Punkte. Wir sind als Mannschaft so gut, dass wir drinbleiben werden“.

Auf keinen Fall soll das Drittliga-Abenteuer nach einem Jahr schon wieder beendet sein, denn mit dem Aufstieg im Sommer 2014 ist für Kienast und den ganzen Verein „ein Traum in Erfüllung gegangen, auf den wir hingearbeitet haben. Der Sonnenhof in der Sportschau – das hätte sich vor einigen Jahren auch niemand träumen lassen“. Duelle mit Bielefeld, Dresden oder Duisburg, statt mit Baunatal, Pfullendorf oder Zweibrücken, „es ist etwas komplett anderes“. Dass Aspachs Saison einem Auf und Ab gleicht, dem guten Start eine Talfahrt und dem Zwischenhoch eine weitere Krise folgte, die nun wieder vergessen ist, überrascht Kienast nicht: „Es war klar, dass wir nicht oben mitspielen, sondern um den Klassenverbleib kämpfen.“ Beide Trainerwechsel – von Rehm zu Rapolder und wieder zurück zu Rehm – seien zum jeweiligen Zeitpunkt „nachvollziehbar“ gewesen. Derzeit „tut es der Mannschaft gut, dass Rüdiger Rehm wieder da ist“.

Kienast selbst kostete eine Achillessehnenentzündung die gesamte Vorbereitung, weshalb er es nachvollziehen konnte, dass ihn Rapolder in den ersten drei Spielen im neuen Jahr nicht einsetzte. Er sieht sich daher auch nicht als Gewinner der Rehm-Rückkehr, gleichwohl sei es für ihn „optimal gelaufen“. Der alte und neue Coach beorderte ihn bei seinem Comeback gegen Cottbus in die Startelf, fortan passten die Ergebnisse und „wenn die Mannschaft die Punkte holt, gibt es für den Trainer keinen Grund zu wechseln“. In die Karten spielt dem Linksverteidiger, dass für Rehm anders als für Rapolder die Dreierkette keine Option ist. „Ich spiele lieber im 4-4-2, das passt auch besser zu uns“, sagt Kienast, der Josip Landeka auf seiner Position aber als guten Konkurrenten sieht und glaubt, „dass uns der Konkurrenzkampf guttut“.

Nach dieser Runde läuft der Vertrag des gebürtigen Reutlingers, dessen BWL-Studium mit Schwerpunkt Sportmanagement im September endet und der momentan an seiner Bachelor-Arbeit tüftelt, aus. Aber: „Ich kann mir vorstellen, hierzubleiben.“ Ihm gehe es gut, er fühle sich wohl, die Gespräche über eine mögliche Verlängerung „beginnen demnächst“. Sind sie erfolgreich, geht der in Stuttgart wohnende Kicker in sein fünftes Jahr im Fautenhau. Es soll die zweite Drittliga-Saison sein.

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Lebt als Linksverteidiger auch von seiner Dynamik:
Großaspachs David Kienast. Archivfoto: A. Becher

SG auf bkz-online

Leser, die am Samstag nicht in Aspach im Stadion sind, können dank dem Liveticker unserer Zeitung trotzdem am Ball sein. Alle Informationen zum Drittligaspiel der SG gegen Kiel gibt es unter www.bkz-online.de. Dort wird auch ein Video zu finden sein.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 2. April 2015