3.L | Freitag, 21. November 2014 (BKZ)
Mit Mut und zwei Spitzen gegen Chemnitz

18.SpT  |  3.Liga  |  Saison 2014/15

SG Sonnenhof Großaspach - Chemnitzer FC
Samstag, 22. November  |  14:00 Uhr

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Angriffslustig sollen sich die SG-Kicker im Drittliga-Heimspiel gegen den Tabellenvierten Chemnitzer FC (Samstag, 14 Uhr, Mechatronik-Arena) präsentieren, fordert Uwe Rapolder: „Der Feigling stirbt tausend Tode, der Mutige nur einen“, erläutert Großaspachs Trainer schmunzelnd: „Wir wollen gewinnen.“

Was die geeignete Grundordnung betrifft, stellt sich Rapolder immer wieder dieselbe Frage: „Was passt zu dem Spielermaterial, das zur Verfügung steht? Ich bin eigentlich ein überzeugter 4-2-3-1-Trainer, wenn das aber nicht umzusetzen ist, nützt es nichts. Das Ergebnis ist wichtiger als die B-Note.“ Im Training hat der 56-Jährige drei Systeme getestet, dabei gab es Licht und Schatten. „Zwei haben mir gut gefallen, eines ist durchgefallen“, verrät Rapolder. Eine Entscheidung soll vor dem letzten Training fallen, um Standardsituationen üben zu können. „Wir werden wahrscheinlich mit zwei Spitzen auflaufen“, kündigt der Trainer an: „Den Rest müssen wir basteln.“

Daran, dass die Stimmung in der Mannschaft durch das ärgerliche Pokal-Aus bei Oberligist Freiberg gekippt sein könnte, verschwendet Rapolder keinen Gedanken, „glaube ich nicht“. Im Training sei Zug drin gewesen, sein Team müsse die Chancen sehen, die das Heimspiel gegen Chemnitz nach zuletzt sechs Zählern aus zwei Ligaspielen bietet: „Drei Siege in Folge wären die Wende.“ Gleichwohl sei allen klar, dass es nicht leicht wird. In den Gästen sieht Rapolder „eine spielstarke, läuferisch gute Truppe“. Seine Akteure müssten den nötigen Willen in die Waagschale werfen, eine gute Organisation an den Tag legen und sich auch mal beherzte Einzelaktionen zutrauen. Um CFC-Torjäger Anton Fink „kümmere ich mich. Er war in Karlsruhe mein Spieler, ich werde ihm mal scharf in die Augen schauen“, kündigt der SG-Trainer mit einem Augenzwinkern an.

Bei Aspach fallen die verletzten Robin Binder (Kreuzbandriss), Felice Vecchione (Muskelfaserriss) und Claudio Bellanave (Rückenprobleme) ebenso weiter aus wie Sahr Senesie, der im Aufbautraining ist. Ein Fragezeichen steht hinter Sebastian Schiek, der das Mittwoch-Training abbrechen musste. „Das wäre nicht gut, wenn er ausfällt“, bangt Rapolder, „dann fehlen mit ihm und Felice Vecchione beide Rechtsverteidiger.“ Dagegen kehrt Pascal Sohm vermutlich in den Kader zurück, auch Nico Granatowski hat seine Schulterprellung aus dem Freiberg-Spiel auskuriert.

Übers SG-Heimspiel gegen Chemnitz wird morgen in der ARD-Sportschau berichtet. Es ist zudem ab 14 Uhr im MDR-Fernsehen ein Teil einer Livekonferenz, dazu kommen folgende Duelle: Erfurt gegen die Stuttgarter Kickers und Cottbus gegen Rostock.