3.L | Mittwoch, 24. September 2014 (BKZ)
Aspacher Trotzreaktion erwartet

^^^ Hinter dem Einsatz von Sahr Senesie steht ein großes Fragezeichen.

11.SpT  |  3.Liga  |  Saison 2014/15

SG Sonnenhof Großaspach - RW Erfurt
Mittwoch, 24. September  |  19:00 Uhr  |  mechatronik Arena

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Rehm erwartet von seiner Elf eine Antwort

Aspachs Trainer hat die drei Niederlagen in Folge abgehakt und will mit seinem Team heute gegen Erfurt die Trendwende einläuten

Wir haben eine schlechte Woche gehabt. Jetzt müssen wir die Antwort darauf geben. Die Forderung von Aspachs Trainer Rüdiger Rehm ist unmissverständlich: Heute ab 19 Uhr soll es in der heimischen Mechatronik-Arena gegen Rot-Weiß Erfurt einen Sieg geben. Nach drei Niederlagen in Folge benötigt der Drittliganeuling ein Erfolgserlebnis.


Von Uwe Flegel


Die Fußballer aus dem Fautenhau wurden zuletzt doch etwas gebeutelt. Einerseits sportlich, andererseits von einer Erkältungswelle. Zweitere ist mittlerweile fast abgeklungen. Angreifer Tobias Rühle und Kapitän Daniel Hägele stehen heute gegen den Tabellenneunten aus Thüringen zur Verfügung. Wobei der Stürmer sicher in der Anfangself steht, nachdem neben Sahr Senesie nun auch Pascal Sohm mit Adduktorenproblemen kämpft. „Es sieht bei beiden nicht gut aus“, berichtet Rüdiger Rehm und wird genauer: „Wenn’s bei einem der beiden geht, dann wohl eher bei Pascal Sohm.“

Ob auch Kapitän Hägele in die Startformation zurückkehrt, weiß der Großaspacher Trainer noch nicht: „Er hat am Montag zum ersten Mal wieder das komplette Mannschaftstraining mitgemacht. Nun müssen wir erst mal abwarten, wie er das verkraftet hat.“ Klar ist: Eine Rückkehr des Defensivspezialisten Hägele wäre bei der SG herzlich willkommen. Denn „die vielen Gegentore in den vergangenen drei Spielen wurmen mich“, gesteht Rehm und sagt klipp und klar: „Da müssen wir den Hebel ansetzen.“

Den Stab über seine Elf will der 35-Jährige wegen der jüngsten Negativerlebnisse allerdings nicht brechen. Schließlich: „Wenn man mit Dynamo Dresden, Energie Cottbus und Preußen Münster die Gegner sieht, dann kann das schon mal vorkommen.“ Zumal ja auch noch die gesundheitlichen Probleme bei einem großen Teil seiner Mannschaft dazukamen. Was Rehm ärgerte, war „die Art und Weise“. Denn seine Elf spielte ordentlich, hatte gar in allen drei Partien ein Chancenplus, ging „aber dennoch nie in Führung“ und stand am Ende dreimal mit leeren Händen da.

Gegen das vom österreichischen Ex-Nationalspieler Walter Kogler trainierte Erfurt wollen die Großaspacher heute deshalb unbedingt punkten. Auch weil die SG mittlerweile auf Rang 17 abgerutscht ist und nur noch einen Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat. Rehm weiß jedoch, dass die Aufgabe gegen die Thüringer schwierig wird. Als „sehr, sehr spielstarke Mannschaft“, die ein hohe Tempo geht, beurteilt Aspachs Trainer die heutigen Gäste, die mit dem Ex-Leipziger Carsten Kammlott und dem in Esslingen geborenen Simon Brandstetter zwei gefährliche und kaltschnäuzige Angreifer besitzen. Rehms Empfehlung an seine Elf: „In der Defensive einen Tick konstanter werden.“

Um hinten stabiler zu werden, plant Großaspachs Coach die eine oder andere Umstellung, die nichts mit dem eventuellen Ausfall von Senesie und Sohm zu tun hat. Das Experiment, die zwei gelernten Verteidiger Sebastian Schiek und Felice Vecchione gemeinsam die rechte Seite beackern zu lassen, war in Münster kein Erfolgsrezept. Deshalb heißt’s diesmal wieder: Schiek oder Vecchione. Fürs rechte Mittelfeld sind Simon Skarlatidis oder Claudio Bellanave die heißesten Kandidaten, nachdem Shqiprim Binakaj wohl im Sturm benötigt wird. Denn der wiedergenesene Manuel Fischer feierte in Münster nach 58 Minuten zwar sein Comeback, doch glaubt Rehm nicht, dass der Angreifer schon so weit ist, „dass er dem Gegner von Beginn an wehtut“.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 24. September 2014