3.L | Dienstag, 16. September 2014 (tai/BKZ)
Bittere Niederlage, Cottbus kontert grippekranke SG aus

Nachholspiel 8.SpT  |  3.Liga  |  Saison 2014/15

Energie Cottbus - SG Sonnenhof Großaspach   2:0 (1:0)
Dienstag, 16. September  |  18:30 Uhr

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SG steht wieder mit leeren Händen da

Fußball-Drittligist aus Großaspach zeigt im Nachholspiel eine gute Leistung, zieht aber beim FC Energie Cottbus mit 0:2 den Kürzeren

Eine gute kämpferische und spielerische Leistung boten gestern Abend die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach. Diese wurde aber nicht belohnt. Die Schwaben nutzten in der Drittliga-Nachholpartie beim FC Energie Cottbus ihre Chancen nicht und zogen im Stadion der Freundschaft mit 0:2 den Kürzeren.

Großaspach begann mit zwei Veränderungen in der Startelf gegenüber der 1:3-Heimniederlage gegen Dynamo Dresden. Coach Rüdiger Rehm stellte auch wegen einer Erkältungswelle innerhalb der Mannschaft um. Aus diesem Grund musste Kapitän Daniel Hägele passen. Für ihn rückte Nico Jüllich ins defensive Mittelfeld. Zudem blieb Linksverteidiger David Kienast draußen, für ihn spielte Josip Landeka. Da außerdem die erkälteten Tobias Rühle und Claudio Bellanave nicht einsatzfähig waren, saß zum ersten Mal der 17-jährige Niklas Schommer gestern Abend auf der Bank.

Trotz der Umstellungen erarbeitete sich der Sonnenhof ein Chancenplus und gab in der Anfangsviertelstunde den Ton an. Nach vier Minuten zögerte Pascal Sohm zu lange und wurde von Energie-Verteidiger Uwe Möhrle abgeblockt. Vier Minuten später scheiterte Shqiprim Binakaj aus neun Metern an FCE-Keeper Kevin Müller, danach köpfte Sohm knapp drüber. Es ging weiter mit klaren Möglichkeiten für den Sonnenhof. Sahr Senesie (19.) brachte den Ball nach einem Pass von Simon Skarlatidis aus fünf Metern nicht im Kasten der Lausitzer unter. Eine Minute später fischte Müller einen 25-Meter-Schuss von Michele Rizzi aus dem rechten unteren Toreck.

Cottbus gab erst in der 25.Minute ein Lebenszeichen ab. Nach einem Pass von Torsten Mattuschka zögerte Zbynek Pospech zu lange. Danach machten die Sorben etwas Druck. Ein Seitfallzieher von Sven Michel (29.) ging knapp vorbei. Mattuschka (31.) zögerte zu lange. In der 44.Minute machte es Pospech besser. Michel brachte das Leder in die Mitte, Pospech war einen Schritt schneller. Mit etwas Glück sprang der Ball vom Pfosten ins Netz. Eine sehr glückliche 1:0-Pausenführung für den Ex-Bundesligisten, denn Großaspach hatte mehr vom Spiel und auch die besseren Chancen.

Die Schwaben machten nach dem Seitenwechsel deutlich, dass sie etwas Zählbares mitnehmen wollten. Kai Gehring (46.) köpfte über den Energie-Kasten. Fünf Minuten später zeigte Cottbus, wie es gemacht wird. Nach einer Michel-Flanke von der linken Seite zog Pospech am zweiten Pfosten aus vollem Lauf zum 2:0 ab. Mit dem Vorsprung im Rücken wurde Energie stärker. SG-Schlussmann Kevin Kunz rettete in der 58. Minute gegen Michel. Nach der ersten SG-Auswechslung für Stürmer Sahr Senesie kam Defensivmann Sebastian Schiek hätte Skarlatidis verkürzen können, doch der Mittelfeldakteur schoss in der 65. Minute aus neun Metern am Kasten vorbei.

Der Sonnenhof versuchte nun alles, doch oftmals fehlte die letzte Konsequenz vor dem Energie-Gehäuse. Daran konnte auch Schommer, der in der 73.Minute für Sohm eingewechselt wurde und somit sein Debüt in der ersten SG-Mannschaft gab, nichts ändern. Einzig Rizzi hätte die Gäste heranbringen können, doch der Mittelfeldspieler fand mit einem 25-Meter-Schuss in Energie-Keeper Müller seinen Meister. Am Ende stand der Sonnenhof wie schon in der Begegnung gegen Dresden trotz einer guten Leistung ohne Punkte da und unterlag mit 0:2.

Stimmen zum Spiel

Energie-Trainer Stefan Krämer: "Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir nach einer halben Stunde zurückgelegen hätten. Die Tore kamen für uns zu einem richtigen und glücklichen Zeitpunkt."

SG-Coach Rüdiger Rehm: "Wir haben in den ersten 30 Minuten die größeren Spielanteile, waren aber im gesamten Spiel heute nicht zielstrebig und kaltschnäuzig genug. Und das macht im Endeffekt den Unterschied aus."

Spieler, Tore, Fakten

Cottbus: Müller - Berger (71. Chato), Mimbala, Möhrle, Szarka - Zeitz, Elsner - Kleindienst, Mattuschka, Michel (90. Gottschick) - Pospech (73. Pawela).
Großaspach: Kunz - Vecchione (84. Kienast), Leist, Gehring, Landeka - Skarlatidis, Jüllich, Rizzi, Binakaj - Sohm (73. Schommer), Senesie (58. Schiek).
Tore: 1:0 (44.) Pospech, 2:0 (51.) Pospech.
Gelbe Karte: Sohm, Jüllich, Rizzi / Mattuschka, Elsner.
Schiedsrichter: Mix (Abtswind).
Zuschauer: 7419.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 17. September 2014


So grausam kann Fußball sein...

Die SG muss krankheitsbedingte Ausfälle in Cottbus verkraften, spielt trotzdem gut nach vorne, allerdings fehlt oftmals die letzte Konsequenz im letzten Drittel. Daher verlieren die Aspacher in der Lausitz nach zwei Toren von Zbynek Pospech mit 0:2.

Die Spiel-Analyse: 

Gebeutelt durch krankheitsbedingte Ausfälle musste die SG in der Lausitz antreten. Kapitän Daniel Hägele und Stürmer Tobias Rühle standen deshalb kurzfristig nicht im Kader. Claudio Bellanave reiste erst gar nicht mit an. Weitere acht Spieler klagten über Gliederschmerzen, konnten aber auflaufen. 

Von Schwächung war zu Beginn der Partie überhaupt nichts zu sehen. Die SG spielte forsch nach vorne und hatte gute Chancen in Führung zu gehen. Doch weder Shqiprim Binakaj noch Pascal Sohm brachten den Ball in der 8. Minute im gegnerischen Gehäuse unter. Sahr Senesie hatte in der ersten Halbzeit die größte Chance zur Führung (19.), schoss die Kugel aber aus knapp fünf Metern nach Vorarbeit von Simon Skarlatidis über den gegnerischen Kasten. Erst nach knapp einer halben Stunde kam Energie Cottbus besser ins Spiel und konnte durch einen Seitfallzieher von Sven Michel die erste Torgelegenheit verbuchen. Als sich alle schon mit dem Pausenpfiff abgefunden hatten, klingelte es im SG-Tor. Nach einer Flanke von Sven Michel nahm Zbynek Pospech das Leder volley und traf mit Unterstützung des Innenpfostens zur 1:0 Führung für die Lausitzer.

Und auch in Halbzeit zwei hatte die SG die erste Chance, doch ein Kopfball von Kai Gehring ging klar über das gegnerische Tor (49). Zwei Zeigerumdrehungen später musste die SG das nächste Gegentor hinnehmen. Wieder ein Flanke über die linke Seite von Sven Michel und wieder war Pospech zur Stelle. Eine Kopie des ersten Treffers und die 2:0 Führung für die Hausherren. Die SG spielte weiter nach vorne, kämpfte und gab alles, doch spätestens am Strafraum der Lausitzer war Schluss mit dem ansehnlichen Kombinationsfußball. Die beste Chance zum Anschlusstreffer hatte Simon Skarlatidis. Doch der Mittelfeldspieler schoss den Ball aus aussichtsreicher Position am Energie-Kasten vorbei. Die Gastgeber waren hingegen keinesfalls das bessere Team und verwalteten vielmehr die Führung. Schlussendlich war der Ex-Bundesligist aber in den entscheidenden Aktionen den Tick früher am Ball. Somit blieb es am Ende beim 2:0 für Cottbus und die SG musste die weite Heimreise ohne Punkte antreten. 

Das nächste Spiel:

Keine lange Zeit für die Aspacher zur Regeneration. Bereits am kommenden Samstag muss die SG bei Preußen Münster ran. Spielbeginn ist um 14 Uhr.  

Die Stimme nach dem Spiel:

Cheftrainer Rüdiger Rehm: „Wir haben in den ersten dreißig Minuten die größeren Spielanteile, waren aber im gesamten Spiel heute nicht zielstrebig und kaltschnäuzig genug. Und das macht im Endeffekt dann den Unterschied aus. Für uns war es aufgrund der Krankheitsfälle heute überhaupt nicht leicht, daher muss ich dem Team auch ein Kompliment machen. Jeder hat alles gegeben und wir müssen uns jetzt so schnell wie möglich regenerieren.“ 

Energie-Trainer Stefan Krämer: „Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir nach einer halben Stunde zurückgelegen hätten. Die Tore kamen für uns zu einem richtigen und glücklichen Zeitpunkt. Mit dem Ergebnis bin ich gegen eine starke Großaspacher Mannschaft natürlich zufrieden, mit der Leistung allerdings nicht.“ 

Daten und Fakten:

Aufstellung: Kunz; Vecchione (84. Kienats), Gehring, Leist, Landeka; Skarlatidis, Jüllich, Rizzi, Binakaj; Senesie (58. Schiek), Sohm (74. Schommer).

Impressionen aus Cottbus: