3.L | Dienstag, 26. August 2014 (BKZ)
SG will heute Hansa-Kogge entern

6.SpT  |  3.Liga  |  Saison 2014/15

Hansa Rostock - SG Sonnenhof Großaspach
Dienstag, 26. August  |  19:00 Uhr  |  DKB-Arena Rostock

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Ostsee-Trip: Aspach im Duell mit der Hansa-Kogge

Drittligist SG Sonnenhof will vom heutigen Spiel in Rostock (19 Uhr) etwas Zählbares mit nach Hause ins Schwabenland nehmen

Es geht Schlag auf Schlag für Drittligist Großaspach. Vor vier Tagen das 0:0 gegen Dortmund II, heute (19 Uhr, DKB-Arena) die Partie in Rostock, am Samstag das Prestigeduell mit dem VfB II da wollen die Kräfte eingeteilt sein. Denkbar deshalb, dass SG-Trainer Rüdiger Rehm die Startelf an der Ostsee umbaut.

Immer schön der Reihe nach, keine Hektik verbreiten. Ein Prinzip, dem Rehm eigentlich immer folgt aber erst recht in Tagen wie diesen, in denen eine Herausforderung die nächste jagt. Wir arbeiten erst einmal das Dortmund-Spiel auf, sagte der Aspacher Trainer am Wochenende: Dann konzentrieren wir uns ab Montag auf Hansa.

Die nicht ganz neue Erkenntnis aus der Partie gegen die BVB-Bundesliga-Reserve, die 0:0 endete: Im Abschluss haperts zum Teil gewaltig. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, freut sich Rehm, um sich im selben Atemzug zu ärgern: Wir hätten das Tor machen müssen. Die Effizienz vor dem gegnerischen Kasten dürfte ein Kernpunkt in den Trainingseinheiten gewesen sein, die der Neuling noch im heimatlichen Fautenhau sowie gestern Abend nach der Ankunft an der Ostsee absolviert hat.

Sollte die Arbeit gefruchtet haben, sind die Aussichten, aus Rostock etwas Zählbares mitzubringen, nicht die schlechtesten. Denn zu der einen oder anderen Torchance dürften die Gäste allemal kommen. Das legen die Schwächen in der Rückwärtsbewegung nahe, die bei der Hansa-Kogge in den bisherigen Partien nicht zu kaschieren waren. Elf Gegentore in fünf Spielen sind eine Menge Holz, am vergangenen Samstag gab es das 4:4 in Regensburg. Es ist ein Zeichen, dass hinten nicht alles passt, glaubt auch SG-Trainer Rehm: Wir werden schauen, ob wir Lücken finden. Umgekehrt gilt es, in der Defensive weiter so konzentriert zu sein wie gegen Dortmund. Zumal mit Marcel Ziemer ein Topstürmer auszuschalten ist, der in Regensburg alle vier Hansa-Buden erzielte. Im Idealfall, so Rehm, sollte das eine unter dem anderen nicht leiden, sondern Hand in Hand gehen.

Mit welchem Personal die Aspacher den Versuch starten werden, nach einem Sieg zum Auftakt gegen Köln, drei Unentschieden und einer Niederlage in Unterhaching den zweiten Dreier in dieser Runde einzufahren, bleibt abzuwarten. Zum Teil lässt sich Rehm in die Karten schauen, zum Teil auch nicht. Klar ist, dass die langzeitverletzten Robin Binder, Manuel Fischer, Robin Schuster und Christopher Gäng weiterhin ausfallen. Der Rest ist einsatzfähig. Die Viererabwehrkette vor SG-Keeper Kevin Kunz besetzen erneut Felice Vecchione, Kai Gehring, Daniel Hägele und David Kienast, denn die Jungs machen einen guten Job da hinten, lobt Rehm: Es wäre fatal, ohne Grund etwas zu ändern.

Den unlängst angeschlagenen Stürmer Tobias Rühle sieht der Trainer wieder bei 100 Prozent. Er könnte das bewährte Duo mit Sahr Senesie bilden. Auf der Doppelsechs scheinen Michele Rizzi und Nicolas Jüllich gesetzt. Bleiben die Außenbahnen. Für Shqiprim Binakaj kündigt Rehm eine Auszeit an, spricht ihm aber das Vertrauen aus: Wir werden ihn aus seinem Formtief führen. Bleiben Claudio Bellanave, Pascal Sohm, Simon Skarlatidis und Denis Berger, die sich um die beiden Positionen balgen. Vielleicht stößt sogar noch Linksverteidiger Josip Landeka zu diesem Kreis.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 26. August 2014