3.L | Samstag, 23. August 2014
Ärgerlich: Die Null stand hinten wie vorne

Letzte Minute, letzte Chance: Kai Gehring wird von Dortmunds Keeper Zlatan Alomerovic und dessen Kollegen entscheidend gestört. Foto: A. Becher

5.SpT  |  3.Liga  |  Saison 2014/15

SG Sonnenhof Großaspach - Borussia Dortmund II   0:0
Freitag, 22. August  |  19:00 Uhr

[BKZ-Medienpartner mir Video und Pressekonferenz zum Spiel] [SWR-Videobericht]

Chancenplus für Aspach, aber keine Tore

Drittliga-Neuling SG Sonnenhof muss sich im Heimspiel gegen Borussia Dortmunds Bundesliga-Reserve mit einem 0:0 begnügen

Nullnummer im Fautenhau: Neuling Großaspach musste sich gestern Abend gegen die Erstliga-Reserve von Borussia Dortmund mit einem Punkt begnügen. Es wäre mehr drin gewesen, weil die SG Sonnenhof einige klare Chancen hatte, die Gäste keine einzige. Immerhin blieb die Elf von Trainer Rüdiger Rehm auch im dritten Heimspiel ungeschlagen.

Irgendwie war beiden Trainern nach dem Abpfiff von Referee Matthias Jöllenbeck aus Freiburg nicht richtig klar, was sie mit dem 0:0 nun anfangen sollten. David Wagner, enger Vertrauter von Jürgen Klopp in Diensten des BVB II, sprach zunächst von einem glücklichen Punkt für sein Team, denn wir hatten heute nicht unsere beste Form abgesehen vom Torwart. Kurz darauf betonte der 42-Jährige aber ebenfalls mit einem gewissen Recht, dass das Remis nicht unverdient war, weil wir gefightet haben. Er meinte insbesondere die letzten 15 Minuten mitsamt der Nachspielzeit, die Dortmund nach der Gelb-Roten Karte für Innenverteidiger und Kapitän Marc Hornschuh mit zehn Mann überstehen musste. Kollege Rehm war derweil sehr zufrieden mit unserer Leistung, aber auch sehr enttäuscht, dass wir die drei Punkte nicht geholt haben. Ein Widerspruch ist auch das nicht unbedingt, denn die Torchancen, die Aspach versiebte, hatte sich das Team zuvor zumindest herausgespielt. Wir haben das Tor nicht gemacht, sonst muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, stellte der SG-Trainer abschließend fest.

Manchmal war auch Pech dabei. Zum ersten Mal schon nach wenigen Sekunden, vielleicht nach einer halben Minute. Nach einem Flankenwechsel von Sahr Senesie bediente Simon Skarlatidis den im Strafraum lauernden Michele Rizzi. Der torgefährliche Aspacher Mittelfeldspieler nahm die Kugel direkt und malträtierte den linken Pfosten. Es gibt Tage, da flutscht dieses Ding rein, ärgerte sich Rehm, dessen Kicker zunächst am Drücker blieben und auch die zweite klare Möglichkeit für sich verbuchten. In der 14. Minute eroberte Senesie den Ball weit in des Gegners Hälfte und steckte ihn durch auf Sturmpartner Pascal Sohm, der das Duell mit dem Keeper verlor, weil Zlatan Alomerovic mit viel Geschick den Winkel verkürzte.

Zunehmend kamen die Gäste ins Rollen und waren ab der 20. Minute ebenbürtig. Aspachs Defensive arbeitete aber so gut, dass der BVB alleine mit Distanzschüssen etwas gefährlich wurde. Sowohl Joseph-Claude Gyau (17.) als auch Julian Derstroff (32.) fanden ihn SG-Torwart Kevin Kunz ihren Meister. Starteten die Einheimischen mal einen Konter, sah das weiterhin zielstrebiger aus. In der 27. Minute fehlte nur dem letzten und entscheidenden Querpass von Skarlatidis auf Sohm die notwendige Genauigkeit, um etwas Zählbares daraus machen zu können. In der 45. Minute wollten die Großaspacher noch einen Elfmeter haben, doch dem Unparteiischen war der Zupfer an Shqiprim Binakajs Trikot zu wenig für einen Pfiff. Nachvollziehbar.

Nach dem Wiederbeginn übernahm die SG wieder das Kommando, ohne zunächst zu ganz klaren Torchancen zu kommen. In der 71. Minute änderte sich das. Nachdem ein BVB-Angriff abgefangen war, ging es zackig. Skarlatidis schickte den zur Pause für Binakaj eingewechselten Tobias Rühle auf die Reise, dem der Torwart entgegen kam. Vielleicht war der Abschluss etwas zu überhastet, auf alle Fälle verhinderte Alomerovic erneut Dortmunds Rückstand. Nach der Ampelkarte für Hornschuh warf Aspach in Überzahl noch einmal alles in die Waagschale, doch es blieb beim 0:0 weil zum einen der völlig überraschend abgefeuerte Schuss von David Kienast aus rund 30 Metern knapp übers rechte Lattenkreuz strich (82.) und weil zum anderen Skarlatidis aus 22 Metern etwas zu hoch zielte (86.). Als dann auch noch Kai Gehring nach einer Rizzi-Flanke im letzten Moment am Abschluss gehindert wurde, war klar: Das wird nichts mehr. Aspach blieb immerhin ein Punkt. Mühsam, aber stetig ernährt sich das Eichhörnchen. Nun sinds für den Neuling schon sechs Zähler.

Spieler, Tore, Fakten

Großaspach: Kunz - Vecchione, Gehring, Hägele, Kienast - Skarlatidis, Rizzi, Jüllich (87. Leist), Binakaj (46. Rühle) - Sohm, Senesie (76. Bellanave).
Dortmund II: Alomerovic - Knystock (87. El-Bouazzati), Hornschuh, Stankovic, Güll - Nyarko (46. Väyrynen), Solga - Gyau (79. Zimmermann), Maruoka, Derstroff - Harder.
Tore: Fehlanzeige.
Gelbe Karten: Jüllich, Hägele - Solga, Güll, Hornschuh.
Gelb-Rot: Hornschuh (79.).
Schiedsrichter: Jöllenbeck (Freiburg).
Zuschauer: 1.934.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 23 August 2014

Impressionen vom Borussia-Spiel

Danke an Anna Fischer für die Bilder

...und nach dem Spiel:

Nicht nur Maskottchen Benni mit gesenktem Haupt,...

...auch unser Dorfesel Andile musste getröstet werden.

 

Mund abwischen und Kopf hoch Jungs, war ein Klassespiel und bald ist das Runde auch wieder im Eckigen!