RL | Montag, 26. August 2013 (BKZ)
Aspach findet in Mainz seinen Meister

RL Südwest, 5. SpT:
SG Sonnenhof Großaspach - 1. FSV Mainz 05 II   1:3 (1:2)

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Im fünften Saisonspiel hat’s die SG Sonnenhof Großaspach erwischt. Der Fußball-Regionalligist verlor das Duell der beiden zuvor verlustpunktfreien Teams gegen den 1. FSV Mainz 05 II mit 1:3. In einigen Situationen haderten die Hausherren zwar mit dem Referee, doch am Ende mussten sie neidlos anerkennen: Die Erstliga-Reserve war einfach besser.

Von Steffen Grün - Im Fautenhau waren gerade einmal zwölf Minuten gespielt, als es schon an der Zeit war, sich Sorgen um die Einheimischen zu machen. Aspach lag mit 0:2 hinten, Mainz trumpfte in beeindruckender Manier auf. Aber: Beide Tore wären aus SG-Sicht vermeidbar gewesen. Da war zunächst das 0:1 (6.). Nejmeddin Daghfous hebelte mit seinem Pass in die Schnittstelle die SG-Viererkette aus. Petar Sliskovic sah, dass Keeper Kevin Kunz etwas weit vor dem Kasten stand, und überlistete ihn mit einem Heber. Aspach reklamierte eine angebliche Abseitsstellung, konnte den Schiedsrichter von der Sichtweise aber nicht überzeugen. Sechs Minuten später klaubte Kunz, der das Tor hütete, weil sich Christopher Gäng nach dem Aufwärmen verletzt abgemeldet hatte, den Ball wieder aus dem Netz. Steven Lewerenz hatte unbedrängt flanken und Sliskovic ungestört einköpfen dürfen.

Mainz hatte alles unter Kontrolle, während das Team von Trainer Rüdiger Rehm ratlos wirkte. Die SG fand kein probates Mittel, um die Gäste in Schwierigkeiten zu bringen. Bis Moritz Kuhn genug von den untauglichen Bemühungen hatte und die brachiale Variante wählte. Er zog aus gut und gerne 30 Metern und aus halbrechter Position einfach mal ab. Heraus kam ein Schuss wie ein Strich. Sekundenbruchteile später schlug der Ball halbhoch im linken Eck ein. Nur noch 1:2 – die SG hatte ein Lebenszeichen von sich gegeben. Und hätte fast noch vor der Pause ausgeglichen. Robin Schuster verpasste das Leder nach einer Freistoßflanke von Denis Berger am Fünfmeterraum nur um Haaresbreite. Damit nicht genug: Wenige Sekunden später fiel eine Bogenlampe von Berger, die FSV- Keeper Christian Mathenia offensichtlich für völlig harmlos befunden hatte, im letzten Moment wie ein Stein auf die Latte.

In der zweiten Halbzeit wurde die spannende Partie zur hochemotionalen Angelegenheit. Das begann in der 54. Minute, als Aspachs Shqiprim Binakaj nach einer flachen Hereingabe von Sahr Senesie gerade so vor Torwart Mathenia an den Ball kam. Er lupfte ihn drüber, verfehlte den Kasten aber. Der Kontakt zwischen den Spielern reichte den Hausherren, um einen Elfer zu fordern. Vergeblich. Endgültig machte die SG in der 68. Minute im Referee den bösen Buben aus. Senesie war bei einem Konter von Daniel Bohl unsanft gebremst worden. Taktisches Foul, klare Sache, Gelbe Karte. Senesie wartete aber nicht auf die Bestrafung des Übeltäters durch die zuständige Person, sondern übte Selbstjustiz. Es war zwar kein Schlag, sondern eher ein sanftes Tätscheln, aber die Rote Karte war absolut regelkonform. Aspachs Zorn auf den Unparteiischen linderte das leider nicht.

Mit dem 3:1 für Mainz in der 77. Minute war die Messe gelesen. Daghfous passte zu Lewerenz, der nicht energisch gestört wurde und in den Strafraum eindrang. David Kienast und Robin Schuster standen ihm im Weg. Kein Durchkommen? Irrtum. Die beiden SG-Defensivspieler irritierten sich gegenseitig und grätschten beide ins Leere. Lewerenz vollendete in aller Ruhe. In der 83. Minute wollte Aspach nach einem Kopfball von Binakaj einen Handelfmeter haben, doch auch den Gefallen tat ihnen der Referee nicht. Die klarste Torchance in der Schlussphase hatte der FSV: Mounir Bouziane scheiterte am rechten Innenpfosten (84.). Damit blieb’s beim verdienten 3:1 für die Mainzer, die mit 15 Punkten aus 5 Spielen nun alleiniger Spitzenreiter sind.

Rot für Senesie: Für Rehm die Szene, die alles entschied

Der SG-Trainer räumt aber auch ein, dass der Mainzer Sieg verdient war

(stg). Die Laune der beiden Trainer hätte nach dem Abpfiff kaum unterschiedlicher sein können. Fangen wir beim Sieger an: Martin Schmidt war bemüht, zu erklären, wie das so ist, wenn eine Mannschaft von Sieg zu Sieg eilt. „In Mainz geht momentan vieles leicht. Es läuft einfach. Da gehen Dinge, die sonst nicht gehen“, betonte der FSV-Trainer und sprach damit auch fürs Bundesliga-Team des Klubs, das seine ersten drei Saisonspiele auch allesamt gewonnen hat. Mit einem Augenzwinkern rief Schmidt einen Wettstreit mit seinem prominenten Kollegen im eigenen Verein aus: „Thomas Tuchel und ich – keiner will der erste sein, der ein Spiel verliert.“

Rüdiger Rehm musste diese Erfahrung in dieser Spielzeit zum ersten Mal machen – und war bedient. „Wir sind aufgrund der ersten 20 Minuten so ins Hintertreffen geraten, dass wir nicht mehr zurückgekommen sind“, ärgerte sich Aspachs Trainer vor allem über die schwache Anfangsphase seiner Truppe: „Nach 20 Minuten sind wir besser ins Spiel gekommen. Die entscheidende Szene war dann, als wir in Unterzahl geraten sind.“ Für den 34-Jährigen war der Platzverweis für Sahr Senesie zumindest arg fragwürdig: „Ich habe keinen Schlag gesehen, der Schiedsrichter hat wohl einen Schlag gesehen. Wir müssen diese Rote Karte akzeptieren.“ Insgesamt sei der Sieg der Mainzer in Ordnung gewesen, „sie waren an diesem Tag besser“.

„Wir haben wieder in einem Topspiel nicht die bestmögliche Leistung abgerufen“, klagte Aspachs Innenverteidiger Robin Schuster: „Wir machen die Bigpoints einfach nicht.“ Zwar seien alle Fifty-fifty-Entscheidungen gegen die SG gefallen, aber schuld am 0:1 sei der Referee nicht.

Spielstatistik:

SG Sonnenhof Großaspach: Kunz – Kuhn, Gehring, Schuster, Kienast – Binakaj (84. Skarlatidis), Rizzi, Hägele, Berger (56. Fiand) – Fischer (73. Rühle), Senesie.
1. FSV Mainz 05 II: Mathenia – Schmitt, Kalig, Weil, Rossbach – Bohl, Falkenmayer – Lewerenz (85. Röser), Daghfous (90. Fahrenholz), Müller – Sliskovic (70. Bouziane).
Tore: 0:1, 0:2 (6./12.) Sliskovic, 1:2 (26.) Kuhn, 1:3 (77.) Lewerenz.
Rote Karte: Senesie (68./Tätlichkeit).
Schiedsrichter: Bartsch (Wertheim).
Zuschauer: 662.

 

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 26. August 2013


„Die Mannschaft hat noch mehr Potenzial“

SG-Sportdirektor Koukoutrigas freut sich aufs Regionalliga-Spitzenspiel

(hes). Für Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach läuft es momentan sehr gut. Rang zwei mit 7:2 Toren und 12 Punkten lassen die Sonne über dem Fautenhau strahlen. „Es gibt wenig Sachen, die es zu bemängeln gibt“, sagt Sportdirektor Joannis Koukoutrigas. Er schiebt nach: „Die Mannschaft hat noch mehr Potenzial. In zwei bis drei Wochen werden wir bestimmt noch besser spielen.“

Zunächst steht aber die Regionalliga-Spitzenpartie an. Morgen ab 14 Uhr kommt es in der Comtech-Arena zum Gipfeltreffen mit Tabellenführer FSV Mainz 05 II. In diesem möchte Großaspach gerne den ersten Platz erobern. Dies ist allerdings nur mit einem Sieg möglich, denn die punktgleichen Mainzer haben die deutlich bessere Tordifferenz. Weiterhin offen ist, ob der angeschlagene SG-Stürmer Sahr Senesie mitwirken kann. „Das wird sich wohl erst am Spieltag entscheiden“, prophezeit Koukoutrigas. Der Sportdirektor war hingegen etwas verwundert, dass Mittelfeldmann Boris Becker um die Auflösung seines Vertrags gebeten hatte. „Er war erst drei Wochen im Verein.“ Wohin Becker geht, ist noch unklar. Er wird mit Regionalliga-Absteiger SC Idar-Oberstein in Verbindung gebracht.

Fest steht nun der Termin fürs Spiel im Achtelfinale des WFV-Pokals. Großaspach muss am Mittwoch, 11.September, beim SC Geislingen (Landesliga, Staffel 2) ran. Weil es in Geislingen kein Flutlicht gibt, beginnt die Partie bereits um 17.15 Uhr.

Leser der Backnanger Kreiszeitung können das Spitzenspiel gegen Tabellenführer FSV Mainz 05 II zu vergünstigten Eintrittspreisen erleben. Wer die Originalanzeige aus unser Verbandsliga-Sonderveröffentlichung mitbringt, zahlt für einen Sitzplatz auf der Gegengerade an der Tageskasse nur fünf Euro.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 24. August 2013


Fürs Spitzenspiel ist alles angerichtet

In der Fußball-Regionalliga empfängt der Zweite SG Sonnenhof Großaspach am Sonntag den Ersten FSV Mainz 05 II

Spitzenspiel in der Fußball-Regionalliga: Der Zweite SG Sonnenhof Großaspach empfängt am Sonntag um 14 Uhr den Ersten FSV Mainz 05 II. Oder: Die beste Defensive trifft auf die beste Offensive der Liga. Es ist alles angerichtet fürs Topspiel in der vierten Liga.


Von Heiko Schmidt - Zwei Teams eilen momentan in der Regionalliga von Erfolg zu Erfolg: Die SG Sonnenhof Großaspach und der FSV Mainz 05 II. Mindestens für eine der beiden Mannschaften endet am Sonntag die Siegesserie. Großaspach hofft, dass es weiterhin in dieser Saison ungeschlagen bleibt. Hinzu kommt, dass sich das SG-Team weiter entwickeln möchte. Das war schon am Mittwoch beim 2:0 gegen den Oberligisten SGV Freiberg in der dritten Runde des WFV-Pokals der Fall gewesen. „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt SG-Trainer Rüdiger Rehm.

Besonders freut ihn die starke Leistung in der Defensive, die die Schwaben auch in der Regionalliga unter Beweis gestellt haben. In den vier Liga-Begegnungen hat der Sonnenhof lediglich zwei Gegentreffer kassiert. Das ist spitze. Die beste Hintermannschaft trifft nun am Sonntag auf die beste Offensive, die die Mainzer mit 16 geschossenen Treffern haben. „Da werden wir hinten besonders gefordert sein“, vermutet Rehm. Er schiebt nach: „Wir müssen unser Defensiv-Potenzial verstärken, denn der Schlüssel zum Erfolg ist die Defensive“, macht der Großaspacher Coach klar. In dieser sieht Rehm seine Mannschaft sehr gut aufgestellt. Kai Gehring und Robin Schuster sind in der Innenverteidigung gesetzt. Auf den Außenpositionen gibt es Variationsmöglichkeiten. Die sind auch in allen anderen Mannschaftsteilen vorhanden. So auch zwischen den Pfosten. Dort wird wie in den vergangenen vier Regionalliga-Partien wieder Christopher Gäng stehen. Er löst Kevin Kunz, der in den Pokalspielen den Vorzug erhalten hatte, ab. Eine Änderung könnte es im Angriff geben. Sahr Senesie ist angeschlagen aus dem Pokalspiel herausgegangen. Er plagt sich mit einer Prellung an der Hüfte herum. Sein Einsatz am Sonntag bei der Spitzenpartie ist fraglich. Trotzdem ist Coach Rehm zuversichtlich: „Ich freue mich auf einen schönes Spiel auf Augenhöhe.“

Abseits des Platzes arbeiten die Verantwortlichen daran, den Verein professioneller aufzustellen. Mit Michael Ferber ist ab sofort ein neuer Sportmanager tätig. Er soll als Schnittstelle zwischen Sportdirektor Joannis Koukoutrigas, Koordinator Pedro Kelesidis und dem Vorstand fungieren. Der 27-Jährige ist einer der Geschäftsführer des Hotels Sonnenhof und langjähriges SG-Mitglied.

Weniger erfreuliches gibt es dagegen von Boris Becker zu vermelden. Der Spieler, der erst zu Saisonbeginn zu den Schwaben gewechselt war, bat Sportdirektor Koukoutrigas um die sofortige Auflösung seines Vertrags. „Wegen privater Gründe sah Boris seine Zukunft nicht mehr bei uns. Wir haben seinem Wunsch der Vertragsauflösung natürlich entsprochen und wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste.“ Wohin der Weg des 22-Jährigen führen wird, ist noch unklar.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 23. August 2013


Spitzenspiel in der comtech Arena

Offizielle SG-Pressemitteilung (B. Ippoliti)

Aspach, 23. August 2013 – Am Sonntag steigt das Spitzenspiel der Regionalliga Südwest in der comtech Arena, denn die zweitplatzierte SG Sonnenhof Großaspach empfängt den Tabellenführer FSV Mainz 05 II. Beide Mannschaften sind noch ungeschlagen und konnten ihre bisherigen vier Ligaspiele siegreich gestalten.

Unter der Woche ist das Team von Cheftrainer Rüdiger Rehm im wfv-Pokal dank eines 2:0-Erfolges gegen den Oberligisten SGV Freiberg in die nächste Runde eingezogen und hat damit die gute derzeitige Form weiter bestätigt. In der Liga kommt es nun zum Duell mit dem aktuellen Spitzenreiter aus Mainz, der ebenfalls noch ungeschlagen ist und die ersten vier Partien allesamt gewinnen konnte. Die Bundesliga-Reserve überzeugte bislang vor allem durch eine sehr treffsichere Offensive, was die bisher erzielten 16 Tore eindrucksvoll belegen. Hervorzuheben sind daher insbesondere die Stürmer Petar Sliskovic (sechs Treffer) und Nejmeddin Daghfous (drei Treffer). Aus diesem Grund ist SG-Coach Rehm auch bewusst, dass „wir hinten besonders gefordert sein werden“. „Der Schlüssel zum Erfolg ist die Defensive“, erklärt der 34-Jährige. Und die steht bei den Aspachern, denn die Mannen um Kapitän Daniel Hägele kassierten genau wie Mainz erst zwei Gegentreffer.

Beim Topspiel am Sonntag wird wieder Christopher Gäng zwischen den Pfosten stehen und löst damit Kevin Kunz ab, der im Pokal zum Einsatz gekommen ist. Weitere Änderungen in der Startformation sind aufgrund der Variationsmöglichkeiten innerhalb der einzelnen Mannschaftsteile durchaus vorstellbar, wobei Rehm zunächst noch die Eindrücke aus den verbleibenden Trainingseinheiten abwarten will. Ob Sahr Senesie am Sonntag eingreifen kann ist derzeit noch unklar, denn der Stürmer ist aufgrund einer Prellung an der Hüfte angeschlagen. Der Cheftrainer geht die bevorstehende schwere Aufgabe zuversichtlich an: „Ich freue mich auf ein schönes Spiel auf Augenhöhe.“

Spielbeginn in der comtech Arena ist am Sonntag um 14 Uhr.