SEN | Montag, 16. Juni 2014 (tai)
Großer Jubel in Porz und allgemeine Zufriedenheit

Pokal für Porz: Kicker aus Köln triumphieren

3:2 nach Elfmeterschießen im Endspiel gegen Kirchanschöring Ü-32-Supercup in Aspach: Tolles Wetter, spannende Spiele, packende Zweikämpfe, schöne Tore

Es war alles dabei, was ein tolles Turnier ausmacht. Der Ü-32-Supercup in Aspach bot bei bestem Wetter spannende Spiele, packende Zweikämpfe und schöne Tore. Die Kicker der Spvgg Porz holten mit einem 3:2 nach Elfmeterschießen im Finale gegen den SV Kirchanschöring den inoffiziellen deutschen Meistertitel.

Der erlösende Moment in der Comtech-Arena: Sascha Krause hat im Endspiel den entscheidenden Elfmeter für Porz verwandelt, seine Teamkollegen stürmen in Windeseile zu ihm. Fotos: A. Becher

Der erlösende Moment in der Comtech-Arena: Sascha Krause hat im Endspiel den entscheidenden Elfmeter für Porz verwandelt, seine Teamkollegen stürmen in Windeseile zu ihm. Fotos: A. Becher

Beim Bierchen nach dem letzten Duell verstanden sich die Kicker aller Klubs prächtig. Es war wie ein Klassentreffen, kennensich viele Teams doch bereits seit Jahren. Aber: Auf den Plätzen in Rietenau, Kleinaspach und Großaspach war davon wenig zu spüren. Alle Freundschaften ruhten. In den meisten Duellen ging es hart, aber fair zur Sache. Ab und an wurde die Grenze des Erlaubten auch mal überschritten.

Mit welchem Ernst und welcher Akribie die Routiniers ans Werk gingen, zeigt diese Episode. Der SV Broitzem warf im Achtelfinale Titelverteidiger VfB Lübeck mit einem 6:5 nach Elfmeterschießen aus dem Rennen am Rande notierte ein Beobachter vom Blumenthaler SV, in welche Ecken die Schützen zielten. Heraus kam ein Zettel, wie ihn Jens Lehmann im WM-Viertelfinale 2006 gegen Argentinien in den Stutzen steckte. Anders als Deutschland vor acht Jahren verlor Blumenthal das Elfmeterschießen gegen Broitzem im Viertelfinale aber mit 3:4, der Zettel war für die Katz.

Keine besondere Rolle spielten die großen Namen im Feld der 34 Teams. Der FC Bayern München und Hertha BSC Berlin packten immerhin den Sprung in die Endrunde der besten 16 Klubs, verabschiedeten sich aber im Achtelfinale. Die Bayern hatten Pech vom Punkt (3:4 nach Elfmeterschießen gegen den 1. FC Neubrandenburg), die Hauptstädter waren beim 0:6 gegen die TSG Hofherrnweiler/Unterrombach chancenlos. Werder Bremen musste sich mit der Trostrunde begnügen und zog hier gleich im ersten Duell gegen den TSV Helmstedt mit 2:3 nach Elfmeterschießen den Kürzeren. Bekannte Gesichter waren bei den drei Topklubs aber nicht dabei.

Porz löste als Erster der Gruppe A das Endrundenticket, setzte sich gegen Werder Bremen (1:0), Börde Magdeburg (1:0) und die SG Sonnenhof (2:1) durch und verlor nur gegen den 1. FC Neubrandenburg 0:3. Im Achtelfinale gabs ein 2:0 gegen den FC Pommern Stralsund, im Viertelfinale ein 1:0 gegen den SV Germania Grasdorf. Mit einem 2:0 gegen Broitzem zog die Truppe aus dem Kölner Stadtbezirk ins Endspiel ein, in dem gegen Kirchanschöring in der regulären Spielzeit keine Treffer fielen. Als Schiedsrichterin Karoline Wacker bereits einen Elfmeter für Kirchanschöring gepfiffen hatte, nahm sie die Entscheidung nach Rücksprache mit der Assistentin zurück. Eine mutige, richtige Entscheidung. Also Elfmeterschießen. Hier hatte Porz das bessere Ende für sich, die Freude über den Titelgewinn war riesig. Bevor das Nervenspiel begonnen hatte, war es ein Flitzer gewesen, der für Erheiterung gesorgt hatte. Es war wirklich alles dabei, was bei einem großen Turnier in der Regel so passiert.

 Bot packende Zweikämpfe: Der Supercup in Aspach. Hier geht es in Rietenau etwas zu rustikal zur Sache: Die SG Leipziger Verkehrsbetriebe und der VfR Fischeln schenkten sich in der Vorrunde nichts.

Bot packende Zweikämpfe: Der Supercup in Aspach. Hier geht es in Rietenau etwas zu rustikal zur Sache: Die SG Leipziger Verkehrsbetriebe und der VfR Fischeln schenkten sich in der Vorrunde nichts.

Immerhin Vorletzter

SG-Oldies halten gut mit, vergeben aber zu viele Chancen

Formvollendete Gastgeber: Die Oldies der SG Sonnenhof ließen beim Ü-32-Supercup in heimischen Gefilden fast allen Gästen den Vortritt. Einzige Ausnahme: Durch ein 5:3 nach Elfmeterschießen gegen die SG Seelbach-Ballersbach sicherte sich Großaspach im Feld der 34 Mannschaften immerhin den 33. Platz.

(stg). Für die Einheimischen begann der Wettbewerb mit einer unglücklichen Niederlage. Beim 0:1 gegen den MSV Börde Magdeburg versiebte Großaspach mehrere gute Torchancen und kassierte nach einem Konter den entscheidenden Treffer.

In einem an Höhepunkten armen Duell mit dem später erst im Viertelfinale ausgeschiedenen 1. FC Neubrandenburg stand die Null hinten, aber dummerweise auch vorne 0:0. Für die SG war der Einzug in die Endrunde damit bereits stark gefährdet, ganz dahin war die Hoffnung nicht.

Der zweite Tag startete mit der 1:2-Niederlage gegen Porz, den späteren Turniersieger. Ein Eigentor hatte zum Rückstand geführt, danach machten die Aspacher allerdings Druck. Einen Eckball von Oliver Spindler verlängerte Frank Vetter zu Axel Schwagerick, der am langen Pfosten goldrichtig stand und einköpfte. Die SG blieb am Drücker, wurde in der 30. und letzten Minute aber eiskalt ausgekontert 1:2.

Das 0:1 gegen Werder Bremen bescherte Aspach endgültig den letzten Platz in der Gruppe, es blieb das Duell um Rang 33. Nach Vetters 1:0 glich Seelbach-Ballersbach noch aus, doch vom Punkt bewies die SG die besseren Nerven. Wir sind mit den Ergebnissen nicht zufrieden, die Spielweise war aber okay, bilanzierte Spindler. 2015 ist das Team zum vierten Mal beim Ü-32-Supercup dabei. Nach den Plätzen 24, 19 und 33 geht es dann nach Achim.

SG-Spieler: Renz, Klaus Vogel Kropf, Sprengard, Schindler, Sven Vogel, Widmann, Schreiber, Schwarz, Juric, Jung, Spindler, Andiel, Schwagerick, Wehrsig, Vetter, Schick, Lindner, Bach, Petz.

Warfen alles in die Waagschale, mussten sich aber mit Rang 33 begnügen: Oliver Spindler und die Oldies der SG Sonnenhof Großaspach.

Warfen alles in die Waagschale, mussten sich aber mit Rang 33 begnügen: Oliver Spindler und die Oldies der SG Sonnenhof Großaspach.

Stimmen zum Supercup

  • Wir hatten tolle Gäste bei uns und sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung, die vom Organisationsteam um Friedel Gehrke gut vorbereitet war. Das Drumherum war von Thomas Deters und seinem Team professionell organisiert.
  • Es ist positiv, dass wir eine gemeinsame Veranstaltung gemacht haben. Man sieht: Geht man gemeinsam Dinge an, kommt am Ende auch etwas Gutes heraus.
  • Es war eine Klasse-Veranstaltung. Aspach hat bei den Teilnehmern viele Sympathien gewonnen.
  • Wir hatten schöne Spielstätten, die äußeren Bedingungen waren top.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 16. Juni 2014


Endklassement

1. Spvg Porz
2. SV Kirchanschöring
3. SV Broitzem
4. TSG Hofherrnweiler-Unterrombach

5. SV Germania Grasdorf
5. 1. FC Neubrandenburg
5. Blumenthaler SV
5. TuS Germania Schnelsen
9. FC Pommern Stralsund
9. FC Bayern München
9. VfL Oythe
9. Hertha BSC Berlin
9. 1.FC Frankfurt/Oder
9. FC Brandenburg 03
9. VfB Lübeck
9. 1. Traber FC Mariendorf

Trostrunde
17. DJK Arminia Klosterhardt
18. FC Sexau
19. TSV Helmstedt
19. SG Leipziger Verkehrsbetriebe
21. Tura Bremen
21. FC Eintracht Norderstedt
21. MSV Börde Magdeburg
21. SSV Weyerbusch
25. SV Hermersberg
25. SSV Vimaria Weimar
25. VfR Fischeln
25. SV Auersmacher
25. TSV Kattendorf
25. SV Werder Bremen
25. SC Westfalia Kinderhaus
25. Louisiana Centro Oberhausen
33. SG Sonnenhof Großaspach
34. SG Seelbach-Ballersbach

Fairnesspokal

1. SV Broitzem

Top-Torschütze

1. Kizilay, Burak (FC Bayern München)      5 Tore

Bester Torhüter

1. Christian Kremer (Spvg Porz)


Aspach bedankt sich bei Deutschland -
Und gratuliert Supercup-Sieger Spvg Porz!

Eine durchweg gelungene Veranstaltung liegt hinter den drei Aspacher Fußballclubs. Auf den Plätzen der SG Sonnenhof Großaspach, der SpVgg KleinaspachAllmersbach und des TSV Bad Rietenau wurden am Freitag und Samstag 88 Spiele bei der 9. Auflage des Deutschen AH-Supercup für Ü32-Mannschaften ausgetragen. Am Ende war es die Spvg. Porz, die freudetrunken den Siegerpokal in Empfang nehmen durfte. Die Kölner verwiesen im Finale den bayerischen Vertreter SV Kirchanschöring nach einem dramatischen Elfmeterschießen auf den 2. Rang. Im kleinen Finale, das gleich im Elfmeterschießen ausgetragen wurde, hatte das niedersächsische Team des SV Broitzem die besseren Nerven als Württembergs TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Die AH-Kicker der SG zeigten sich als netter Gastgeber und platzierten sich am Ende auf dem vorletzten 33. Platz.

Alle Ergebnisse unter www.deutscher-altherren-supercup-ü32.de/9-dahsc-ü32/