RL | Montag, 2. Juni 2014 (tai)
Sensationell, Grandios, Wahnsinn!

Es fällt schwer die passenden Superlativen für das Geschehene zu finden, denn sie beschreiben nicht annähernd das, was sich an diesem 1. Juni abspielte. Wenn gestandene Männer sich in den Armen liegen, in Tränen ausbrechen und man sich gar nicht vorstellen konnte, was für Auswirkungen diese 90 Minuten in Wolfsburg auslösten. Passend wäre da unserer Andrea Bergs DVD-Titel "Emotionen hautnah"...

Nach Senesies Treffer in der 68. Minute mussten noch lange 22 Minuten durchgestanden werden. Immer wieder der Blick auf die Uhr, es war als ob die Zeit stillstand. Auch die vier Minuten Nachspielzeit erschienen wie eine Ewigkeit - bis der letzte Schlusspfiff nach 42 Pflichtspielen in der 20. SG-Saison ertönte - und eine lange Partynacht begann.

Zuerst wurde auf dem Rasen in der VfL-Arena gerockt, gemeinsam mit den zahlreichen mitgereisten Fans. Wolfsburg präsentierte sich als fairer Verlierer, gratulierte dem rot-schwarzen Anhang sportlich, der sich dann auf die siebenstündige Heimfahrt machte. In Privatautos. In den Fanbussen. Und wegen der Dopingkontrolle etwas später auch der Mannschaftsbus. Es wurde geschunkelt und gesungen, die ein oder andere Bier- und Weinflasche geöffnet. Treffpunkt sollte um Mitternacht die Sonnenhof-Kulttreff Dorfdiele sein. Und was dann geschah, leider gibt es diese Superlativen ja nicht.

Bei der Einfahrt nach Aspach wurde es plötzlich still im Bus, der SG-Tross rieb sich verwundert die Augen. Links und rechts der Straße standen Fans und Freunde Spalier, mit brennenden Fackeln in der Hand. Es lief einem eiskalt den Rücken hinunter. Warmherzig und lautstark wurde der neue Drittligist in die Arme genommen, der Musikverein Rietenau gab den Takt an, ein Feuerwerk brannte lichterloh im Nachthimmel. Und das ... an einem Sonntag, nachts um halb Eins!

Auf SWR, Stimmen von Andrea Berg und Uli Ferber

Das Organisationsteam leistete binnen wenigen Stunden einen unglaublichen Job um diesen Abend zu etwas ganz besonderem zu machen. Die Mannschaft hatte - unterstützt mit dem perfekten Support auf den Rängen - mit dem Sieg in Wolfsburg vorgelegt, die kurzfristig inszenierte Show daheim war weit mehr als der berühmte Punkt auf dem "i". Bis in den frühen Morgen wurde gefeiert was das Herz hergab...

An die, die in Niedersachsen dabei waren und an die, die daheim, ja sogar bundesweit der SG die Daumen drückten. An alle Beteiligten an der Organisation daheim, die Mannschaft ist überwältigt und möchte nur eines auf die Schnelle loswerden:

DANKESCHÖN!!!

Fotos von dieser unglaublichen Nacht, die allen Beteiligten wohl immer in den Gedanken bleibt, werden wir hier natürlich noch präsentiert.