RL | Dienstag, 27. Mai 2014 (Ippoliti/tai/BKZ)
Endlich, heute um 19 Uhr geht´s los!!!

Aufstiegsrelegation in die 3. Liga (Hinspiel)
SG Sonnenhof Großaspach - VfL Wolfsburg II
Mi. 28. Mai  |  19:00 Uhr

SG ist bereit, dem VfL die Stirn zu bieten

Heute um 19 Uhr im Fautenhau: Großaspachs Kicker treffen im Relegations-Hinspiel auf Wolfsburg II - Über 3000 Tickets weg

Sie wollen endlich loslegen, ihrer ohnehin starken Saison die Krone aufsetzen. Heute um 19 Uhr erwarten die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach den VfL Wolfsburg II zum Relegations-Hinspiel um den Drittliga-Aufstieg in der Comtech-Arena. Wir sind bereit und verspüren eine riesige Vorfreude, versichert Aspachs Trainer Rüdiger Rehm.

Heute um 11 Uhr kommen die SG-Kicker im Fautenhau zusammen. Rehm bittet zu einer letzten lockeren Trainingseinheit ins Stadion um leicht anzuschwitzen und den Kreislauf in Schwung bringen, erläutert Aspachs Trainer und ergänzt lachend: Und um die Zeit totzuschlagen. Danach beziehen die Spieler und der Trainerstab ihre Tageszimmer im Hotel Sonnenhof in Kleinaspach. Dort werden am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen die letzten taktische Details besprochen, bevor nach einem gemütlichen Spaziergang der Bus wartet, um in den Fautenhau aufzubrechen.

Dort wird am Abend auf alle Fälle eine stattliche Kulisse erwartet. Ob tatsächlich die 5000-Zuschauer-Marke geknackt und damit Rehms Wunsch erfüllt wird, bleibt abzuwarten. Der letzte Stand von gestern Nachmittag: Über 3000 Tickets waren bereits weg. Es ist alles vorbereitet, betont SG-Geschäftsführer Thomas Deters: Wir sind guter Dinge. Das gilt für alle organisatorischen, aber auch sportlichen Aspekte. Definitiv fällt nur der langzeitverletzte Innenverteidiger Robin Schuster aus. Ein Fragezeichen steht weiterhin hinter Felice Vecchione, den Adduktorenprobleme plagen. Der Rest ist an Bord, weshalb Rehm die Qual der Wahl hat. Zum Beispiel im Sturm, wo für zwei Positionen mit Tobias Rühle, Manuel Fischer und Sahr Senesie drei heiße Kandidaten zur Verfügung stehen. Oder auf den offensiven Flügeln, wo sich Simon Skarlatidis, Shqiprim Binakaj und Denis Berger die größten Hoffnungen auf die beiden Planstellen machen dürfen.

Aspachs Trainer hat sich in den vergangenen Tagen aber auch intensiv mit dem Kontrahenten aus Wolfsburg beschäftigt. Beim Meister der Regionalliga Nord verteilen sich die Leistungsträger ebenfalls auf alle Mannschaftsteile. Torwart Patrick Drewes ist die Nummer drei bei den VfL- Profis. In Tobias Henneböle machte Rehm einen kopfballstarken Innenverteidiger aus, dessen Nebenmann Julian Klamt sei der ruhende Pol. Im defensiven Mittelfeld zieht Bastian Schulz die Fäden. Pfeilschnell sind die beiden Außenbahnspieler: Zum einen Nico Granatowski, zum anderen der auch extrem torgefährliche Justin Eilers (17 Treffer). Willi Evseev ist eine weitere starke Offensivkraft und Kevin Scheidhauer ein Topstürmer, mit 20 Treffern in nur 25 Spielen Zweiter der Torschützenliste im Norden. Da sind schon ein paar Kracher drin, sagt SG-Trainer Rehm, erstarrt aber nicht in Ehrfurcht: Wir haben auch nicht die schlechteste Truppe. Heute Abend ist der richtige Moment gekommen, das erneut zu beweisen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 28. Mai 2014


Die Spannung steigt

Die SG Sonnenhof Großaspach fiebert den Relegationsspielen um den Drittliga-Aufstieg gegen den VfL Wolfsburg II entgegen. Anpfiff in der comtech Arena ist morgen Abend um 19 Uhr.

Die Mannschaft von Cheftrainer Rüdiger Rehm hat bislang eine beeindruckende Saison gespielt und sich verdient den Meistertitel in der Regionalliga Südwest gesichert. Nun wartet auf die SG die finale Herausforderung gegen die Bundesliga-Reserve des VfL Wolfsburg, um den für den Verein historischen Sprung in die Dritte Liga zu schaffen. „Wir werden diese beiden Spiele angehen, wie wir alle bisherigen Partien angegangen sind. Wir werden uns gewissenhaft auf den Gegner vorbereiten, aber der Hauptfokus liegt auf unserem eigenen Spiel“, so Rehm. Die Wölfe haben sich erst am letzten Spieltag in einem spannenden Finish das Ticket für die Relegation gesichert. Das Team von Trainer Valerien Ismael konnte dabei einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg drehen und schaffte es damit, den ärgsten Verfolger Werder Bremen II auf Distanz zu halten. „Wolfsburg ist eine körperlich robuste Truppe, die über eine starke Defensive und Offensive verfügt. Es ist aber völlig klar, dass der Meister der Regionalliga Nord kein leichter Gegner ist und nur wenige Schwächen hat. Wenn wir unsere Hausaufgaben machen und die Vorgaben umsetzen, dann werden wir auch erfolgreich sein“, ergänzt der 35-Jährige und fügt hinzu: „Das Spiel ist nicht nur für uns, sondern für die gesamte Region etwas Besonderes. Wir werden am Mittwoch versuchen, das Feuer auf dem Platz zu entfachen und die Zuschauer mitzunehmen.“

Für das erste Highlight vor heimischer Kulisse hat Rehm bis auf den langzeitverletzten Robin Schuster alle Mann an Bord. Auch der zuletzt mit Adduktorenproblemen kämpfende Felice Vecchione sollte wieder einsatzfähig sein. Somit hat der Cheftrainer viele Möglichkeiten im Hinblick auf seine Startelf und verweist erneut auf das Erfolgsrezept: „Der Teamgedanke steht über allem.“ Selbstvertrauen haben sich seine Jungs durch den souveränen Auswärtssieg am letzten Spieltag bei 1899 Hoffenheim II auf jeden Fall noch einmal geholt.

Morgen Vormittag wird die Mannschaft noch eine leichte Trainingseinheit absolvieren, ehe es dann am Abend darum geht, ein erfolgreiches Relegationshinspiel abzuliefern. Anpfiff in der comtech Arena ist am Mittwochabend um 19 Uhr.


Zusätzliche Informationen zum Ticketing

Für das Relegationshinspiel wurden bislang knapp über 3.000 Tickets verkauft. Karten sind morgen Vormittag von 9.30 bis 13 Uhr noch auf der SG-Geschäftsstelle im Sportpark Fautenhau oder ab 17.30 Uhr an den Tageskassen erhältlich. Die Pforten der comtech Arena öffnen dann um 17.45 Uhr.


Fahrt nach Wolfsburg am Sonntag

Am Sonntag fällt beim Rückspiel in der Wolfsburger VfL-Arena die endgültige Entscheidung über Aufstieg 3. Liga und Verbleib in der Regionalliga. Um unsere Mannschaft in diesem wichtigen Spiel zu unterstützen, werden auch Fanbusse eingesetzt. Dabei werden zwei verschiedene Optionen abgeboten:

a) Fan-Bus

Dieser Bus fährt um 05:00 Uhr vom Parkplatz P0 im Fautenhau los.
Bei Interesse können sich die SG-Anhänger bei unserem Fanbeauftragten Tilo Tietz unter (fan@sg94.de und Mobil 0151/29105035) melden.

b) SG-Bus

Dieser Bus fährt um 05:30 Uhr vom Parkplatz P0 im Fautenhau los.
Bei Interesse bitte melden unter (info@sg94.de/07191/220993302) melden.


Tüfteln am Plan, der Wolfsburg zu Fall bringen soll

Fußball-Regionalligist Großaspach bereitet sich akribisch aufs Relegations-Hinspiel um den Drittliga-Aufstieg vor Anpfiff im Fautenhau ist morgen um 19 Uhr

Die Spannung steigt, die Kulisse wächst. Fürs morgige Relegations-Hinspiel um den Drittliga-Aufstieg (19 Uhr, Comtech-Arena) sind mittlerweile rund 2200 Tickets weg. Die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach wollen sich im eigenen Stadion gegen den VfL Wolfsburg II eine möglichst gute Ausgangsposition fürs Rückspiel am Sonntag erarbeiten.

Der Abpfiff in Hoffenheim war der Anpfiff für die Vorbereitungen auf die beiden Duelle mit der Wolfsburger Erstliga-Reserve, dem Meister der Regionalliga Nord. Nach der gelungenen Generalprobe (3:0) begann Trainer Rüdiger Rehm umgehend damit, alle möglichen Informationen über den Rivalen zusammenzutragen und Videomaterial zu sichten. Über die Erkenntnisse redete der 35-Jährige gestern Nachmittag im Rahmen einer Presserunde, bei der zudem Sportdirektor Joannis Koukoutrigas und Kapitän Daniel Hägele dabei waren.

  • Wir werden diese Spiele angehen, wie wir alle Spiele angegangen sind. Wir werden uns auf den Gegner vorbereiten und die Mannschaft einstellen, damit sie weiß, was auf sie zukommt. Der Hauptfokus liegt aber auf unserem eigenen Spiel wie können wir die Schwächen, die Wolfsburg auch hat, für uns nutzen, wie können wir die Stärken im Zaum halten. Der Gegner kann aber auch ganz anders agieren, als er dies in den vergangenen Wochen getan hat. Dann müssen wir während des Spiels reagieren. Wenn wir unsere Hausaufgaben gemacht haben und unsere Leistung abrufen, werden wir erfolgreich sein. Wir werden dem Gegner auf alle Fälle alles abverlangen.
  • Wir hatten zuletzt Scouts in Bremen und Wolfsburg und haben Videomaterial gesammelt. Wolfsburg hat einen Unterschied zu normalen zweiten Mannschaften: Sie hatten über die gesamte Saison drei Spieler in ihren Reihen, die älter als 23 Jahre sind und eine gewisse Erfahrung mitbringen. Sie sind körperlich robuster. Sie haben eine starke Defensive, eine starke Offensive. Bei einem Meister findet man halt mehr Stärken. Die Schwächen, die wir gefunden haben, wollen wir eiskalt ausnutzen. Welche das sind, dazu kein weiterer Kommentar. Wir werden einen Plan haben mal sehen, ob er dann auch aufgeht.
  • Wir haben alle Mann an Bord einmal abgesehen von Robin Schuster, der bereits ein halbes Jahr ausfällt. Felice Vecchione hat Adduktorenprobleme, aber ich denke, dass wir ihn bis Mittwoch hinbekommen. Wir haben einen breiten Kader, deshalb wird es Härtefälle geben. Der Teamgedanke muss aber über dem Einzelnen stehen. Es spielen nicht unbedingt die elf Besten, sondern es spielt die Elf, die am besten zum Gegner passt. Es gibt viele Varianten. Ich habe wieder mehr Möglichkeiten als vor fünf Wochen das ist für mich angenehmer.
  • Wir wollen gewinnen. Es wäre auch kein Beinbruch, wenn wir ein Tor kriegen sollten. Wir können auswärts immer nachlegen. Wichtig ist, dass wir gewinnen.
  • Ich habe mit Alexander Zorniger über die Situation geredet. Leipzig hatte bei seiner erfolgreichen Relegation um den Drittliga-Aufstieg vor einem Jahr auch das Heimspiel am Mittwoch und dann das Auswärtsspiel am Sonntag. Wir haben uns ausgetauscht, ich habe meine Schlüsse daraus gezogen und werde meinen individuellen Plan finden.
  • Das Spiel ist für die gesamte Region etwas Besonderes. Drittliga-Fußball gabs zwischen Stuttgart und Hoffenheim beziehungsweise Mannheim in den letzten 20, 25 Jahren nicht. Jeder muss sagen: Drittliga-Fußball vor der eigenen Haustür wäre etwas Tolles, wäre für die Region fantastisch. Wir werden am Mittwoch das Feuer auf dem Platz entfachen, die Zuschauer müssen dann mitmachen. Ich erwarte 5000 Zuschauer, alles andere wäre für mich enttäuschend.
  • Es ist eine überragende Saison, die so nicht eingeplant war. Wir haben in den letzten Jahren kontinuierlich gearbeitet, die Regionalliga-Meisterschaft war das i-Tüpfelchen. Es ist sensationell, was Mannschaft und Trainerstab und der gesamte Verein geleistet haben.
  • Wir haben uns natürlich auch mit der Dritten Liga beschäftigt, wir mussten ja beide Szenarien durchspielen. Wenn wir aufgestiegen sein sollten, haben wir genug Zeit für die Planungen. Unsere Jungs hätten sich die Dritte Liga verdient, wir würden den Kader nur sinnvoll ergänzen. Wir halten an unserem Konzept fest, die Spieler könnten auch im Aufstiegsfall ihre Ausbildung oder ihr Studium beenden, sich ein zweites Standbein aufbauen.
  • Wir haben einen guten Spielerrat, einen guten Kapitän die haben etwas Gutes ausgehandelt und hätten das verdient.
  • Wir sind froh, dass wir eine Klasse-Saison gespielt haben. Wir haben uns diese zwei zusätzlichen Partien verdient, es werden echte Highlight-Spiele. Die ganze Mannschaft freut sich riesig darauf. Vor einem solchen Spiel muss sich niemand extra motivieren. Wir haben die ganze Saison darauf hingearbeitet. Da ist jeder richtig heiß drauf.
  • Wir wissen, dass der VfL Wolfsburg II sehr gute Spieler hat. Wir müssen aber auf uns schauen, uns zu 100 Prozent reinhauen, unser Ding machen, alles abrufen dann haben wir gegen jeden Gegner eine gute Chance.

Drittliga-Lizenz für die SG, Vertragsverlängerung mit Rehm

Am gestrigen Montag erhielt der Regionalligist aus dem Fautenhau eine wichtige Nachricht aus Frankfurt am Main: Der Deutsche Fußballbund (DFB) teilte der SG Sonnenhof Großaspach mit, dass ihr die nötige Lizenz für die Dritte Liga erteilt wurde. Nun gilt es für die SG-Kicker, auf dem Rasen nachzuziehen.

Keine langen und zähen, sondern überhaupt keine Verhandlungen waren nötig, um die weitere Zusammenarbeit zwischen der SG Sonnenhof Großaspach und Trainer Rüdiger Rehm zu besiegeln. Durch den Einzug in die Relegationsspiele verlängerte sich dessen Vertrag automatisch um eine weitere Saison.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 27. Mai 2014


Duell mit Wolfsburg II: Über 1800 Tickets verkauft

Großaspach hofft im Relegations-Hinspiel am Mittwoch um 19 Uhr in der heimischen Comtech-Arena auf über 3000 Zuschauer

Endlich kennt die SG Sonnenhof Großaspach ihren Relegations-Rivalen. Auf dem Weg in die Dritte Liga muss der VfL Wolfsburg II aus dem Weg geräumt werden. Ein richtig harter Brocken, ordnet Trainer Rüdiger Rehm den Nord-Meister ein. Im Hinspiel am Mittwoch (19 Uhr) baut die SG auf den Heimvorteil: Über 1800 Tickets wurden bereits verkauft.

(stg). In den vergangenen Wochen hatten sich die Aspacher in Geduld zu üben. Nur ganz langsam verkleinerte sich der Kreis der möglichen Kontrahenten in den Relegationsspielen. Ende April war klar, dass es die SG entweder mit dem Meister aus dem Norden oder dem Nordosten zu tun bekommt. Mitte Mai nach dem eigenenMeisterstück wurde der Südwest-Vertreter dem Norden zugelost. Eine Frage blieb trotzdem noch ungeklärt: Wartet der VfL Wolfsburg II oder fängt Werder Bremen II den Tabellenführer noch ab Die Antwort gab es erst am vergangenen Samstagnachmittag und zwar zeitgleich zum letzten SG-Punktspiel in Hoffenheim. Die Folge: Aspachs Verantwortliche schauten auf der Tribüne des Dietmar-Hopp-Stadions vielleicht häufiger im Internet nach, wie sich das Titelrennen in der Regionalliga Nord entwickelt, als dass sie ihre Blicke auf das Geschehen auf dem Rasen richteten.

Wolfsburg II machte es spannender, als es im Vorfeld zu erwarten war. Das Team von Trainer Valérien Ismaël handelte sich zu Hause gegen den Hamburger SV einen 0:2-Rückstand ein und war virtuell lediglich Zweiter, als Bremen II gegen Norderstedt das 1:0 erzielte. Am Ende half Werder aber nicht einmal ein 5:0-Kantersieg, weil die VfL-Reserve das Blatt noch wendete und mit dem 3:2-Erfolg alles klar machte.

Das wird eine ganz schwierige Aufgabe, ahnt Aspachs Trainer. Rehm kennt die Statistiken. Und die weisen Wolfsburg als die Truppe in der Regionalliga Nord aus, die mit Abstand die meisten Tore erzielte (85) und zugleich auch die wenigsten Treffer kassierte (28). Der SG-Coach hat aber auch genug Vertrauen ins Leistungsvermögen des eigenen Teams, um im Brustton der Überzeugung sagen zu können: Es wird zwei Spiele auf Augenhöhe geben, die wir mit aller Macht für uns entscheiden oder zumindest so gestalten wollen, dass wir am Ende durchkommen. Nun gelte es, ganz professionell zu regenerieren und sich gut vorzubereiten. Für Rehm bedeutet das, alle Infos zu sammeln, die über den Gegner zu bekommen sind. Er wird also telefonieren und Videos sichten. Mal sehen, was sich der Trainer so einfallen lässt, wie er uns vorbereitet, ist SG-Kapitän Daniel Hägele gespannt: Wir wollen zu Hause kein Tor kriegen, das ist unser erstes Ziel jetzt. Mal gucken, was dann passiert.

Für die mit Spannung erwartete Partie in der Comtech-Arena sind bereits über 1800 Eintrittskarten über den Tisch gegangen. Es läuft richtig gut, freut sich SG-Geschäftsführer Thomas Deters: Wir freuen uns über die große Unterstützung aus der Region und gehen von über 3000 Zuschauern aus. Wer Tickets im Vorfeld erwerben und nicht Schlange stehen will, kann das in der Geschäftsstelle im Fautenhau tun. Die Tageskassen öffnen am Mittwoch um 17.30 Uhr. Für die Gegengerade werden 10, für alle Stehplätze 5 Euro fällig. Die Haupttribüne ist ausverkauft.

Die Vorbereitung fürs Heimspiel steht, erklärt Deters: Die war unabhängig vom Gegner. Nun gilt es, die Weichen für das Rückspiel in Wolfsburg am Sonntag um 14 Uhr zu stellen. Zum Beispiel will ein Hotel für eine Nacht gebucht sein. Das Team fährt am Samstag per Bus gen Norden und am Abend nach dem Spiel nach Hause. Die Fanbusse starten am Sonntag um 6 Uhr im Fautenhau. Anmeldungen werden unter folgender Telefonnummer angenommen: 07191/220993302.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 26. Mai 2014


Aufstiegsheld fiebert mit Ex-Klub

Leipzigs Trainer Alexander Zorniger ist am Mittwoch live dabei

Noch bastelt er in Leipzig am Kader. Am Mittwoch will Alexander Zorniger aber in Großaspach sein. Der Mann, der in der Messestadt mit dem Durchmarsch von der Regional- in die Zweite Bundesliga eine Fußball-Euphorie auslöste, ist als Augenzeuge dabei, wenn sein Ex-Klub um den Aufstieg in die Dritte Liga kämpft.

Alexander Zorniger hat mit seiner Mannschaft das bereits erledigt, was der Verein aus dem Fautenhau noch schaffen muss: Den Sprung in die nächsthöhere Liga. Mit RB Leipzig kletterte er in 24 Monaten von der vierten in die zweite Liga. 83000 Fans erlebten die letzten beiden Heimspiele live im Stadion mit. Zahlen, die kein anderer Drittligist aufweisen kann. Das hier ist eine völlig andere Ebene als bei einem anderen Regional- oder Drittligisten, sagt der 46-Jährige. Er spricht damit auch die finanziellen Mittel des Vereins an, bei dem der Backnanger Ralf Rangnick neben dem österreichischen Meister RB Salzburg als Sportdirektor die Vorgaben macht.

Die zwei Schwaben waren entscheidend daran beteiligt, dass die Liebhaber des Fußballs im Osten wieder Hoffnung haben, in den neuen Bundesländern einen Erstligisten langfristig etablieren zu können. Und das (noch) ohne Hooligans und andere Krawall-Fans. Hier haben wir einen Hype ausgelöst, berichtet der in Mutlangen geborene Coach, der die Ressentiments gegenüber seinem erst 2009 gegründeten Klub kennt: Zu unserer Arbeit gibt es Meinungen. Die müssen nicht deckungsgleich mit seiner sein, sofern Kritik fundiert ist. Populistische Sprüche wie von Hans-Joachim Watzke ohne Hintergrundwissen, gehen Zorniger aber gewaltig gegen den Strich. Denn: Den wahren ehrlichen Fußball gibts im Profifußball nicht. Das Geld regiert. In Dortmund, wie in München, Stuttgart oder Leipzig, der Stadt in der der Deutsche Fußball-Bund 1903 gegründet wurde und aus der mit dem VfB Leipzig der erste Deutsche Meister kam.

Großaspachs Ex-Trainer nimmt für seinen RB ein Alleinvertretungsrecht für die Kickerei in der 520000 Einwohner großen Metropole auch gar nicht in Anspruch: Zu dieser Stadt gehören Chemie und Lok ganz wesentlich. Wahr ist aber auch, dass sich bei diesen beiden Klubs wie bei ihren Vorgängervereinen Erfolge und Bankrotte regelmäßig abwechselten. Nun hat die Mehrzahl der Fußballfreunde in und um Leipzig eben den Neuling ins Herz geschlossen und hofft, dass der die Sehnsucht nach Erstligafußball stillt.

Eine erstaunlich hohe Erwartungshaltung gegenüber einem Zweitliga-Neuling. Doch Zorniger sagt: Wir haben extreme Möglichkeiten. Aber: Woanders wird auch gut gearbeitet. Frühere Größen wie Kaiserslautern, 1860 München, Fürth oder die Absteiger Braunschweig und Nürnberg streben zurück in die Erste Bundesliga. Zudem: Eigentlich hatten wir schon vor dieser Saison gesagt: Konsolidierung ist auch mal gut.

Ein Satz, der in Aspach bekannt ist und beherzigt wird. Bei der SG Sonnenhof gings bisher nach jedem Aufstieg Schritt für Schritt voran. Erst in der Verbands-, dann in der Ober- und jetzt in der Regionalliga. Dort folgte auf die erste eher schwierige Runde das erste Jahr Zorniger. Erfolg Eher mäßig. In der zweiten Saison gings das erste Mal um den Titel, den am Ende eines packenden Duells die Stuttgarter Kickers gewannen. Danach verabschiedete sich Zorniger kurz vor der Runde nach Leipzig.

Heute sagt der Fußballehrer dazu: Ein Schritt, der mir nicht leichtfiel, aber die Konsequenz aus dem war, was ich meinen Spielern immer sage: Gehe an deine Grenzen. Zudem: Die Entscheidung war für mich nicht schlecht und für Aspach auch nicht. Schließlich läufts im Fautenhau unter seinem Nachfolger Rüdiger Rehm weiterhin sehr gut. Im ersten Jahr reichte es noch nicht ganz. In der zweiten Saison gehts nun in zwei Entscheidungsspielen gegen den Nordmeister um den Aufstieg. Eine Situation, die Zorniger vor zwölf Monaten ebenfalls mitmachte und erfolgreich bewältigte.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 24. Mai 2014