RL | Montag, 26. Mai 2014 (ZVW)
Skarlatidis Weg nach oben

SG Sonnenhof Großaspach vor Aufstieg

Simon Skarlatidis ist optimistisch. Grundsätzlich. Gerade erst hat er die schriftliche Prüfung zum Kaufmann für Bürokommunikation hinter sich gebracht. Das Ergebnis? Wird schon passen. Und genauso soll es auch am Mittwoch kommen, wenn die SG Sonnenhof Großaspach im ersten Aufstiegsspiel zu 3. Liga VfL Wolfsburg II erwartet.

Simon Skarlatidis (22) ist Waiblinger, zählt bei der SG Sonnenhof aber schon zum festen Inventar. Seit 2009 spielt er für die Aspacher. Im ersten Jahr noch A-Jugend und zweite Mannschaft, doch bereits da ist er zweimal in der Regionalligamannschaft eingesetzt worden.

Genau das war sein Ziel gewesen. Nach Jugendstationen bei TSG Backnang, SV Fellbach und VfB Stuttgart wollte er sich in der ersten Aspacher Mannschaft durchsetzen. Um das zu schaffem „muss man etwas tun, aber ich war immer optimistisch.“

Der Anfang allerdings sei schwierig gewesen. Vor allem unter Trainer Alexander Zorniger musste Skarlatidis viel lernen. Zorniger legt großen Wert auf Taktik. Die Laufwege müssen stimmen. „Da musste ich oft sehr geduldig sein“, sagt Skarlatidis. Der Trainer sicher auch.

Simon Skarlatidis aber hat Zornigers Lektionen offenbar gelernt. Der Mittelfeldspieler hat verinnerlicht, dass man auch als Offensivspieler „genauso viel nach hinten tun muss“.

Im letzten Regionalligaspiel hat das die SG nicht mehr intensiv genug getan. Fünf Gegentore waren Trainer Rüdiger Rehm trotz Sieges gegen Wormatia Worms eindeutig zu viel. Wenn am Mittwoch um 19 Uhr zum Aufstiegshinspiel der VfL Wolfsburg II kommt, dürfe das nicht passieren. Es gilt, sich eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel am 1. Juni zu schaffen.

„Wir sind alle heiß auf die Aufstiegsspiele“

Die 3. Liga winkt. „Wir sind alle richtig heiß auf das Spiel“, sagt Skarlatidis. Klappt es, wäre das schon wieder eine neue Stufe in der flotten Karriere des Waiblingers. Im SG-Regionalligateam hat er seine Einsatzzeiten immer weiter ausgebaut. Schon in der vergangenen Saison zählte er zum Stammpersonal, diesmal musste er sich wegen einer Innenbandverletzung zunächst mit der Jokerrolle begnügen. In der Rückrunde aber stand er fast immer in der Startformation. Fünf Tore steuerte er bei.

Parallel zum Fußball macht er seine Ausbildung bei fairsport, der Agentur von Uli Ferber. „Es ist wichtig, ein zweites Standbein zu haben“, sagt der 22-Jährige. Im Fokus aber steht Fußball, was im Hause Skarlatidis generell so ist. Vater Kiriakos und Onkel Ilias haben früher unter anderem beim SC Korb in der Verbandsliga gespielt und sind bei Simons Spielen meist dabei. Und wieviel reden die dem Jungen rein?

Da lacht der herzlich. „Die beiden sind meine Vorbilder“, sagt er nur. „Sie geben mir schon den einen oder anderen Tipp und sind positiv kritisch.“ Positiv? „Ja“, sagt Simon Skarlatidis. „Denn wenn's nicht so gut war, meide ich schon mal die Gespräche. Wir Griechen sind ja schon temperamentvoll.“ Und dass es dann auch mal laut werde, das könne man doch den Nachbarn nicht zumuten.

Simon Skarlatidis aus Waiblingen (hier beim Schuss) hat es beim Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach in die Stammelf geschafft. Jetzt will er mit ihr auch in die 3. Liga aufsteigen. Foto: ZVW

Simon Skarlatidis aus Waiblingen (hier beim Schuss) hat es beim Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach in die Stammelf geschafft. Jetzt will er mit ihr auch in die 3. Liga aufsteigen.Foto: ZVW

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung am 23. Mai 2014