RL | Montag, 9. September 2013 (BKZ)
Sonnenhof befindet sich wieder auf Kurs

RL Südwest, 8. SpT:
FC 08 Homburg - SG Sonnenhof Großaspach   0:3 (0:1)

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Mit einem auch in der Höhe verdienten 3:0-Sieg beim FC Homburg im Verfolgerduell der Fußball-Regionalliga korrigierte die SG Sonnenhof Großaspach ihre am Mittwoch erlittene 0:2-Heimniederlage gegen Kickers Offenbach. Die Schwaben festigten den zweiten Tabellenplatz und sind nun punktgleich mit Spitzenreiter FSV Mainz 05 II.

Von Markus Hagen - Großaspach begann die Partie beim Tabellendritten FC Homburg vor 1420 Zuschauern im Waldstadion mit Offensivaktionen. Dabei profitierte der SG von der auf gleich vier Positionen neu formierten Homburger Mannschaft, die unter anderem mit Zugang Enis Hajri (zuvor 1. FC Kaiserslautern II) in der Innenverteidigung auflief. Die Unstimmigkeiten in der Hintermannschaft der Saarländer führten bereits in der Anfangsphase zu gefährlichen Szenen vor dem FCH-Tor. Schon nach zwei Minuten hätte Großaspach in Führung gehen können, als der Gast im gegnerischen Strafraum ein Überzahlverhältnis von 3:1 hatte. Shqiprim Binakaj setzte aber aus sechs Metern den Ball freistehend neben das Tor.

Erst nach einer Viertelstunde hatte der FC Homburg seine erste gefährliche Torszene, als Giancarlo Pinna mit einem Freistoß knapp den SG-Kasten verpasste. Die Gastgeber kamen nun etwas besser ins Spiel. Alban Ramaj scheiterte freistehend am Aspacher Torhüter Kevin Kunz (22.). Vier Minuten später wurde ein Kopfball von Andreas Gaebler gerade noch von einem Abwehrspieler von der Torlinie gekratzt. Nach einem Foul von Kai Gehring an Claudio Bellanave (28.) gab es einen berechtigten Foulelfmeter für den FCH. Aber Andreas Gaebler schoss so schwach, dass Torwart Kunz keine Mühe hatte, den Ball zu halten.

Die SG Sonnenhof überstand diese 15 druckvollen Minuten der Homburger mit etwas Glück, um dann selbst wieder zu gefährlichen Aktionen vor dem Tor des Gastgebers zu kommen. Denis Berger scheiterte (30.) am Homburger Torhüter Edin Sancaktar. Eine Minute später zog Kuhn aus 15 Metern von halbrechter Position ab. Der Ball ging an den Innenpfosten, war aber dann über der Torlinie, wie einer der beiden Schiedsrichterassistenten angezeigt hatte. Großaspach führte zur Pause mit 1:0.

Vier Minuten nach dem Seitenwechsel konterte Großaspach. Tobias Rühle spielte Kuhn frei. Dieser verwandelte aus fünf Metern zum 2:0. Der FC Homburg war zwar bemüht, aber Großaspach hatte noch einige Möglichkeiten. So traf Rühle (64.) den Pfosten. Nach einem Foul von Lutz Radojewski an Daniel Hägele verwandelte Michele Rizzi den fälligen Strafstoß (78.) zum verdienten 3:0-Sieg für die SG Sonnenhof Großaspach.

Für die SG läuft es laut Rehm und Kuhn optimal

Große Freude beim Trainer und auch beim zweifachen Torschützen

(mh/hes). Der zweifache Torschütze der SG Sonnenhof Großaspach, Moritz Kuhn, sprach von einem verdienten Sieg seiner Mannschaft: „Es ist optimal für uns gelaufen. Wir standen in der Abwehr ganz gut und haben hier kaum etwas zugelassen.“ Er freute sich natürlich über seine beiden Treffer. Etwas Glück habe seine Mannschaft dann auch gehabt, als Homburg seinen Elfmeter nicht verwandelt hatte. Grund zur Freude hatte auch SG-Trainer Rüdiger Rehm. Er sagte: „Es war kein leichtes Spiel für uns in Homburg, um so schöner ist der Sieg.“ Der Coach war zufrieden, dass seine Mannschaft nach der Niederlage gegen Offenbach als Einheit aufgetreten sei. „Jeder hat Vollgas gegeben und den Willen zur absoluten Leistungsbereitschaft ab der ersten Minute gezeigt“, so der Trainer. In der ersten Halbzeit habe auch der FC Homburg seine Torchancen gehabt. „Mit dem 1:0 im Rücken fiel es uns dann leichter.“ Der Sieg sei verdient gewesen. Rehm war sehr stolz auf seine Mannschaft, die die richtige Reaktion nach der Niederlage gegen Offenbach gezeigt habe.

Auch Homburgs Trainer Christian Titz sprach von einem verdienten Sieg der Großaspacher. „Wir hatten zwar 20 Minuten gute Möglichkeiten, aber wir waren beim Rückstand einfach zu unkonsequent in der Abwehr.“ In der zweiten Halbzeit habe Homburg einfach zu wenig gezeigt, um das Spiel zu drehen.

Mit dem Erfolg in Homburg zog Großaspach in der Tabelle mit Spitzenreiter FSV Mainz 05 II nach Punkten gleich. Darauf ausruhen können sich die Schwaben nicht, denn bereits am Mittwoch steht die nächste Partie an. Die Rehm-Elf holt ihre Begegnung aus dem Achtelfinale des WFV-Pokals nach. Ab 17.15 Uhr kickt der Regionalligist beim SC Geislingen, der in der Landesliga-Staffel 2 auf dem zweiten Tabellenrang steht.

Spielstatistik:

FC Homburg: Sancaktar – Gaebler, Noll, Hajri, Tewelde – Pinna (40. Lutz), Klinger (46. Kilian), Keseroglu (64. Radojewski), Bellanave – Gerlinger, Ramaj.
SG Sonnenhof Großaspach: Kunz – Vecchione, Gehring, Schuster, Kienast – Kuhn (72. Skarlatidis), Rizzi, Hägele, Binakaj – Berger (60. Fiand), Rühle (54. Fischer).
Tore: 0:1 (32.) Kuhn, 0:2 (49.) Kuhn, 0:3 (78./Foulelfmeter) Rizzi.
Schiedsrichter: Schlager (Rastatt).
Zuschauer: 1420.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 9. September 2013


Hohe Hürde Homburg: SG will drüber

Fußball-Regionalligist Großaspach tritt am Samstag als Tabellenzweiter zum Verfolgerduell beim Dritten im Saarland an

Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach nach der Heimpleite gegen Kickers Offenbach nicht. Schließlich steht die nächste schwierige Aufgabe bevor: Am Samstag (14 Uhr) tritt das Team von Trainer Rüdiger Rehm zum Verfolgerduell beim FC Homburg an. Der Zweite will beim Dritten etwas Zählbares erobern.


Schwört seine Mannschaft auf das schwierige Auswärtsspiel am Samstag in Homburg ein: SG-Trainer Rüdiger Rehm. Foto: A. BecherVon Steffen Grün - Der Mittwoch war für den Sonnenhof ein gebrauchter Tag. Fast nichts klappte beim 0:2 gegen den Traditionsklub vom Bieberer Berg, die zweite Heimpleite in Folge war die logische Konsequenz. Davon, die Leistung schönreden zu wollen, ist der Trainer weit entfernt. „Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden, waren nicht aggressiv genug“, räumt Rehm ein. Nur: Sich länger mit dem Blick in den Rückspiegel aufzuhalten, lehnt der 34-Jährige ab. „Wir müssen das Spiel abhaken“, sagt der Ex-Profi mit der Erfahrung aus 188 Zweitligaspielen und rückt die Verhältnisse bei aller Enttäuschung gerade. „Nichts ist passiert. Wir haben ein Spiel verloren. Mehr nicht.“

Tatsächlich hat Aspach mit 15 Punkten aus 7 Spielen, mit 5 Siegen und nur 2 Niederlagen, nach wie vor einen starken Saisonstart hingelegt. Der Vorjahresvierte aus dem Fautenhau belegt hinter der Mainzer Erstliga-Reserve, die 18 Zähler auf ihrem Konto hat, den zweiten Platz. Dritter sind die Homburger, womit eigentlich schon alles zur Bedeutung des Duells am Samstag gesagt ist. Es geht für beide Teams darum, durch einen Sieg gegen eine andere Spitzenmannschaft die eigenen hohen Ambitionen zu unterstreichen. Rehm hegt hohen Respekt vor den Hausherren, die sich im Sommer sehr gut verstärkt hätten und mit den Homburgern der Vorsaison nicht mehr zu vergleichen seien. Für den SG-Trainer ist der Verein, der zwischen 1986 und 1990 drei Jahre zur deutschen Eliteliga zählte, „ein heißer Anwärter auf die ersten beiden Plätze und ein Gegner, der uns alles abverlangen wird“. Er sieht in den Saarländern „eine so ähnliche Mannschaft wie Offenbach, vielleicht noch etwas spielstärker“.

Hat Rehm recht, muss sich seine Truppe im Vergleich zum 0:2 gegen die Kickers am vergangenen Mittwoch deutlich steigern, wenn Zählbares herausspringen soll. Zutrauen tut es der Trainer seinen Schützlingen ganz ausdrücklich: „Wir können überall punkten, dafür sind wir stark genug.“ Vor allem auswärts lief es bislang rund, hier ist die Weste nach dem 1:0 in Baunatal, dem 2:1 in Ulm und dem 5:1 bei Eintracht Frankfurt II noch weiß. Aber: Umgekehrt hat Homburg zu Hause in drei Begegnungen noch keinen Punkt abgegeben. Aus Aspachs Sicht soll natürlich diese Serie reißen, nicht die eigene. Mit welchem Personal die SG die schwere Aufgabe angeht, lässt Rehm offen. Trotz der Niederlage sei es denkbar, mit derselben Formation wie gegen Offenbach zu beginnen. Möglich seien aber auch einige Änderungen. „Die, die draußen saßen, müssen mir zeigen, dass sie unbedingt rein wollen.“ Vieles spricht für Umstellungen im Sturm, den zuletzt mit Johannes Fiand und Denis Berger ein Duo bildete, mit dem vor der Runde keiner gerechnet hatte. Manuel Fischer und Tobias Rühle scharren mit den Hufen, während Sahr Senesie ein letztes Mal gesperrt ist. Sonst fehlt wohl nur Torwart Christopher Gäng (Muskelfaserriss im Oberschenkel).

 

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 6. September 2013


Heimniederlage abgehakt und Blick nach vorne gerichtet

Offizielle PM (M.Busch)

Aspach, 06. September 2013 – Nach der 0:2-Niederlage unter der Woche gegen Kickers Offenbach und der zweiten Heimpleite in Folge ist die SG Sonnenhof Großaspach am Samstag beim Spitzenspiel gegen den Tabellendritten aus Homburg gefordert und will beim Traditionsverein möglichst wieder punkten.

Der englischen Woche geschuldet blieb den Kickern der SG nicht viel Zeit, um an die Niederlage gegen Offenbach zu denken. Neben der notwendigen Regeneration richtete sich der Blick vor allem schnell auf den kommenden Gegner. Mit dem FC 08 Homburg wartet am Samstag bereits das nächste Top-Team auf die Rehm-Elf. Die Saarländer rangieren aktuell auf Platz drei in der Tabelle und sind vor allem im heimischen Stadion bislang punktverlustfrei. Für Rüdiger Rehm zählt der ehemalige Bundesligist nicht nur deswegen zu den absoluten Aufstiegskandidaten: „Sie haben sich im Sommer gut verstärkt. Sie sind sehr kompakt und dazu spielstark“, so der 34-Jährige. Das belegen auch die Zahlen. Mit erst fünf Gegentoren gehört die Defensive zu den besten der Liga, die 16 geschossenen Tore dokumentieren die Gefährlichkeit in der Offensive. Trotzdem will die SG im Waldstadion ihre Chance nutzen und punkten. „Wir haben die Stärke dazu“, erläutert Rehm, dessen Mannschaft in dieser Saison auswärts noch eine weiße Weste hat. Damit das so bleibt, bedarf es aber einer Leistungssteigerung, „denn Homburg wird uns alles abverlangen.“

Ob es Veränderungen in der Startelf geben wird, entscheidet der SG-Coach nach dem Abschlusstraining. Personell fallen weiterhin der gesperrte Sahr Senesie und der verletzte Christopher Gäng aus.

Anstoß am Samstag ist um 14 Uhr.