RL | Freitag, 25. April 2014 (tai/BKZ)
Aspach zu Gast bei den "Roten Teufeln"

Regionalliga Südwest, 30. SpT
1.FC Kaiserslautern II - SG Sonnenhof Großaspach
Sa., 26.04. | 14:00 Uhr

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Ein Topduell an legendärer Stätte

Regionalliga-Spitzenreiter Großaspach reist auf den Betzenberg und trifft dort auf den Tabellenvierten Kaiserslautern II

Auf dem Weg zur Relegation in die Dritte Liga macht die SG Sonnenhof morgen auf dem Betzenberg Station. Ab 14 Uhr wird der Regionalliga-Spitzenreiter vom Vierten 1. FC Kaiserslautern II gefordert. Dort, wo einst Fritz Walter Fußball zelebrierte, kann Großaspachs Elf letzte theoretische Zweifel an der Qualifikation für die Aufstiegsspiele beseitigen.

(uwe/pm). Cheftrainer Rüdiger Rehm hatte seiner Mannschaft nach dem Erfolg im Heimspiel gegen Eintracht Trier drei freie Tage geschenkt, ehe am Ostermontag wieder geschwitzt wurde. Eine Maßnahme, dank der seine zuletzt stark beanspruchten Spieler Zeit bekamen, um sich für den Saisonendspurt zu erholen. Vor allem wegen der großen Verletztenliste war der Kader zuletzt doch recht ausgedünnt und einige Kicker mussten pausenlos ran. Mittlerweile ist der Fokus auf die Partie auf dem legendären Betzenberg gerichtet. Im WM-Stadion von 2006 empfängt der Vierte den Tabellenführer das Topduell der Liga. Auch wenn Aspach im Kampf um die zwei Plätze für die Aufstiegsspiele dank der Erfolgsserie der vergangenen Wochen nicht mehr den ganz großen Druck hat. Fünf Spiele vor Schluss hat die SG satte zwölf Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten SC FreiburgII. Gar 15 Zähler sinds bereits auf KaiserslauternII.

Die Formkurve der Pfälzer zeigte zuletzt allerdings konstant nach oben. Die Elf von Trainer Konrad Fünfstück gewann drei ihrer letzten vier Ligaspiele und rückte auf Rang vier vor. Zudem kassierte sie in der bisherigen Runde nur 23 Treffer und stellt damit die beste Defensive vor Großaspach und den Offenbacher Kickers (24). Das Team aus dem Fautenhau wiederum stellt zusammen mit dem Zweiten FSV Mainz 05II den torgefährlichsten Angriff (57 Treffer). Und: Die SG Sonnenhof ist mit 34 Punkten aus bislang 14 Partien in der Fremde die mit Abstand beste Auswärtself. Klar, dass es nicht so kurz vor Rundenschluss die erste Auswärtsniederlage setzen soll.

Motivation beziehen die Schwaben für den Vergleich mit den Pfälzern allerdings auch aus dem Hinspiel. Damals im Fautenhau trennten sich beide Teams 1:1, wobei den kleinen Roten Teufeln der Ausgleichstreffer erst in der 90. Minute per Foulelfmeter gelang. Das war damals unser fünftes Spiel in Folge ohne Heimsieg, und dafür wollen wir uns nun morgen rehabilitieren, erklärt Rüdiger Rehm, der allerdings auch gesteht: Wir freuen uns auch auf das tolle Stadion.

Der 35-Jährige weiß aber genau, welche Herausforderung auf seine Elf im Fritz-Walter-Stadion wartet: Kaiserslautern ist mit das spielstärkste Team der Liga. Zudem will sich dort jeder Spieler für höhere Aufgaben empfehlen. Einige haben den Sprung in die Zweitliga-Mannschaft bereits geschafft, was ein deutliches Zeichen für die lobenswerte Nachwuchsarbeit ist. Für Rehm steht fest: Das wird ein hartes Gefecht.

Deshalb ist es für die Aspacher gut, dass sich die Personalsituation zumindest ein wenig entspannt hat. Die zuletzt gelbrot-gesperrten Dennis Grab und Shqiprim Binakaj kehren wieder in den Kader zurück. Allerdings muss Innenverteidiger Kai Gehring noch ein Spiel auf der Strafbank absitzen. Auch die verletzten Robin Schuster, Manuel Fischer, Sahr Senesie, Daniel Hägele, Marius Jurczyk und Sebastian Gleißner fehlen weiterhin. Zumindest die drei Letztgenannten befinden sich aber immerhin schon wieder im Lauftraining. Ein Einsatz in Kaiserslautern dürfte aber sicher zu früh sein. Zumal die Qualifikation für die Aufstiegsspiele nur noch rechnerisch nicht ganz in trockenen Tüchern ist.

Auf dem Weg in die Aufstiegsrelegation nicht mehr zu stoppen: Tobias Rühle (rechts) und Simon Skarlatidis, die in Kaiserslautern letzte theoretische Zweifel beseitigen wollen.Foto: A. Becher

Auf dem Weg in die Aufstiegsrelegation nicht mehr zu stoppen: Tobias Rühle (rechts) und Simon Skarlatidis, die in Kaiserslautern letzte theoretische Zweifel beseitigen wollen. Foto: A. Becher

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 25. April 2014


(tai) Dass unser Spitzenreiter mit 32 Punkten die beste Rückrundenmannschaft der Liga stellt, ist nicht die große Überraschung. Nicht unbedingt zu erwarten ist aber die Nachricht, das der kommende Gegner in dieser Statistik auf Rang 2 liegt. Die "Kleinen Teufel" des 1. FC Kaiserslautern spielen eine sehr gute Rückserie und sammelten so 25 ihrer insgesamt 51 Zähler ein, was aktuell den 4. Tabellenrang bedeutet. Das Spitzenspiel des 30. Spieltages in der Regionalliga Südwest steigt also am Samstag um 14:00 Uhr im schmucken Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg.

Gerne erinnern sich SG-Coach Rüdiger Rehm und seine Kicker an das Duell an gleicher Stelle vor einem Jahr. Nachdem torlos die Seiten gewechselt wurden überrannte die SG die Hausherren und siegte mit 4:0. Aufregend war auch das 1:1-Hinrundenspiel in der comtech Arena, als bis in die Nachspielzeit Großaspach mit 1:0 in Führung lag. Mit der letzten Angriffsaktion der Pfälzer ertönte die Pfeife des Unparteiischen. Es war nicht der Schlusspfiff, vielmehr klauten die Lauterer mit einem fragwürdigen Foulelfmeter den Fautenhauern zwei Punkte. Damals noch nicht im FCK-Jersey der Ex-Aspacher Thorsten Reiß, der zur Winterpause in Kaiserslautern anheuerte. Wir freuen uns auf das Wiedersehen.

Es wartet eine aufregende Partie, in der beide Mannschaften ihre Offensivstärken ausspielen können. Unserer SG ist die Teilnahme an den Aufstiegsspielen kaum noch zu nehmen, Kaiserslautern II möchte sicherlich die Minimalchancen auf den zweiten Rang (7 Punkte Rückstand auf Mainz II) wahren. Welche Topdefensive gibt sich eine Blöße?