RL | Mittwoch, 16. April 2014 (BKZ)
Kein Anhaltspunkt für Nachlässigkeiten

Regionalliga Südwest, 29. SpT
SG Sonnenhof Großaspach - Eintracht Trier
Do. 17.04. | 19 Uhr | comtech Arena

Großaspach will mit einem Heimsieg gegen Trier am Gründonnerstag gleich zwei Erfolgsserien ausbauen

Seit 17 Punktspielen ist Fußball-Regionalligist Großaspach ungeschlagen. Was spricht also dafür, dass der Spitzenreiter in den letzten sechs Partien ein Neun-Punkte-Polster auf den Dritten verdaddelt und die Relegation verfehlt Wenig. Fast nichts mehr, wenn die SG Sonnenhof am Donnerstag (19 Uhr, Comtech-Arena) den SV Eintracht Trier bezwingt.

Für Aspach hätte das vergangene Wochenende kaum besser laufen können. Da war zum einen die eigene Begegnung, die unter Bedingungen gewonnen wurde, die nur ein Fazit erlauben: Aus solchem Holz wird ein Meister geschnitzt. Mit dem letzten Aufgebot beim heimstärksten Regionalligateam in Neckarelz angetreten, verdaute die SG zunächst einen Rückstand und erzielte das 1:1. Nach den Ampelkarten für Shqiprim Binakaj und Dennis Grab entschärfte Torwart Christopher Gäng einen Foulelfmeter, ehe die Gäste in der Nachspielzeit in doppelter Unterzahl auch noch zum 2:1 trafen.Gekrönt wurde diese Achterbahnfahrt von den Patzern der Verfolger: Mainz II kam in Kassel über ein 1:1 nicht hinaus. Freiburgs Zweite verlor zu Hause gegen Frankfurt II mit 2:3. Aspachs Vorsprung auf den Zweiten wuchs auf acht Punkte an, sogar schon neun Zähler sind es auf den Dritten.

Wir können uns nur noch selbst stoppen, räumt SG-Trainer Rüdiger Rehm ein, äußert aber vorsichtshalber eine Warnung: Wir dürfen nicht annähernd nachlassen. Er hat aber keinerlei Anhaltspunkt für die Vermutung, seine Truppe könnte die Zügel schleifen lassen. Im Gegenteil: Ich spüre im Training schon wieder, wie heiß meine Spieler sind. Heiß darauf, die Serien auszubauen. Zum einen wollen die Aspacher im 18. Punktspiel nacheinander unbesiegt bleiben, zum anderen soll gegen Trier der achte Heimsieg in Folge gelandet werden. Wir möchten in der Erfolgsspur bleiben, verkündet Rehm die Marschroute für die noch verbleibenden sechs Duelle, in denen es auch darum geht, für die alles entscheidenden Relegationsspiele im Rhythmus zu bleiben und keinesfalls aus dem Tritt zu geraten: Wir wollen den Vorsprung nicht irgendwie über die Runden retten, sondern unsere Entwicklung weiter fortsetzen.

Obwohl die Gäste 2014 bislang nur einen Sieg schafften und sich aus dem Rennen um die ersten zwei Plätze verabschiedeten, rechnet Aspachs Trainer erneut mit einem Rivalen, der uns alles abverlangt. Es gelte, die Konzentration hoch zu halten, um der andauernden Personalnot wieder trotzen zu können. Wie in Neckarelz fallen Robin Schuster, Manuel Fischer, Sebastian Gleißner, Sahr Senesie, Daniel Hägele und Marius Jurczyk verletzt aus. Den zweiten Teil seiner Rotsperre brummt Kai Gehring ab. Zusätzlich fehlen nun Grab und Binakaj, die nach ihren Ampelkarten ein Duell aussetzen müssen. Zwei Lichtblicke gibts aber auch: Tobias Rühle hat seine muskulären Probleme auskuriert und steht ebenso wieder zur Verfügung wie Denis Berger, der in Neckarelz kurzfristig passen musste, weil er Vater wurde. Die Viererkette stellt sich mit Moritz Kuhn, David Kienast (außen), Martin Cimander und Felice Vecchione (innen) quasi von selbst auf, etwas mehr Alternativen hat Rehm in der Offensive. Aufgefüllt wird der Kader mit Dominik Gallert, Tom Kühnle und Luca Jungbluth aus dem eigenen Verbandsligateam.

Hier geht der eine und der andere kommt, gegen Trier bildet dieses Duo am Donnerstag gemeinsam die Aspacher Innenverteidigung: Martin Cimander und Felice Vecchione. Foto: A. Becher

Hier geht der eine und der andere kommt, gegen Trier bildet dieses Duo am Donnerstag gemeinsam die Aspacher Innenverteidigung: Martin Cimander und Felice Vecchione. Foto: A. Becher