RL | Montag, 31. Mrz 2014 (tai)
3:1 - SG feiert Big Points im Breisgau

Regionalliga Südwest, 26. SpT
SC Freiburg II - SG Sonnenhof Großaspach   1:3 (0:2)

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Überragender Gäng hält den Sieg fest

Torhüter glänzt beim 3:1-Erfolg seiner Großaspacher im Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga beim SC Freiburg II

Die SG Sonnenhof Großaspach steht wieder ganz oben in der Tabelle der Fußball-Regionalliga. Das Team von Trainer Rüdiger Rehm gewann das Spitzenspiel beim bisherigen Tabellenführer SC Freiburg II mit 3:1. Die Schwaben waren cleverer und hatten in Christopher Gäng einen überragenden Schlussmann.

Die 500 Zuschauer im beschaulichen Möslestadion im Breisgau bekamen ein temporeiches Spitzenspiel geboten. Allerdings wirkten die Abwehrreihen beider Teams nicht sattelfest. So zum Beispiel die Hintermannschaft der Freiburger beim Großaspacher Führungstreffer nach 19 Minuten. Nach einem langen Abschlag von Gäng kam Tobias Rühle an den Ball. Der SG-Stürmer lief durch die Freiburger Defensive und tunnelte SC-Keeper Daniel Batz zum 1:0.

Davor besaßen beide Mannschaften ihre Möglichkeiten. Simon Skarlatidis (5., von der rechten Seite) und Rühle (8., aus spitzem Winkel) vergaben für den Sonnenhof. Auf der Gegenseite versiebten Marco Terrazzino (14., per Kopf) und Caleb Stanko (18., 20-Meter-Schuss). Dann kam die Zeit von Großaspachs Keeper Gäng. Mit tollen Reflexen blieb er gegen Ömer Yildirim (21.), Amir Falahen (26.) und Hendrick Zuck (31.) der Sieger.

Großaspach zeigte in 36. Minute, wie es gemacht wird. Freiburgs Außenverteidiger Yildirim passte den Ball in die Beine von Skarlatidis. Dieser legte auf Shqiprim Binakaj ab, der freistehend zum 2:0 einschob. Der Treffer schien aber nicht beruhigend für die Gäste zu wirken. Denn Freiburg kam zu weiteren klaren Gelegenheiten. In der 38. Minute reagierte Gäng wieder prächtig nach einem Kopfball von Falahen. Eine Minute vor der Pause traf Terrazzino mit einem 15-Meter-Knaller den Pfosten, den Abpraller klärte Großaspachs David Kienast.

Nach dem Seitenwechsel machten die Badener gehörig Druck. Der Sonnenhof durfte sich bei Gäng bedanken, dass den Gastgebern noch nicht der Anschlusstreffer gelang. Der Spieler mit der Rückennummer 13 klärte gegen den eingewechselten Florian Kath (48., aus Nahdistanz) und gegen Maximilian Philipp (52. aus fünf Metern). In der 52. Minute war Gäng aber machtlos. Nach einer Ecke von der linken Seite von Philipp köpfte Christopher Jullien zum 1:2 ein.

Die Freiburger waren drauf und dran, auch noch den Ausgleichstreffer zu erzielen. Terrazzino zielte aber in der 63. Minute aus sieben Metern zu ungenau. Hingegen schlug der Sonnenhof eine Minute später eiskalt zurück. Binakaj flankte von der linken Seite in die Mitte. Dort kam Defensivmann Kai Gehring an den Ball und traf ins linke untere Eck 3:1.

Dieser Treffer war die Vorentscheidung. Der Bundesligareserve der Freiburger gelang in der Folgezeit nicht mehr viel. Großaspach gestaltete das Geschehen nun ausgeglichen und hatte Gelegenheiten, um den Vorsprung auszubauen. Der eingewechselte Robin Binder verzog in der 67. Minute freistehend. In der Schlussminute verfehlte Binakaj in aussichtsreicher Position das Ziel. Somit blieb es beim 3:1-Erfolg der Aspacher, die sich clever präsentierten und den überragenden Gäng in ihren Reihen hatten.

SG präsentiert sich wie ein Spitzenteam

Großaspachs Trainer Rüdiger Rehm gibt zu: Wir waren reifer

(hes). Die SG Sonnenhof Großaspach befindet sich auf einem guten Weg, die Saison auf einem der ersten beiden Plätze in der Fußball-Regionalliga zu beenden. Bei acht noch ausstehenden Begegnungen beträgt der Vorsprung auf den Tabellendritten, den FSV Mainz 05 II, bereits neun Punkte. Allerdings haben die Mainzer eine Begegnung weniger ausgetragen.

Wie eine Spitzenmannschaft präsentierte sich Großaspach beim Top-Duell in Freiburg. Wir waren reifer, gab SG-Trainer zu. Er stuft den Erfolg wie folgt ein: Es war der nächste Schritt für das Erreichen eines der ersten beiden Plätze. Allerdings: Der Sieg täuscht über die Spielanteile hinweg. Entscheidend sind aber nun mal die Tore. Und da erzielte Großaspach mehr als Freiburg. Dass die SG nur einen Gegentreffer kassierte, war ein Verdienst von Keeper Er war der überragende Mann in der Kiste und ausschlaggebend, lobte Rehm. Und was sagte Gäng Ich will nichts zu meiner Leistung sagen. Das müssen andere tun, antwortete der Keeper. Er führte aber an: Das war nicht eines unserer besten Spiele.

Lob für Gäng gab es von Mitspieler Christopher hat super gehalten. Der Defensivmann, der das vorentscheidende 3:1 erzielte, sah auch Defizite. Mit unserer Leistung kann man nicht hundertprozentig zufrieden sein. Aber die kämpferische Einstellung seines Teams hat gestimmt. Während sich Großaspach übers Ergebnis freute, war Freiburgs Trainer enttäuscht: Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, aber zu viele Chancen ausgelassen. Dem Sonnenhof wird es egal sein. Am Freitag um 19 Uhr steht in der Comtech-Arena gegen Hessen Kassel die nächste Aufgabe an. Ob allerdings mitspielt, ist fraglich. Er wurde in Freiburg nach 34 Minuten verletzt ausgewechselt.

Statistik:

Freiburg II: Batz - Yildirim, Schraml, Jullien, Lorenzoni - Terrazzino (64. Gabriele), Stanko, Laprevotte, Zuck - Falahen (46. Kath), Philipp.
Großaspach: Gäng - Kuhn, Gehring, Hägele (34. Vecchione), Kienast - Skarlatidis (62. Binder), Rizzi, Jüllich, Berger - Rühle (80. Cimander), Binakaj.
Tore: 0:1 (19.) Rühle, 0:2 (36.) Binakaj, 1:2 (52.) Jullien, 1:3 (64.) Gehring.
Schiedsrichter: Göpferich (Bad Schönborn).
Zuschauer: 500.


Großaspach löst Freiburg von der Tabellenspitze ab

Es war das erwartete Spitzenspiel der Regionalliga Südwest. Als am Samstagnachmittag der Tabellenzweite Großaspach beim Spitzenreiter Freiburg II antrat war den Anhängern sofort klar, hier wird mit offenem Visier gespielt.

Womit die Hausherren überhaupt nicht zurecht kamen war das aggressive Pressing unserer SG. Schon tief in der eigenen Hälfte wurde der spielstarke Bundesliganachwuchs angegangen - und zu Fehlern gezwungen. Die erste Chance hatte aber der Sportclub durch Terrazzino, dessen Kopfball strich aber um Zentimeter am SG-Pfosten vorbei (15. Minute). Bevor Keeper Gäng sich als Torhüter auszeichnen konnte verdiente er sich erst einen Scorerpunkt: Weiter Abschlag auf Tobias Rühle, der die SC-Innenverteidigung alt aussehen ließ um dann trocken zur Aspacher Führung zu vollenden (19.). Die Gastgeber ließen sich vom Rückstand nicht beirren, kamen aber nur selten zu geordnetem Filigranfußball. So testete Hendrick Zuck Schlussmann Gäng mit einem Volleydistanzschuß (32.). Dann stach wieder die SG brutal zu. Simon Skarlatidis eroberte nach einem kurzen Abstoß das Leder und bediente den freistehenden Shqiprim Binakaj, auch beim zweiten Schuss war Freibergs Schlussmann Batz chancenlos (38.). Das unsere Fautenhauer mit dieser 2:0-Führung in die Pause entlassen wurden war Gäng nach Klasseparade gegen Falahen-Kopfball (40.) und dem Pfosten zu verdanken, der nach einem blitzsauberen Konter und dem finalen Schuss von Terrazzino rettete.

Freiburgs U23 kam sehr entschlossen aus der Kabine und drückte auf den Anschlusstreffer, Endstation war aber spätestens, wenn die SG-Abwehr etwas durchließ, Teufelskerl Chris Gäng. In der 53. Minute war aber auch er nach einem Eckball geschlagen, Christopher Jullien stieg beim Kopfball am höchsten und platzierte diesen im SG-Kasten. Die große Attacke der Breisgauer wurde in einem temporeichen Spiel mehr und mehr unterbunden, vielmehr besann sich der Großaspacher Angriff wieder seiner Stärken. Nach einem Rizzi-Freistoß wehrte Freiburgs Abwehr zu kurz ab, aber anstelle selber draufzuhalten setzte Binakaj eine Massflanke auf den langen Kai Gehring, der mit seinem langen Bein ins lange Toreck vollendete (65.). Der Bann des Tabellenführers war gebrochen, in der Schlussphase hätten der eingewechselte Robin Binder und Binakaj sogar das Ergebnis noch höher schrauben können. Aber auch der 3:1-Sieg bedeutete die Wachablösung in der Regionalliga Südwest, einem weiteren Schritt in Richtung Aufstiegsrelegation.

Bilder aus Freiburg

Fotos: tai