RL | Dienstag, 18. Mrz 2014 (BKZ)
SG behauptet das Sechs-Punkte-Polster

Regionalliga Südwest, 23. SpT
SG Sonnenhof Großaspach - Eintracht Frankfurt II   2:0 (2:0)

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SG bleibt Spitzenreiter Freiburg auf den Fersen

Regionalligist Großaspach schlägt Eintracht Frankfurt II mit 2:0 und hält den Tabellendritten aus Mainz auf Distanz

Im Rennen um die beiden Relegationsplätze bleibt Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach auf Kurs. Das Team von Trainer Rüdiger Rehm gewann das Heimspiel gegen die Erstliga-Reserve von Eintracht Frankfurt mit 2:0 und behauptete damit das Sechs-Punkte-Polster auf den Tabellendritten Mainz II.


Freiburg II und Mainz II hatten Auswärtssiege vorgelegt. Um am Ersten dranzubleiben und den Dritten auf Distanz zu halten, musste Aspach vor heimischem Publikum unbedingt gewinnen. Wer befürchtet hatte, der Druck könnte das Team lähmen, wurde eines Besseren belehrt. Die Hausherren begannen richtig stark, störten die Hessen frühzeitig, schalteten bei Ballgewinnen in Windeseile um und kombinierten herrlich.

Den Bemühungen entsprang nach neun Minuten die erste dicke Torchance: Flanke Moritz Kuhn, Direktabnahme Tobias Rühle drüber. In der 18. Minute rollte schon wieder ein Angriff auf das Frankfurter Tor zu. Shqiprim Binakaj sah, dass Rühle im Strafraum startete, passte die Kugel exakt in den Laufweg und der Stürmer kam vor dem herausstürzenden Eintracht-Keeper an den Ball. Aykut Özer mähte Rühle um, der Referee deutete sofort auf den Punkt. Elfmeter. Michele Rizzi zielte in die linke Ecke, der Torwart tauchte ab und war mit den Fingerspitzen am Ball. Trotzdem: Das Leder zappelte im Netz. 1:0 für Aspach.

Frankfurt wirkte ziemlich ratlos, die SG blieb mit dem Fuß auf dem Gaspedal. Nur fünf Minuten später klingelte es ein zweites Mal im Eintracht-Kasten. Denis Berger wurde 20 Meter vor dem Tor in halblinker Position freigespielt. Kurz überlegt, dann einfach mal abgezogen die Kugel sauste ins rechte Eck. Das 2:0 entsprach bis dato den Kräfteverhältnissen. Rehm witterte an der Seitenlinie die Gefahr, dass sich seine Kicker auf der klaren Führung ausruhen könnten. Er forderte, nicht schlampig zu werden. Volles Gehör fand er damit zwar nicht, doch die nächste dicke Möglichkeit ging dennoch auf das Konto der Einheimischen. In der 37. Minute landete eine Flanke von Rühle beim völlig allein gelassenen Berger. Der hätte sogar die Zeit gehabt, die Kugel anzunehmen und sich die Ecke auszusuchen. Aber: Er schloss umgehend ab. Der Ball ging rechts am Gehäuse vorbei.

Fünf Minuten vor der Pause hätten die Gäste beinahe von einer Schlafmützigkeit der SG-Abwehr profitiert und verkürzt. Jannik Sommer versetzte Kai Gehring im Strafraum und steuerte von der rechten Seite völlig frei auf Christopher Gäng zu. Aspachs Keeper deckte das kurze Eck ab, genau dorthin zielte der Frankfurter. Gäng hatte keine Mühe, das 1:2 zu verhindern.

Im zweiten Abschnitt wurde der Unterhaltungsfaktor der Partie geringer. Der eine oder andere Höhepunkt war aber schon noch zu notieren. In der 49. Minute hätte die Eintracht der SG um ein Haar ein Geschenk gemacht. Eine Kopfball-Rückgabe von Markus Gröger zum Torwart geriet zu kurz, Rühle spritzte dazwischen. Mit vereinten Kräften wurde Aspachs Angreifer aber wieder eingefangen. Die nächste klare Torchance versiebte Binakaj (63.), Rühle setzte erfolglos nach. Das Spiel wäre vielleicht noch mal spannend geworden, wenn die Eintracht in der 67. Minute verkürzt hätte. Christos Almpanis spielte einen öffnenden Pass. Aspach reklamierte vergeblich auf Abseits. André Fliess marschierte alleine aufs Tor zu, verlor aber das Duell mit dem starken Keeper Gäng, der per Fußabwehr rettete. Es blieb beim 2:0, mit dem die SG ihre Pflichtaufgabe erledigte.

Der Eintracht-Torwart packt die Sense aus: Aykut Özer foult Tobias Rühle, den Elfmeter verwandelt Michele Rizzi zum 1:0 für Aspach.Foto: A. Becher

Der Eintracht-Torwart packt die Sense aus: Aykut Özer foult Tobias Rühle, den Elfmeter verwandelt Michele Rizzi zum 1:0 für Aspach. (Foto: A. Becher)

Stimmen zum Spiel:

Trainer Rehm sieht Debütant Binder auf sehr gutem Weg

SG-Eigengewächs feiert gegen die Eintracht seine Pflichtspiel-Premiere

(stg). Zufrieden waren nach dem Abpfiff und dem 2:0 gegen Eintracht Frankfurt II alle, die etwas mit der SG Sonnenhof zu tun haben. Richtig glücklich war vor allem einer: Robin Binder. In der 75. Minute war das Eigengewächs für Tobias Rühle eingewechselt worden und feierte damit seine Punktspiel-Premiere im Regionalligateam. Ich war überrascht, dass ich zum Einsatz gekommen bin, gab der 19-Jährige danach zu Protokoll. Als ihn herwinkte, war ich etwas nervös, aber voller Vorfreude. Als er dann drin war, bin ich etwas schwer in das Spiel reingekommen, aber bald gings. In der Tat: In der 87. Minute leistete das Talent die Vorarbeit für eine Torchance, die Kollege Kuhn vergab. Für den Trainer wars logisch, Binder ins kalte Wasser zu werfen. Er hatte es einfach verdient, weil er eine richtig gute Vorbereitung hatte, sagt Rehm und lobt seinen Schützling: Er ist auf einem sehr guten Weg, arbeitet akribisch an sich.

Lob gab es von Rehm auch für das gesamte Team, vor allem für weite Strecken der ersten Halbzeit: Wir sind sehr gut gestartet, haben die Frankfurter immer wieder früh gestört. Wir müssen uns nur den Vorwurf gefallen lassen, den Deckel nicht draufgemacht zu haben. Insgesamt war es ein verdienter Sieg. Fand auch Kapitän Hägele, für den gilt: So lange wir den Abstand auf Mainz II halten, ist alles gut. Frankfurts Trainer sah das, was er wollte, umgesetzt bis zum 0:1. Dann sei schnell das 0:2 gefallen und wir hatten Glück, nicht noch mehr Tore zu kassieren. In der zweiten Halbzeit sei sein Team dann auf Augenhöhe gewesen, habe aber die guten Torchancen nicht genutzt.

Statistik:

SG Sonnenhof Großaspach: Gäng - Kuhn, Gehring, Hägele, Kienast - Binakaj (85. Gleißner), Rizzi (71. Skarlatidis), Jüllich, Berger - Senesie, Rühle (75. Binder).
Eintracht Frankfurt II: Özer - Müller, Gröger, Kempf, Denefleh - Ugur Albayrak, Findik (61. Hassler), Maslanka, Almpanis - Reljic (61. Fliess), Sommer.
Tore: 1:0 (19./FE) Rizzi, 2:0 (24.) Berger.
Schiedsrichter: Münch (Rielasingen).
Zuschauer: 510.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 17.03.2014