RL | Montag, 3. Mrz 2014 (tai)
Rühle trifft, Vecchione und Fischer müssen verletzt vom Platz

Regionalliga Südwest, 21. SpT
SVN Zweibrücken - SG Sonnenhof Großaspach   0:1 (0:1)

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Großaspach nimmt die nächste Hürde

SG Sonnenhof verteidigt mit einem 1:0 bei der SVN Zweibrücken die Tabellenführung in der Fußball-Regionalliga

Die SG Sonnenhof Großaspach bleibt in der Fußball-Regionalliga in der Erfolgsspur. Der Tabellenführer nahm auch die Hürde SVN Zweibrücken. Dank des Treffers von Stürmer Tobias Rühle behaupteten sich die Schwaben mit 1:0 und bleiben somit das zehnte Punktspiel hintereinander unbezwungen.

(tai/hes). Die entscheidende Szene gab es nach acht Minuten. Bei einem Heber von Außenverteidiger Felice Vecchione war der Ex-Großaspacher Cedric Mimbala nicht im Bilde. SG-Stürmer Tobias Rühle lief frei durch, behielt die Nerven und überwand Zweibrückens Schlussmann Thorsten Hodel mit einem Flachschuss.

Nicht nur wegen des Führungstreffers waren die Großaspacher im ersten Durchgang die spielbestimmende Mannschaft. Allerdings machte beiden Teams der schlechte Zustand des Platzes zu schaffen. Die SG stellte sich aber schneller auf die Bedingungen ein. In der 18. Minute wäre den Gästen fast das 2:0 gelungen, doch nach einer Ecke von Michele Rizzi lenkte SVN-Keeper Hodel den Ball um den Pfosten. Die Gäste blieben gegen völlig harmlose Gastgeber dran. Skarlatidis besaß in der 37. Minute eine Riesenchance. Er zog aus 18 Metern ab, doch Hodel kam mit den Fingerspitzen an den Ball und lenkte diesen noch an die Latte. Die Pausenführung des Sonnenhofs war mehr als verdient. Die einzige Torszene für die Gastgeber resultierte aus der zweiten Minute, als Irvin Parra auf Rudy Carlier zurücklegte, der aber knapp neben das Tor schoss. Die anderen Angriffsbemühungen des SVN scheiterten an ungenauen Zuspielen und der sicher stehenden Gäste-Defensive. In dieser machten Kai Gehring und Martin Cimander in der Innenverteidigung eine starke Partie.

Zweibrücken kam allerdings kämpferischer aus der Kabine. Doch mehr als einen harmlosen Schuss von Parra in der 67. Minute brachten die Hausherren nicht zustande. Aggressiver waren da die Verantwortlichen aus Zweibrücken. Coach Peter Rubeck und Co-Trainer Daniel Paulus wurden nach Disputen mit dem Linienrichter auf die Zuschauerränge verwiesen. Großaspach hingegen setzte die Akzente auf dem Platz. Sebastian Gleißner scheiterte in der 67. Minute mit einem 20-Meter-Schuss. Nach einer scharfen Hereingabe von Simon Skarlatidis retteten die Zweibrücker in der 80. Minute gerade noch vor dem einschussbereiten Sahr Senesie. Nach dieser Szene musste die SG die Begegnung mit einem Spieler weniger beenden. Der eingewechselte Manuel Fischer musste verletzt raus, Großaspachs Trainer Rüdiger Rehm hatte zu diesem Zeitpunkt schon dreimal ausgewechselt. Die Gäste lösten diese Aufgabe souverän und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.

Stimmen zum Spiel

Manuel Fischer und Felice Vecchione sind verletzt

Hiobsbotschaften für Großaspach nach dem Spiel in Zweibrücken

(hes). "Die Freude über den Sieg ist da, aber nicht so groß", sagte Großaspachs Trainer nach dem 1:0 seines Teams in Zweibrücken. Die gedrückte Freude hat Gründe, denn zwei SG-Spieler gingen verletzt aus der Begegnung. Manuel Fischer wurde in der 70. Minute eingewechselt. Der Stürmer musste kurz danach mit Verdacht auf Innenbandriss im rechten Knie vom Platz, sodass Großaspach in den letzten zehn Minuten nur zu zehnt spielte. "Manuel wird sich am Montag einer Kernspintomografie unterziehen. Dann wissen wir mehr", sagte SG-Sportchef. Er schob nach: "Wenn sich der Verdacht bestätigen sollte, was wir natürlich nicht hoffen, dann ist für Manuel die Saison gelaufen."

Ein weiteres Sorgenkind bei den Großaspachern ist Felice Veccione. Der Defensivmann musste bereits nach 39 Minuten ausgewechselt werden, weil er sich die Schulter ausgekugelt hatte. "Noch während des Spiels wurde Vecchione ins Krankenhaus in Zweibrücken gebracht, wo ihm die Schulter wieder eingekugelt wurde. Er wird einige Tage nicht trainieren. Wahrscheinlich wird er für das nächste Spiel ausfallen", klagt Koukoutrigas.

Trotz der beiden Hiobsbotschaften fand SG-Coach Rehm auch etwas Positives. "Aufgrund der ersten Halbzeit haben wir verdient gewonnen." Dies sah auch Zweibrückens Trainer so. Er wetterte über andere Gründe, die zur Niederlage führten: "In den ersten 45 Minuten haben wir uns vorführen lassen." Auch über die äußeren Bedingungen ließ sich Rubeck aus: "Der Platz war eine Katastrophe." Zudem machte er klar, dass seine Mannschaft gegen den Abstieg kämpft und nicht nach vorne schauen darf.

Das sieht bei Großaspach ganz anders aus. Die SG grüßt von ganz oben und hat weiterhin vier Punkte Vorsprung vor dem Zweiten SC Freiburg II.

Statistik

SVN Zweibrücken: Hodel – Schwall, Backmann, Mimbala, Meisenheimer (46. Becker) – Fachat (46. Gotthardt), Telch, Bouzid, Lienhard (59. Dufuor) – Carlier, Parra.
SG Sonnenhof Großaspach: Gäng – Kuhn, Gehring, Cimander, Vecchione (39. Kienast) – Skarlatidis, Rizzi, Gleißner (60. Jüllich), Berger – Rühle (70. Fischer), Senesie.
Tor: 0:1 (8.) Rühle.
Schiedsrichter: Jöllenbeck (Freiburg).
Zuschauer: 461.

Fotos

Die Lufthoheit gehörte, wie hier Nico Jüllich, nicht immer der SG.

Das 2:0 im ersten Durchgang war möglich, SVN-Keeper Hodel hielt aber, wie hier ein Rizzi-Eckball, was zu halten war.

Schlussphase in doppelter Unterzahl, doch unsere SG überstand auch die letzten 10 Spielminuten unbeschaddet, die Null stand und 3 Zähler wurden mitgenommen (Fotos: tai)

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 03.03.2014


Großaspachs 1:0-Sieg teuer erkauft

So richtig Freude wollte am Samstagnachmittag bei der SG Sonnenhof nicht aufkommen. Natürlich sind da auf der einen Seite drei weitere wichtige Zähler auf dem Guthabenkonto und die Verteidigung der Tabellenspitze, auf der anderen Seite verlor unsere Rehm-Elf mit Felice Vecchione und Manuel Fischer zwei Akteure.

Vecchione wurde bereits in der ersten Spielhälfte vom Platz in das örtliche Krankenhaus gebracht, wo seine ausgekugelte Schulter behandelt wurde. Der in Durchgang Zwei eingewechselte Fischer war nicht lange auf dem Platz, mit Verdacht auf Innenbandriss war für ihn 10 Minuten vor Spielende Schluss. Danach schmissen die Hausherren des SVN Zweibrücken nochmals alles in die Waagschale, um eventuell in Überzahl einen Punkt zu retten. Die rannten nämlich seit der 8. Spielminute dem Aspacher Führungstreffer hinterher. Vecchione überwandt mit einem feinen Heber die tiefstehende SVN-Abwehr, Tobias Rühle behielt frei vor Schlussmann Hodel die Ruhe und schob zum 1:0 ein. Es sollte in einem an Höhepunkten armen Spiel der Treffer des Tages sein. Nicht, weil die beiden Mannschaften nicht wollten. Vielmehr weil der Platz im Westpfalzstadion nicht mehr hergab. So entschuldigte sich SG-Coach Rüdi Rehm bei den 461 Zuschauern für ein spielerisch schwaches Spiel, sein Trainerkollege Rubeck meinte: "Auf dem Acker kannst Du nichts machen." Konnte man zumindest in kämpferischer Hinsicht. Und das bekamen unsere Rot-Schwarzen insbesondere in Halbzeit Eins wesentlich besser hin als die Hausherren.

Unterm Strich wars ein verdienter Sieg für unsere SG, wie auch die Übungsleiter übereinstimmten. Allerdings mit dem bitteren Beigeschmack für zwei SG-Kicker...

Die Pressekonferenz gibt es auf [youtube.com] anzuschauen.