RL | Montag, 24. Februar 2014 (BKZ)
Ein Sieg, bei dem auch das Glück hold war

Regionalliga Südwest, 20. SpT
SG Sonnenhof Großaspach - SSV Ulm 1846   3:1 (1:1)

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Ein Sieg, bei dem auch das Glück hold war

Regionalliga-Spitzenreiter Großaspach bezwingt Ulm verdient mit 3:1 Gäste nutzen schwache 20 Minuten der SG nicht aus

Auftakt geglückt: 3:1 gewann Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof sein erstes Pflichtspiel in diesem Jahr. Der Erfolg über den SSV Ulm war aber kein Selbstläufer. Vor der Pause hatte Aspach reichlich Mühe. Dank der Tore von Tobias Rühle, Kai Gehring und Senesie Sahr reichte es dennoch zum Dreier.

Der Sieg war verdient. Aber: Er war auch etwas glücklich, gestand SG-Trainer Rüdiger Rehm. Zwar gehörte Aspach die erste Viertelstunde und fast die komplette zweite Halbzeit, doch in der halben Stunde vor der Pause gaben die Spatzen den Ton an und die Gastgeber konnten von Glück sagen, dass sie mithilfe des starken Torhüters Christopher Gäng ein 1:1 in die Halbzeit retteten.

Dabei hatten ihnen die Kicker aus der Donaustadt in der zweiten Minute das 1:0 auf dem Präsentierteller geliefert. Einen weiten Pass von Simon Skarlatidis hatte der erstligaerfahrene Ulmer Routinier Goran Lovre nicht unter Kontrolle gebracht. Den Abpraller nahm Tobias Rühle auf, stürmte alleine aufs Gehäuse zu und vollendete flach zum 1:0.

Die Hausherren schienen die Partie im Griff zu haben. Dann bedankte sich die SG auf ihre Art fürs Ulmer Geschenk: Sie patzte ebenfalls. Erst ein unnötiger Rückpass von Felice Vecchione auf Kapitän Daniel Hägele, der gleich von zwei Gästen unter Druck gesetzt wurde. Dann zögerte der Aspacher Innenverteidiger, statt den Ball einfach nach vorne zu schlagen. Der starke Ulmer Angreifer Florian Treske ging konsequent dazwischen, schoss aus 16 Metern zuerst an den Pfosten und schob den Abpraller dann aus spitzem Winkel zum 1:1 ins lange Eck. Jubilar Hägele hätte an seinem 25. Geburtstag sicher gerne Erfreulicheres erlebt, als diesen Aussetzer.

Der Gegentreffer jedenfalls saß. Der Spitzenreiter zeigte Wirkung. Der Ex-Bundesligist war giftiger, gewann im Mittelfeld mehr Zweikämpfe und war vor allem über die Außenbahnen immer wieder gefährlich. Doch sowohl Maximilian Gebert (17., 26., 39.) als auch Ugur Kiral (27.) und Torjäger Treske (28.) ließen ihre Möglichkeiten ungenutzt. Bei den Hausherren war dagegen der Wurm drin. Nur Distanzschüsse von Simon Skarlatidis (31., 45.) brachten Gefahr.

In der zweiten Halbzeit ließ sich die SG in den Zweikämpfen die Butter nicht mehr so leicht vom Brot nehmen. Prompt bekam sie die Begegnung besser in den Griff. Fürs 2:1 bedurfte es aber der Unterstützung des nicht immer sicheren SSV-Torhüters Ruben Fernandez. Der fingerte in der 56. Minute einen 17-Meter-Freistoß von Michele Rizzi zwar aus der unteren linken Ecke, ließ den Ball aber seitlich nach vorne prallen. Der nachsetzende Kai Gehring grätschte die Kugel aus spitzem Winkel ins Tor.

Die Gastgeber blieben dran. In der 66. Minute hatte der eingewechselte Denis Berger die Chance, die Führung auszubauen. Nachdem Sahr Senesie den Querpass von Simon Skarlatidis nur um Haaresbreite verpasste hatte, kam Berger am zweiten Pfosten aus Nahdistanz zum Schuss, doch der Ball wurde von Johannes Reichert noch abgeblockt. So dauerte es bis fünf Minuten vor Schluss, ehe Aspach die Partie für sich entschieden hatte. Ein kluger Weitpass von Rizzi auf Senesie, der frei stehend zum 3:1 traf.

Stimmen zum Spiel:

Unsöld beklagt die Grausamkeit des Fußballs

Nach der Pause erarbeitet sich Aspach die entscheidenden Vorteile

(uwe). Fußball kann manchmal richtig grausam sein. , der zusammen mit das Ulmer Trainerduo bildet, war niedergeschlagen. Da hatte das Kellerkind den Tabellenführer richtig gefordert, um am Ende mit leeren Händen dazustehen. Was Wunder, dass der Ex-Bundesligaprofi von einem Spiel sprach, das für uns ganz bitter war. Denn hätte seine Elf in der ersten Halbzeit ihre Chancen genutzt, wer weiß, ob die SG noch mal zurückgekommen wäre.

Aspachs Trainer Rüdiger Rehm verteilte dann auch nicht nur Lob für seine Mannschaft: Wir haben sehr, sehr gut begonnen, doch dann sind wir den Gegner nicht mehr so gut angelaufen. Folge war ein Plus des robusten und zweikampfstarken Ulmer Teams im Mittelfeld. Dass ausgerechnet sein Kapitän folgenschwer patzte und SSV-Torjäger das 1:1 ermöglichte, hängte Rehm nicht so hoch. Denn: Daniel war bis gestern krank.

In der Halbzeit nahm Aspachs Trainer erfolgreich Korrekturen vor. Wir hatten zu viel Kurzpass und zu wenig in die Tiefe gespielt. Das haben wir geändert, damit Ulm uns nicht so einfach verteidigen kann. In der Tat, hatte der SSV nicht mehr den Zugriff wie in der halben Stunde vor der Pause. Das 2:1 von , wie Hägele einst ebenfalls am Donauufer am Ball, war dann der Knackpunkt. Zwar hatten die Gäste noch die eine oder andere gute Situation, die ganz große Gefahr verbreiteten die Spatzen in den zweiten 45 Minuten nicht mehr.

Rehms Fazit: Fürs erste Spiel nach der Winterpause war ich zufrieden. Zumal der Tabellenführer im Rennen um die beiden Relegationsplätze den Vorsprung auf sechs Punkte ausgebaut hat.

Statistik:

SG Sonnenhof Großaspach: Gäng - Kuhn, Gehring, Hägele, Vecchione (78. Kienast) - Binakaj (46. Berger), Jüllich, Rizzi, Skarlatidis - Rühle (80. Fischer), Senesie.
SSV Ulm: Fernandez - Ludmann, Reichert, Reith, Hess - Lovre (79. Braig), Gavric - Kiral (66. Sohm), Trkulja, Gebert (69. Rodriguez) - Treske.
Tore: 1:0 (2.) Rühle, 1:1 (15.) Treske, 2:1 (56.) Gehring, 3:1 (85.) Senesie.
Schiedsrichter: Steinberg (Korntal-Münchingen).
Zuschauer: 812.

Hängte sich gegen Ulm wie gewohnt rein und setzte mit diesem Treffer einen entscheidenden Akzent: Großaspachs Innenverteidiger Kai Gehring, für den das 2:1 das erste Saisontor war. Foto: A. Becher

Hängte sich gegen Ulm wie gewohnt rein und setzte mit diesem Treffer einen entscheidenden Akzent: Großaspachs Innenverteidiger Kai Gehring, für den das 2:1 das erste Saisontor war.

Foto: A. Becher

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 24.02.2014


Zum Wiederbeginn kommt der Ex-Bundesligist

Neun Spiele, acht davon gewonnen und keins verloren. Aspachs Regionalligafußballer beeindruckten in den Vorbereitungsspielen für den zweiten Saisonabschnitt. Die guten Leistungen gilts nun am Sonntag zu bestätigen. Ab 14 Uhr gastiert Ex-Bundesligist SSV Ulm beim Spitzenreiter im Fautenhau.

SG-Trainer Rüdiger Rehm ist weit davon entfernt, die Erfolge in den Testpartien überzubewerten. Ulm wird etwas dagegen haben, antwortet er lachend auf die Frage, ob die SG Sonnenhof in der ersten Begegnung nach der Winterpause dort weitermacht, wo die Vorbereitung mit dem 2:1-Sieg über Ligarivale Waldhof Mannheim endete. Allerdings berichtet der Coach auch: Wir fühlen uns gut.

Klar ist: Großaspach geht als klarer Favorit in den Vergleich mit dem Ex-Bundesligisten, der sich diese Saison unerwartet schwertut. Rang 15 ist jedenfalls alles andere als das, was sich die Spatzen vorgenommen hatten. Dennoch warnt Rehm, den zweikampfstarken und robusten Kontrahenten nur am Tabellenplatz festzumachen. Denn in der Vorrunde waren die Ulmer, die mit Florian Treske (11 Saisontreffer), dem Ex-Hollenbacher Pascal Sohm und dem wiedergenesenen David Braig drei brandgefährliche Angreifer haben, nicht gerade vom Glück verwöhnt. Sie haben einige Partien knapp verloren, in denen mehr drin gewesen wäre, anerkennt der Aspacher Trainer und denkt dabei unter anderem an den eigenen glücklichen 2:1-Erfolg in der Vorrunde im Donaustadion.

Nicht entgangen ist dem 35-Jährigen zudem, dass der SSV Ulm in der Winterpause personell nachgelegt hat. Mit dem Serbo-Belgier Goran Lovre kam ein routinierter Mann, der die Ulmer Probleme im zentralen Mittelfeld beseitigen soll. An Erfahrung mangelts dem 31-jährigen Weltenbummler nicht. Unter seinen bisherigen Stationen sind die belgischen und serbischen Erstligisten RSC Anderlecht und Partizan Belgrad, der niederländische Ehrendivisonär FC Groningen und der englische Zweitligist Barnsley. Schon im Verlauf der enttäuschenden Vorrunde hatte zudem das Duo Oliver Unsöld und Herbert Zanker auf der Trainerbank das Ruder von Paul Sauter übernommen. Der 66-Jährige konzentriert sich seitdem auf seine Ämter als Präsident und sportlicher Leiter.

Dass seine Mannschaft den sonntäglichen Gegner unterschätzt, glaubt Großaspachs Trainer nicht: Die Jungs wissen, um was es geht. Wichtig sei nur, das in der Vorbereitung getankte Selbstvertrauen richtig zu nutzen. Was Rüdiger Rehm damit meint: Zum Start ins Pflichtspieljahr 2014 soll es ein kraftvoller und kein arroganter Auftritt werden. Der SG-Coach sagt es so: Wir müssen unsere guten und konzentrierten Leistungen aus den Vorbereitungsspielen in die Rückrunde mit rübernehmen. Schließlich weiß Rüdiger Rehm, für den Kampf um die beiden Plätze, die zum Start in der Aufstiegsrelegation berechtigen, ist ein guter Auftakt sehr wichtig.

Personell sieht es beim Tabellenführer noch nicht gut aus. Es sind einige Baustellen, die wir derzeit haben, berichtet der Trainer. Klar ist, dass Innenverteidiger Robin Schuster wegen seiner Achillessehnenprobleme sicher ausfällt. Zudem sind Kapitän Daniel Hägele, Nachwuchsmann Sebastian Gleißner (beide krank), Angreifer Manuel Fischer, Verteidiger Felice Vecchione (beide muskuläre Probleme), David Kienast (Schlag auf den Fuß im Training) sowie Nico Jüllich (Knie) angeschlagen. Noch hofft Rehm, dass wir die meisten rechtzeitig fit bekommen. Doch wenns nicht klappt, wirds eng. Aspachs Trainer lässt sich von diesem Horrorszenario jedoch nicht kirre machen: Wir haben genügend Alternativen und unseren Kader bewusst breit aufgestellt. Er gesteht aber: Hätten wir das nicht gemacht, würden wir am Sonntag sicher schlecht aussehen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 21.02.2014


Start in das Pflichtspieljahr 2014

SG-Pressemitteilung (B.Ippoliti)

 

Aspach, 20. Februar 2014 – Für die SG Sonnenhof Großaspach beginnt am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den SSV Ulm 1846 Fußball endlich das Pflichtspieljahr 2014. Nach einer tadellosen Vorbereitung sollen nun möglichst auch gleich die ersten drei Punkte eingefahren werden. Spielbeginn ist am Sonntag um 14 Uhr.


Nach einer langen Winterpause rollt am Sonntag wieder der Ball in der comtech Arena. Und die SG Sonnenhof Großaspach geht bestens vorbereitet in das erste Pflichtspiel. Neben den positiven Resultaten, die in den Testspielen erzielt wurden, stellte Chefcoach Rüdiger Rehm auch „die Verbesserung des eigenen Spiels und eine Weiterentwicklung“ fest. Für den 35-Jährigen die entscheidenden Erkenntnisse aus der Vorbereitung, in der auch ein achttägiges Trainingslager in der Türkei absolviert wurde. Mit dem SSV Ulm wartet nun aber eine unbequeme Mannschaft, die hinter ihren eigenen Ansprüchen zurückliegt und in der Tabelle nur auf Platz 15 steht. „Wir freuen uns, dass es nach so einer langen Vorbereitungsphase endlich wieder losgeht. Es gilt, schnell ins Spiel zu finden und unsere Leistung aus den Testpartien abzurufen, denn die Ulmer sind kein einfacher Gegner, das wissen wir. Sie stehen sehr kompakt und agieren körperlich robust. Wir müssen voll dagegenhalten und sie vor Probleme stellen. Unser Ziel ist es, die Punkte in Aspach zu behalten“, so Rüdiger Rehm. Im Hinspiel setzte sich die SG durch Tore von Robin Schuster (9.) und Simon Skarlatidis (85.) knapp mit 2:1 im Donaustadion durch.


Personell muss Rehm am Sonntag auf jedenfall auf Robin Schuster verzichten, denn der Innenverteidiger laboriert an hartnäckigen Achillessehnenbeschwerden und verpasste daher auch weite Teile der Vorbereitung. Zudem stehen hinter Kapitän Daniel Hägele, Sebastian Gleißner, Nico Jüllich und Manuel Fischer noch Fragezeichen. Ihre Einsätze entscheiden sich kurzfristig. Der finale Kader wird nach dem Abschlusstraining am Samstag bekanntgegeben.


Anstoß in der comtech Arena ist um 14.00 Uhr.