3.L | Dienstag, 20. Mrz 2018 (LV)
Interview mit Andreas Möhle zur außerordentlichen Hauptversammlung

Am Donnerstag, den 19.04. lädt die SG Sonnenhof Großaspach zur außerordentlichen Hauptversammlung ein - wir haben mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Andreas Möhle über die anstehenden Planungen gesprochen.

Andreas, unsere SG steht derzeit auf dem 13. Tabellenrang. Wie bewertest Du die aktuelle sportliche Lage?

Andreas Möhle: Das ich nicht nur der Vorsitzende des Aufsichtsrats, sondern auch schon langjähriger, großer SG-Fan bin, ist sicherlich kein Geheimnis. Ich fiebere bei jeder Partie mit unserer Mannschaft mit und halte es trotzdem so, als Aufsichtsrat nicht öffentlich über die sportliche Lage zu philosophieren. Denn das ist auch nicht die Aufgabe des Aufsichtsrats. Egal, ob die Mannschaft erfolgreich oder weniger erfolgreich spielt. Das war so und das wird auch so bleiben. Wir haben eine sportliche Leitung, der wir zu hundert Prozent vertrauen. Ich habe mich riesig über den Sieg unserer Jungs in Köln gefreut hoffe, dass sich das Team für den betriebenen Aufwand in den nächsten Partien weiter belohnt.

Der Sport ist das eine, die Struktur das andere...

AM: ...und beides muss sich sinnvoll ergänzen und sukzessive weiterentwickeln. Der Verein hat in den vergangen Jahren immer wieder kleine und sehr große Schritte nach vorne gemacht. Oft werde ich gefragt: Wie macht ihr das, was ist euer Erfolgsgeheimnis? Ich glaube, dass wir extrem stolz auf das Geleistete sein dürfen, vielleicht auch einfach mal sein müssen. Das jetzige Präsidium mit Werner Benignus als Präsident hat hervorragende Arbeit geleistet. Was da geleistet wurde, sucht seinesgleichen. Für viele ist es beispielsweise mittlerweile völlig normal, dass der Dorfklub in der 3. Liga spielt. Das ist aber nicht normal, sondern erfordert brutalen Einsatz. Von Trainern, Spielern, Haupt- und vor allem unseren Ehrenamtlichen, die wir nicht genug würdigen können. Als Beispiele seien hier die SG-Säulen, die vielen Helfer an Spieltagen oder auch unsere Schiedsrichter genannt.

Und trotzdem hat sich der Verein dazu entschlossen, mit einer neuen Struktur die kommenden Jahre anzugehen?

AM: Ja, vielleicht sogar gerade deshalb. Um das Geschaffene zu bewahren, zu ehren und gleichzeitig als Verein für die Zukunft gerüstet zu sein. Nachdem Werner Benignus frühzeitig angekündigt hat, nicht nochmals als Präsident zu kandidieren, haben wir uns als Aufsichtsrat nicht nur die Frage gestellt, wie wir die Nachfolge besetzen können, sondern in welcher Konstellation und schlussendlich in welcher Struktur und mit welchen Personen wir die Zukunft angehen möchten.

Wie soll diese Struktur aussehen?

AM: Wir werden unseren Mitgliedern bei der außerordentlichen Hauptversammlung am Donnerstag, den 19.04., vorschlagen, einen Vereinsbeirat einzurichten und diesen dann auch zu wählen. Ein Gremium, welches dafür sorgt, dass zu jedem Zeitpunkt die Vereinsbelange, das Vereinsleben bei der SG Sonnenhof Großaspach, wie wir es als Dorfklub schätzen und auf das wir extrem stolz sind, eine sehr gewichtige Rolle spielt. Vielmehr soll dieses sogar durch den Vereinsbeirat weiter verstärkt werden. Auch der Ehrenpräsident soll in diesem Gremium mitwirken. Als Ehrenpräsident werden wir unseren Mitgliedern Werner Benignus vorschlagen, er hat sich das nach über zehn Jahren als Präsident und Aufstiegen von Oberliga bis 3. Liga, Stadionbauten und vielem mehr – vor allem aber aufgrund seines tollen Einsatzes für die SG  - mehr als verdient. Vor allem aber hat er es sich als Mensch verdient, der zu vielen Mitgliedern persönliche Kontakte pflegt. Er hat rundum Herzblut für unseren Klub.

Ist der Vereinsbeirat die einzige Änderung?

Nein, wir schlagen zudem die Umbenennung von Präsidium in Vorstand vor, die Amtsperiode sollte unser Meinung nach zudem von zwei auf drei Jahre verlängert werden. Der Vorstand kann dann laut Satzung aus mindestens drei Personen bestehen, aus dem ein Vorstandsvorsitzender vom Aufsichtsrat benannt wird. Wenn dieser Vorschlag von unseren Mitgliedern so angenommen wird, wird der Aufsichtsrat insgesamt sieben Personen als Vorstände für die nächste Amtsperiode benennen.

Kennen sich die sieben Personen?

AM: Die Personen kennen sich nicht nur, sondern sie treten als ein Team an. Wir sind ein Team und treten als komplettes Team an – das war die Aussage gegenüber dem Aufsichtsrat und alle Aufsichtsratsmitglieder sind hiervon ehrlich gesagt auch einstimmig und vollkommen überzeugt. Dieser Gedanke passt absolut zu unserem Klub. Es handelt sich um Personen, die extrem viel Fachkompetenz für ihren jeweiligen Bereich mitbringen, in ihren Berufen sehr erfolgreich sind und zudem extrem viel Herzblut für die SG haben – oftmals bereits trotz ihres jungen Alters seit vielen Jahren. Das sind Jungs von hier, von uns, die das komplett ehrenamtlich machen werden. Keine externen Bewerber, die es zuhauf gab.

Und die Namen der designierten Vorstände sollen erst bei der außerordentlichen Hauptversammlung genannt werden?

AM: Nein, die Namen nenne ich jetzt, denn wir stehen als SG Sonnenhof Großaspach für Transparenz und zudem für die Rechte unserer Mitglieder. Wir werden beim neuen Vorstand zum einen vier SGler haben, die schon lange hervorragend für unseren Verein in Funktionen aktiv sind. Michael Ferber und Philipp Mergenthaler, die schon jetzt im Präsidium sind, werden zukünftig genauso dem Vorstand angehören wie Joannis Koukoutrigas und Thomas Deters, die dem Gremium neu angehören sollen. Hinzu kommen mit Andreas Benignus - der übrigens am Donnerstag zum dritten mal Vater wurde, wozu ich ihm herzlich gratuliere - Thomas Ferber und Patrick Eickelmann drei Mitglieder, die bisher noch keine Funktion bei der SG begleitet haben, dem Verein aber sehr verbunden sind. Alle werden – soweit nicht bekannt  - bei der Hauptversammlung nochmals vorgestellt.

Wie wird die Aufgabenverteilung der Vorstandsmitglieder aussehen?

AM: Falls die außerordentliche Hauptversammlung unseren Vorschlägen zur Satzungsänderung zustimmt, werden vom Aufsichtsrat alle Vorstandsmitglieder nach der Hauptversammlung benannt. Wie gesagt treten die sieben als ein Team an, Andreas Benignus soll der Vorstandsvorsitzende sein, den Verein nach innen und außen repräsentieren. Die weiteren Mitglieder werden ihren jeweiligen Bereich verantworten. Beispielsweise Thomas Deters die kaufmännischen Belange, Joannis Koukoutrigas den Bereich Sport, Michael Ferber Kooperationen, Philipp Mergenthaler die Bereiche Marketing und Medien, Patrick Eickelmann den Bereich Talentförderung und Thomas Ferber das Thema Infrastruktur. Ab der neuen Saison wird es auch in der Geschäftsführung einen Wechsel geben, diese übernimmt dann Philipp Mergenthaler von Thomas Deters. Zuständigkeiten und Titel spielen für die sieben aber sowieso eine untergeordnete Rolle. Sie sehen sich als ein Team und werden auch so auftreten. Das ist dem möglichen neuen Vorstand wichtig und so möchte ich dies auch formulieren.

Was möchtest Du den Mitgliedern der SG Sonnenhof Großaspach noch mit auf den Weg geben?

Ich möchte mich zum einen für das tolle, ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder bedanken. Das ist absolute Weltklasse und ohne euch hätte der Verein keinesfalls die bisherigen Erfolge feiern können. Ich möchte mich zudem ganz herzlich beim bisherigen Präsidium für die tolle Arbeit bedanken. Werner Benignus, Norbert Gundelsweiler und Andreas Ruppert scheiden aus und haben klasse Arbeit geleistet – wie gesagt ehrenamtlich.
Und ich möchte die Mitglieder bitten, sich den Vorschlägen des Aufsichtsrats anzuschließen. Das ist eine riesige Chance für uns alle. Welcher Klub hat das Glück, dass sich sieben junge Leute mit großem Herzblut für Ihren Verein und gleichzeitig absolute Experten in ihrem jeweiligen Ressort zu einem Team zusammenfinden und den Verein weiter im Sinne der Mitglieder gestalten möchten? Sicherlich ganz wenige und dazu gehören wir. Als SG Sonennhof Großaspach. Als Dorfklub.
Darauf können wir genauso stolz sein, wie auf das bisher Geschaffene und ich erhoffe mir deshalb die Zustimmung, von Euch, unseren Mitgliedern bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 19.04.. Hierzu lade ich Sie herzlich ein und freue ich mich sehr auf Euer Kommen!

Das Interview führte Lucca Volkmer.