3.L | Mittwoch, 6. Dezember 2017 (LV)
Teil 3 der neuen Serie: Was macht eigentlich...? Heute mit: Christopher Knett

Am 1. August 1990 in der österreichischen Hauptstadt Wien geboren, verbrachte Christopher Knett den Großteil seiner fußballerischen Ausbildung in der Jugendakademie des 24-fachen österreichischen Meisters FK Austria Wien und hütete insgesamt vier Jahre lang als stets sicherer Rückhalt das Tor des Dorfklubs zu damaligen Regionalliga Zeiten.

Über die Wiener Stadtteil-Vereine Hellas Kagran und den FC Stadlau, zog es den damals 10-jährigen Knett in die legendäre Nachwuchsakademie des FK Austria Wien, wo er bis zur U17 alle Jugendmannschaften der Austria erfolgreich durchlief und sich als 16-jähriger dann schließlich der SG Sonnenhof Großaspach anschloss. Bei der SG kam Knett zunächst bei den A-Jugendlichen zum Einsatz und konnte bereits dort mit außergewöhnlichen Leistungen auf sich aufmerksam machen. 

Es dauerte nicht lange und die TSG 1899 Hoffenheim, welche zum damaligen Zeitpunkt noch in der 2. Bundesliga spielte, wurde auf Knett aufmerksam. Zur Winterpause der Saison 2007/2008 folgte schließlich der Wechsel in den Kraichgau wo der gebürtige Österreicher nach mehreren Einsätzen in der U19-Bundesliga auch in einer Partie für die zweite Mannschaft in der Oberliga Baden Württemberg zum Einsatz kam. Nur ein Jahr später kam es dann zur Rückkehr in den Fautenhau. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten zur Saison 2009/2010 konnte Christopher Knett sich dann als gerade mal 20-Jähriger in der darauffolgenden Saison mit überzeugenden und konstanten Leistungen einen Stammplatz auf der Torhüter-Position im Regionalliga-Team der SG erkämpfen und stand von diesem Zeitpunkt an zwischen den Torpfosten beim Dorfklub. In dieser Zeit war Knett u.a. im Finale des wfv-Pokals 2012 (0:2 gegen den 1. FC Heidenheim) und gar in der 1. Runde des DFB-Pokals (1:2 gegen den FSV Frankfurt) als SG-Keeper im Einsatz.

Nach vier Jahren im rot-schwarzen Dress und insgesamt 95 Pflichtspielen für die Aspacher, zog es den bescheidenen Knett schließlich zurück in seine Heimat. Beim SC Austria Lustenau, im wunderschönen Vorarlberg, gab „Schluchti“, wie er einst liebevoll von seinen Teamkameraden genannt wurde, bereits am 1. Spieltag der Saison 2013/2014 sein Profidebüt in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs. Bei den Lustenauern war Knett von Beginn an die Nr. 1 im Tor und wurde über die Jahre ein großer Rückhalt und zugleich Leader für den ambitionierten Zweitligisten. In der Saison 2016/2017 wurde er aufgrund seiner Leistungen außerdem als drittbester Torhüter der Liga gekürt. 

Doch auch nach vier erfolgreichen Jahren beim SC Austria Lustenau, suchte der blonde Keeper eine neue Herausforderung. Der Ligakonkurrent FC Wacker Innsbruck nahm Knett zur aktuellen Saison 2017/2018 schließlich unter Vertrag und seitdem ist er auch dort der unangefochtene Stammkeeper, der mit seinen Innsbruckern momentan den 3. Tabellenplatz belegt und auf dem bestem Weg in die tipico Bundesliga, das Oberhaus des österreichischen Fußballs, ist.

Aber Christopher hat auch seine alte Heimat in Aspach selbstverständlich nicht vergessen. Erst in der Sommervorbereitung stattete der Ex-Aspacher seinen ehemaligen Kollegen im Trainingslager am Walchsee in Österreich einen Besuch ab und pflegt auch heute noch den ein oder anderen Kontakt im Schwabenland. 

Auch wenn Christopher Knett nun schon eine ganze Weile in seiner Heimat seine Mannschaft vor möglichen Gegentoren bewahrt – er wird stets der sympathische und gesellige Ruhepol mit den außergewöhnlichen Reflexen bei der SG Sonnenhof Großaspach bleiben. Deswegen hat sich auch Christopher den Platz in der „Was macht eigentlich...“-Serie redlich verdient.