3.L | Mittwoch, 6. September 2017 (LV)
Unsere neue Serie: Was macht eigentlich...? Heute mit: Saer Sene

Der in einer Vorstadt von Paris geborene Saer Sene zählt auch heute noch zu den ewigen Top-10-Torschützen der SG Sonnenhof Großaspach, für die er in den Spielzeiten 2007/2008 und 2008/2009 insgesamt 31 Pflichtspieltore erzielen konnte.

In der Jugend von Paris St. Germain ausgebildet, wechselte der Sohn des ehemaligen senegalesischen Nationalspielers Oumar Sene schließlich zum FC Etampes, ehe er über einen Kurzaufenthalt bei der SG Schorndorf letztendlich aufgrund seiner außergewöhnlichen fußballerischen Fähigkeiten von den Aspachern verpflichtet wurde.

Nach zwei Saisons im SG-Dress und der Meisterschaft in der Oberliga Baden-Württemberg sowie dem Gewinn des WFV-Pokals dauerte es nicht lange und der FC Bayern München klopfte an die Tür des Dorfklubs. An der Säbener Straße gehörte er zwar dem Kader der Drittliga-Mannschaft an, absolvierte jedoch Teile der Vorbereitung unter dem Starensemble vom damaligen FCB-Coach Louis van Gaal und markierte im Rahmen des Audi Cups 2009 sogar einen Treffer beim 4:1-Erfolg der Münchner gegen den AC Mailand.   

Zwei Spielzeiten war Saer für die Bayern aktiv und wechselte danach in die USA zu New England Revolution. Nach 17 Treffern in 60 Pflichtspielen für den Franchise-Club aus Foxborough folgte ein weiteres Engagement in der Major League Soccer bei den New York Red Bulls wo er u.a. an der Seite von Frankreich-Weltmeister und Arsenal-Legende Thierry Henry für Wirbel im Angriff sorgte.

Nun begann die Odysee von Sene  - den 1,90m großen Mittelstürmer zog es ihn Januar 2015 zunächst auf die Insel zum englischen Zweitligisten FC Blackpool - neun Monate später folgte die Rückkehr nach Deutschland. Über die Stationen SV Wehen Wiesbaden und Stuttgarter Kickers ging es im März 2017 zum bulgarischen Erstligisten PFC Montana.

Nach Frankreich, Deutschland, USA, England und Bulgarien ist Marokko momentan das sechste Land seiner Laufbahn, wo er seit Juli diesen Jahres beim Erstligisten Chabab Atlas Khénifra unter Vertrag steht.

Wo auch immer Saer gerade und zukünftig spielt -  Sene wird den SG-Fans immer als der pfeilschnelle und vor allem lebensfrohe Aufstiegsstürmer in Erinnerung bleiben. Auch deswegen hat er den Platz in der „Was macht eigentlich...“-Serie verdient.