3.L | Mittwoch, 2. August 2017 (BKZ)
2:0 - ein echtes Team siegt gegen Zwickau!

3. Spieltag  |  3. Liga
Dienstag, 1. August 2017  |  mechatronik Arena

SG Sonnenhof Großaspach - FSV Zwickau 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Vitzthum (21.), 2:0 Sohm (FE) (66.).
Besondere Vorkommnisse: Broll hält Handelfmeter von Wachsmuth (61.).
Aufstellung SG Sonnenhof Großaspach: Broll – Gehring, Leist, Özdemir - Schiek, Hägele, Bösel (84. Pelivan), Vitzthum - Gyau (88. Baku), Sané (74. Röttger), Sohm.
Zuschauer: 1.500.

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Zweites Heimspiel, zweiter Heimsieg

Aspachs Drittligafußballer bejubeln schwer erkämpftes 2:0 über Zwickau – Gyau und Broll ragen aus starker SG-Elf noch heraus

Am Ende gab es Standing Ovations. Die hatte sich Fußball-Drittligist SG Sonnenhof gestern Abend verdient. Gegen den FSV Zwickau musste Großaspach ein dickes Brett bohren, ehe das 2:0 gegen starke Sachsen erkämpft war. Und das in einem engen Duell, in dem Torwart Kevin Broll sowie Angreifer Joseph-Claude Gyau aus einer guten SG-Elf noch heraus ragten.

Von Uwe Flegel - Allgemein gelten Schwaben als eher zurück haltend. Doch kurz vor Dreiviertelneun war es am Dienstagabend soweit. Die Fans erhoben sich jubelnd und klatschend, als Trainer Sascha Hildmann kurz vor Schluss seinen Offensivmann Joseph-Claude Gyau vom Platz holte. Er wollte ihn wohl schützen. Erstens davor, dass sich das pfeilschnell Kraftpaket noch seine zweite Gelbe Karte in dieser Partie abholte. Zweitens vor weiteren Fouls der Gäste. Denn die hatten den US-Amerikaner in den Minuten zuvor oft nur noch durch Fouls stoppen können. Zu sehr setzte ihnen der 24-Jährige zu.

Zum ersten Mal in der 21. Minute. Vom ebenfalls starken Sebastian Bösel gut in Szene gesetzt, schlug Gyau auf der linken Seite zwei Haken und jagte den Ball aus 18 Metern flach in Richtung Zwickauer Tor. Zwar kratzte Johannes Brinkies die Kugel noch aus der Ecke, doch gegen den Schuss des heranstürmenden Linksverteidigers Michael Vitzthum aus spitzem Winkel zum 1:0 war Zwickaus Schlussmann machtlos. Seinen zweiten großen Auftritt hatte Gyau dann nach einer guten Stunde. Erst versetzte er wieder einmal Morris Schröter, dann wusste sich Innenverteidiger Davy Frick nur noch mit einem Foul im Strafraum zu helfen. Mit dem fälligen Elfmeter erhöhte Pascal Sohm auf 2:0 und entschied damit eine Partie, die bei weitem nicht so klar war wie es das Ergebnis besagt.

Denn Möglichkeiten hatten auch die Sachsen, die aber entweder zu ungenau zielten wie Frick bei seinem Kopfball in der 23. Minute, oder zu lange zögerten wie Aykut Öztürk, dessen Schuss in der 53. Minute von Bösel noch abgeblockt wurde, oder wie Toni Wachsmuth in der 60. sowie Fridolin Wagner in der 88. Minute am klasse haltenden Kevin Broll scheiterten. Der Erstere mit einem Handelfmeter, der Zweite mit einem Kopfball aus kurzer Distanz. „Wenn der Elfer zum 1:1 reingegangen wäre, dann oh...“, wusste Coach Hildmann, dass sein Torwart in dem ganz, ganz engen Duell großen Anteil am Aspacher Sieg hatte.

Die Frage, ob der Erfolg nun glücklich oder nicht war, hatte Gästetrainer Torsten Ziegner für sich schnell beantwortet: „Der Sieg war verdient, weil Aspach weniger Fehler als wir gemacht hat, weil die SG effektiver war und weil sie gieriger war, den Ball über die Linie zu drücken.“ Das kann man durchaus so sehen. Doch einfach machten es die Sachsen den Schwaben beileibe nicht. „Das war das erwartet schwere Spiel“, urteilte Hildmann tief durchatmend und fand in seinem Co-Trainer Zlatko Blaskic Unterstützung: „Zwickau war ein ganz ekliger Gegner.“ Einer, der die Hausherren fast ständig unter Druck setzte und nie zur Ruhe kommen ließ. Selbst in den letzten Sekunden warf der nach drei Spielen weiterhin auf seinen ersten Dreier wartende FSV alles in die Waagschale, um die Partie irgendwie noch zu wenden.

Was bei den Hausherren richtig gut passte, das waren Defensive, Kampfgeist und Einsatz. Immer wieder gelang es einem Abwehrspieler, noch einen Fuß dazwischen zu bringen, wenn die Gäste aussichtsreich in Position standen. Und: Vorne war das Umschaltspiel ein mal mehr so gut, dass es immer wieder zu brandgefährlichen Nadelstichen reichte. Zweimal mit solch durchschlagendem Erfolg, dass der Dorfklub im zweiten Heimspiel den zweiten Heimsieg bejubelte...

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 2. August 2017

Impressionen aus der mechatronik Arena

Fotos von Uwe Ehrlich