3.L | Samstag, 29. Juli 2017 (pm)
SG besteht den Fight in Rostock – verdienter Punktgewinn an der Ostsee

2. Spieltag  |  3. Liga
Samstag, 29. Juli 2017  |  Ostseestadion Rostock

FC Hansa Rostock - SG Sonnenhof Großaspach 0:0

Tore: -
Aufstellung SG Sonnenhof Großaspach: Broll – Schiek, Gehring, Leist, Özdemir (46. Sané), Vitzthum (66. Pelivan), Sohm, Hägele, Bösel, Gyau, Röttger (79. Binakaj)
Zuschauer: 12.500

[Zusammenfassung der 90 Minuten beim SWR]
[Der Gamereport bei Telekom Sport]

Die Analyse:

Sascha Hildmann musste bei der Partie beim F.C. Hansa Rostock nicht nur auf die bisher verletzten Jannes Hoffmann, Nico Gutjahr, Felice Vecchione und Mario Rodriguez verzichten. Auch Yannick Thermann konnte aufgrund einer Zerrung im Oberschenkel die weite Reise in die Hansestadt nicht antreten. Für ihn lief - wie schon im zweiten Durchgang der Partie gegen den 1. FC Magdeburg – Sebastian Bösel im zentralen Mittelfeld neben Daniel Hägele auf. Ansonsten schenkte Hildmann genau den Spielern von Beginn an das Vertrauen, die auch schon am vergangen Sonntag zum Anpfiff auf dem Platz standen. Auch der erkältete „Ötzi“ Özdemir biss auf die Zähne, musste aber in der Halbzeit vom Feld.

Rostock machte von Beginn an Druck, die erste Möglichkeit der Partie hatten allerdings die Aspacher. Der pfleilschnelle Jo Gyau wurde klasse von Julian Leist und Michael Vitzthum eingesetzt, scheiterte aber mit seinem Schuss an Hansa-Keeper Blaswich. Die Gastgeber versuchten über die agilen Außenspieler Fehr und Bouziane zum Erfolg zu kommen, der Dorfklub hielt das Team von Pavel Dotchev allerdings durch viel Einsatz und Laufbereitschaft außerhalb des Strafraums, so dass Hansa nur durch Fernschüsse gefährlich werden konnte.

Beispielsweise wie durch Fehr (15.) -  drüber - und Holthaus (22.) – keine Gefahr für Broll. In der Folgezeit hatte zwar Hansa mehr Ballbesitz, die SG setzte aber immer wieder Nadelstiche – Schiek und Bösel verpassten in der 25. Spielminute nach toller Hereingabe von Sohm. Kurz zuvor hatte Özdemir den Ball nach einem Freistoß nicht gefährlich auf das Tor der Gastgeber gedrückt bekommen. Nachdem ein Angriff von Benyamina kurz vor dem Halbzeitwechsel stark von Gehring geblockt wurde, ging es mit einem torlosen 0:0 in die Pause.

Für den erkälteten und erschöpften Özdemir kam in der Halbzeitpause Sané in die Partie, Hildmann stellte zudem auf 4-4-2 um. Die beste Phase der Rostocker mit zwei Großchancen durch Benyamina (48. und 65.), die einmal von Broll mit einer Glanztat vereitelt wurde und im zweiten Fall durch den jungen Keeper eingeleitet wurde, überstand das Team um Kapitän Daniel Hägele schadlos und sorgte ihrerseits für Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse. In der 72. Spielminute zappelte die Kugel somit auch folgerichtig im Netz des FCH, doch Schiedsrichter Frank Willenborg entschied zum Leidwesen der Aspacher auf Foul von Timo Röttger kurz zuvor. Ein regulärer Treffer, wie auch später die TV-Bilder zeigen sollten. Alle Diskussionen nutzten dennoch nichts, die SG schüttelte sich und eben dieser Röttger hatte zwei Minuten später selbst den Siegtreffer auf dem Fuß, kam aber nach toller Vorabreit von Sané einen Schritt zu spät und erwischte den Ball nur noch mit der Fußspitze. Die Rostocker wurden nun zwar nochmals vom enthusiastischen Publikum nach vorne gepeitscht, zulegen konnten in den letzten Minuten aber vor allem die Gäste. Gyau und Pelivan scheiterten aber mit ihren Versuchen für die Aspacher und auch die letzte Rostocker Chance verpuffte. So blieb es schlussendlich beim 0:0 an der Ostsee.

Die Stimme zum Spiel:

Cheftrainer Sascha Hildmann: „Natürlich hat Hansa zu Beginn viel Druck gemacht. Darauf waren wir eingestellt und man hatte dennoch immer das Gefühl, dass wir die gefährlichen Situationen bekommen. In der Halbzeit musste Özdemir aufgrund seiner Erkältung in der Kabine bleiben, wir haben gleichzeitig das System umgestellt. Die Druckphase mit den zwei großen Chancen für Rostock haben wir überstanden und hätten danach durch Sané - was aus meiner Sicht von der Bank ein reguläres Tor war - und Röttger den Sieg auf dem Fuß. Dennoch - das Ergebnis geht in Ordnung und wir nehmen einen verdienten Punkt aus Rostock mit."

Kapitän Daniel Hägele: "Ich denke, dass wir im ersten Durchgang die Qualität von Rostock gesehen haben. Wir haben aber immer dagegenhalten und nach der Druckphase von Hansa kurz nach der Pause den Sieg auf dem Fuß. Für mich war es aus meiner Sicht auf dem Feld ein reguläres Tor, aber sei's drum - wir haben uns den Punkt absolut verdient hier."

Die kommende Partie:

Bereits am kommenden Dienstag, den 01. August 2017, trifft die SG Sonnenhof Großaspach in der heimischen mechatronik Arena auf den FSV Zwickau. Anpfiff der Partie ist um 19 Uhr.