3.L | Montag, 10. April 2017 (BKZ)
Zapel: „Uns fehlten am Ende die Körner“

32. Spieltag  |  3. Liga 2016/17
Samstag, 8. April  |  14:00 Uhr  |  Schauinsland-Reisen-Arena

MSV Duisburg - SG Sonnenhof Großaspach   2:1 (0:0)

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Großer Kampf der SG nicht belohnt

Drittligist aus Großaspach zieht beim Spitzenreiter MSV Duisburg nach einer 1:0-Führung mit 1:2 den Kürzeren

Die SG Sonnenhof Großaspach schnupperte beim Drittliga-Spitzenreiter MSV Duisburg zeitweise an einem Dreier. Die Fußballer aus dem Fautenhau mussten sich aber nach einer 1:0-Führung am Ende noch mit 1:2 geschlagen geben. Trotzdem boten die Schwaben dem Ex-Bundesligisten einen harten Fight.

Von Heiko Schmidt - Großaspachs Trainer Oliver Zapel hatte zwei Veränderungen in der Startelf gegenüber dem 1:0-Heimsieg am Mittwoch gegen Osnabrück vorgenommen. Für den gesperrten Torjäger Lucas Röser (fünfte Gelbe Karte) rückte Michael Maria in den Sturm. Pascal Sohm war aufgrund von Adduktorenproblemen nicht im Kader. Für ihn spielte Kai Gehring. So begann der ersatzgeschwächte Sonnenhof mit der taktischen Grundordnung 3-4-3.

Von Anfang an waren die Rollen klar verteilt. Duisburg besaß mehr Spielanteile und hatte auch mehr Ballbesitz. Die Defensive der SG stand jedoch sehr sicher. Besonders Julian Leist und Kai Gehring hatten die beiden MSV-Stürmer Kingsley Onuegbu und Stanislav Iljutcenko meist im Griff. Die Hausherren rannten allerdings immer wieder gegen das Großaspacher Bollwerk an und erarbeiteten sich auch einige Chancen. So schlenzte Zlatko Janjic nach drei Minuten den Ball aus 18 Metern neben den SG-Kasten. Einen 20-Meter-Knaller von Andreas Wiegel parierte Sonnenhof-Schlussmann Kevin Broll in der 18. Minute glänzend. Der Keeper war auch in der 43. Minute auf dem Posten, als Onuegbu aus 20 Metern abgezogen hatte.

So gut die Großaspacher in der Defensive standen, um so weniger lief nach vorne. Fehler im Spielaufbau kennzeichneten das Spiel der Schwaben. Nur zwei Mal tauchten die Gäste im ersten Durchgang gefährlich vor dem Gehäuse der Hausherren auf. In der 22. Minute strich ein 26-Meter-Freistoß von Jeremias Lorch knapp vorbei. Zehn Minuten später besaß Shqiprim Binakaj die größte Möglichkeit des Sonnenhofs. Der Offensivmann lief durch die Duisburger Hintermannschaft, verfehlte jedoch aus acht Metern freistehend das angepeilte Ziel.

Nach dem Seitenwechsel legte die SG einen Blitzstart hin. Beim ersten Angriff nach dem Anstoß setzte sich Binakaj auf der rechten Seite durch und erzielte die Großaspacher 1:0-Führung. Sein Schuss aus spitzem Winkel flog an den Pfosten, dann zu MSV-Keeper Mark Flekken und von ihm ins Netz. Duisburg war nun endgültig wachgerüttelt und machte Druck. Wiegels Schuss aus drei Metern wurde in der 52. Minute von Gehring abgeblockt. Eine Minute später parierte Broll super gegen Bröker. In der 59. Minute hielt der Sonnenhof dem großen Druck des Revierklubs nicht mehr stand. Kevin Wolzes 13-Meter-Schuss fälschte Iljutcenko unhaltbar zum 1:1-Ausgleich ab. Nur eine Minute danach klatschte ein 20-Meter-Geschoss von Janjic an den Pfosten.

Der Ex-Bundesligist ließ nicht nach und wollte den Siegtreffer. Janjic jagte den Ball aus 25 Metern über den SG-Kasten. Das Chancenfestival der Gastgeber ging weiter. Wolzes Schuss von der linken Seite lenkte Broll an die Latte. In der 80. Minute mussten die Großaspacher jedoch den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Ein langer Ball von Tugrul Erat von der rechten Seite flog in die Mitte, wo Iljutcenko goldrichtig stand und zum 2:1 einköpfte. Danach bemühten sich die Gäste, noch den erhofften Ausgleich zu erzielen. Doch am Ende fehlten die Kräfte, sodass es beim knappen 2:1-Erfolg der Duisburger blieb.

Oliver Zapel: „Uns fehlten am Ende die Körner“

Aspacher sind sich einig, dass letzte Partien viel Kraft gekostet haben

(hes). Enttäuschung machte sich etwas bei Großaspachs Trainer Oliver Zapel nach der 1:2-Niederlage breit. „Angesichts der Anzahl der Torchancen in der zweiten Halbzeit ist der Sieg der Duisburger verdient“, stellte er fest. Der Coach lobte aber auch sein Team: „Trotz unserer Rumpftruppe haben wir es gut gemacht. Es war ein richtiger Fight meiner Mannschaft.“ Zapel wusste auch, woran es lag, dass die SG die 1:0-Führung aus der Hand gegeben hatte. „Uns fehlten am Ende die Körner, um noch richtig dagegenzuhalten“, sagte Zapel.

Ins gleiche Horn wie der Trainer blies der SG-Torschütze Shqiprim Binakaj. „Wir hätten das 1:0 länger halten müssen. In der ersten Halbzeit hielten wir gut dagegen“, schätzte der Mittelfeldmann ein. Torhüter Kevin Broll stellte fest: „Die letzten beiden Spiele haben viel Kraft gekostet. Uns ist es aber ein paarmal gelungen, gefährliche Konter zu spielen.“ Doch am Ende stand die SG mit leeren Händen da. Glücklich zeigte sich hingegen der Duisburger Trainer Ilia Gruev: „Bei mir ist Erleichterung da. Wir haben das Spiel mit viel Nerven und Druck noch gedreht.“ Jedoch zeigte er auch Anerkennung für das gute Auftreten der Großaspacher in der Schauinsland-Arena. Der Sonnenhof hat nun eine Woche Zeit, um sich zu regenerieren. Am kommenden Samstag um 14 Uhr steht dann die Heimpartie gegen das Schlusslicht FSV Mainz 05 II an.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 10. April 2017

Impressionen aus Duisburg

Fotos: Tai