3.L | Samstag, 25. Mrz 2017 (PM)
Aspach gegen Zwickau - Auch heute wieder mit Pascal Sohm

29. Spieltag  |  3. Liga 2016/17
Samstag, 25. März  |  14:00 Uhr  |  mechatronik Arena

SG Sonnenhof Großaspach - FSV Zwickau

[Die BKZ, unser Medienpartner]
[zum Onlineticketing]

Sohm schielt nicht nur auf die Statistik

SG-Fußballer glaubt, auch mit seiner Spielintelligenz zu punkten

„Automatisch“ habe sich der Vertrag von Pascal Sohm verlängert, teilte Fußball-Drittligist Großaspach kürzlich mit. Hörte sich fast so an, als sei dem Offensivspieler etwas in den Schoß gefallen, doch es ist völlig anders. 24 Einsätze in der Startelf sowie eine Einwechslung zur Halbzeit ließen diese Klausel greifen. Dass der 25-Jährige dafür nur 26 Spieltage benötigte, zeigt vor dem heutigen Heimspiel gegen Zwickau (14 Uhr) seinen Stellenwert.

Von Steffen Grün - 2014 zur SG zu wechseln, war für Pascal Sohm ein logischer Entschluss. Nicht nur, weil Aspach gerade in die Dritte Liga aufgestiegen war und er mit Ulm beide Regionalligaduelle gegen seinen neuen Verein verloren hatte. Sondern auch, weil er sich „an der besten Adresse“ sah, was die Vereinbarkeit von Profitum und dem zweiten Standbein betrifft: „Das ist maßgeschneidert für mich.“ Sohm unterschrieb einen Zweijahresvertrag und verlängerte 2016 um ein Jahr mit der Option auf noch eines.

Sich zunächst einmal für eine zusätzliche Spielzeit aneinanderzubinden, machte für beide Seiten Sinn. Für den Spieler, um zu gucken, wie sich die Einsatzzeiten entwickeln. Für den Verein, um abzuwarten, wie sich dieser 1,86 Meter große, wuchtige Akteur von einer langen Verletzungspause erholt. Prima, kann man heute nur sagen – ansonsten hätte ihn Oliver Zapel in dieser Runde nicht mit zwei Ausnahmen, von denen eine einer Viruserkrankung geschuldet war, immer in seine Startelf beordert.

Somit hat sich der Vertrag bis 2018 ausgeweitet. Papier mag in der Szene geduldig sein, doch Sohm geht fest davon aus, in Aspach auch nach der Sommerpause auf der Matte zu stehen – im wahrscheinlichen Fall einer weiteren Drittligasaison genauso wie bei einem überraschenden Auf- oder immer weiter entfernten Abstieg: „Das ist mein Plan. Ich will auch meine berufliche Karriere noch mindestens ein Jahr vorantreiben.“ Das Sportwissenschaftsstudium an der Uni in Stuttgart hat der Kicker beendet, „nun wird sich etwas ergeben, das mit dem Fußball zu vereinbaren ist. Ich finde auch Sportmedizin sehr interessant.“

Das Duale System im Fautenhau ist ideal für ihn, auch sportlich spricht nichts gegen den Verbleib. Wenn Sohm seine Zeit in Aspach rekapituliert, denkt er gern an die Premierensaison zurück. Er machte sofort 33 Drittligaspiele, davon 19 von Beginn an, und erzielte zwei Tore. „Rüdiger Rehm hat auf mich gesetzt, das war wichtig. Ich habe mich sehr gut entwickelt“, erinnert sich der Offensivspieler, der aber schon in der Runde darauf die Schattenseiten kennenlernte. Ein Syndesmoseriss, den er vor dem ersten Spiel erlitten hatte, setzte ihn länger außer Gefecht als gedacht. Nicht mit Beginn der Rückrundenvorbereitung war er wieder fit, sondern erst im März. Sechs Partien kamen immerhin noch zusammen, mit einem Tor und zwei Assists deutete er sein Potenzial aber prompt wieder an.

„Es ist meine bislang beste Runde für Großaspach“

Sein anfänglicher Förderer Rehm ging, zum Problem wurde das nicht. Mit Nachfolger Zapel kommt der Spezialist für die rechte Außenbahn „gut zurecht, es ist meine bislang beste Runde für Aspach“. Nach Michele Rizzis Abgang stieg Sohm sogar zum Hauptverantwortlichen für Eckbälle und Freistöße auf. Selbstbewusst bezeichnet sich der gebürtige Künzelsauer als einen „spielstarken, spielintelligenten Spieler, der weniger mit seiner Statistik punktet“. Sohm räumt zwar ein, dass zwei Tore und vier Vorlagen „absolut ausbaufähig sind“, betont aber, „dass ich auch Pech mit Aluminiumtreffern hatte“. Vier Stück waren es, der bislang letzte in Münster, „als ein Spieler seinen Schädel dazwischengebracht hat und den Ball so an den Pfosten köpfte“. Auch in Lotte hatte er einen Pfosten- „und einen Wirkungstreffer“. Bei einem Kopfballduell krachte es heftig, eine böse Gehirnerschütterung war die Folge.

Umso schöner war der 2:0-Heimsieg gegen Lotte im Rückspiel im Fautenhau am vergangenen Mittwoch. Damit hat die SG die 40-Punkte-Marke geknackt, mit weiteren fünf Zählern wäre das erste Ziel erreicht und die Blicke könnten ausschließlich nach oben gehen. Solange das nicht der Fall ist, gilt für Pascal Sohm jedoch: „Wer träumt, wird schnell auf den Boden der Realität zurückgeholt.“ Er gehört auch nicht zu den vielen Kickern, die sich hohe Fernziele stecken, „vielleicht hat einmal ein Zweitligaverein Interesse, vielleicht auch nicht – ich kann es sowieso nur mit meiner Leistung beeinflussen“. Außerdem: Wer sagt, dass es nicht auch mal mit der SG Sonnenhof hochgehen kann? Vielleicht in seiner vierten Saison in Großaspach.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 25. März 2017

Nutzt den Shuttlebus aus Backnang

Die SG Sonnenhof Großaspach setzt heute wieder einen Shuttle-Service für Fans vom ZOB Backnang ein.

Die Abfahrtszeiten:

  • ZOB Backnang -> mechatronik Arena
    13:15 Uhr   ZOB Backnang
    13:16 Uhr   Etzwiesenbrücke
    13:17 Uhr   Roßbergstaffe
  • mechatronik Arena -> ZOB Backnang
    Rückfahrt um 16:15 Uhr