SG1 | Sonntag, 15. Dezember 2013 (BKZ)
Eine Bilanz wie aus dem Bilderbuch

Lobt die harte Arbeit von Trainer Rüdiger Rehm und der Aspacher Regionalligaelf: SG-Präsident Werner Benignus (links). Foto: A. Becher

Eine Bilanz wie aus dem Bilderbuch

Präsident Werner Benignus stellt dem Ligaprimus der Regionalliga und Trainer Rüdiger Rehm ein sehr gutes Zwischenzeugnis aus.

Werner Benignus muss schmunzeln. Sehr zufrieden. Das ist doch überhaupt keine Frage, antwortet er dann. Was hätte der Präsident der SG Sonnenhof zur Regionalligaelf auch anderes sagen sollen Großaspachs Fußballer feiern Weihnachten als Regionalliga-Tabellenführer und WFV-Pokal-Halbfinalist. Großen Grund zur Mäkelei kanns nicht geben.

Läuft alles optimal, gibts ab dem Sommer 2014 fast jedes Wochenende im Fautenhau Drittligafußball. Dann, wenn zum VfB StuttgartII, der wegen der Sanierung des Stadions in Degerloch ein Jahr nach Aspach ins Exil geht, die SG Sonnenhof hinzu kommt. Voraussetzung dafür ist, dass die Elf von Trainer Rüdiger Rehm am Saisonende einen der ersten zwei Plätze der Regionalliga Südwest belegt und als Sieger aus Hin- und Rückspiel gegen einen der Meister der Regionalligen Nord, Nordost, West und Bayern hervorgeht. Favorit im Südwesten ist die SG, weil 12 der bisherigen 19 Partien gewonnen und nur 3 verloren wurden. Mit 35:19 Toren und 40 Punkten hat die SG vier Zähler Vorsprung auf den Zweiten FSV Mainz 05 II und den Dritten Eintracht Trier. Nur der SC Freiburg II kann mit einem Dreier im Nachholspiel dem Tabellenführer noch näher kommen.

Insgeheim haben wir es uns schon gewünscht, aber erwarten konnten wir es nicht, freut sich Werner Benignus über den guten ersten Saisonabschnitt. Wobei der Präsident nicht alles in Rosarot malt. Denn wir hatten schon auch Probleme. Er erinnert an die fünf Heimspiele in Folge, in denen dem Ligaprimus im eigenen Stadion kein Sieg gelang. Dem entgegen steht die imposante Auswärtsserie. Während der ganzen Hinrunde verlor der Sonnenhof in der Fremde kein Spiel. Und auch die erste Rückrundenpartie wurde beim SV Waldhof Mannheim 2:1 gewonnen. Mit 23 Zählern führt Aspach die Auswärtsrangliste klar an. In der Heimtabelle ist der Spitzenreiter nur Zehnter. Ich kanns nicht begründen, sagt Benignus zu dieser eher ungewöhnlichen Bilanz. Entsprechend froh ist er, dass sich sein Team mit drei Siegen in Serie (Koblenz, Hoffenheim II und Baunatal) zuletzt auch zu Hause als Macht erwies.

Ein wichtiger Grund für den Erfolg ist die glückliche Hand, die der Sonnenhof mit seinen Zugängen hatte. Ein Beispiel ist Kai Gehring, der die Riesenlücke in der Innenverteidigung schloss, die der beruflich bedingte Rückzug von Dennis Grab riss. Immerhin ging mit Grab der Kapitän von Bord, der in der Vorsaison für die Stabilität in der Defensive unverzichtbar war. Doch nicht nur die neuen Trümpfe wie Torwart Christopher Gäng stachen. Auch Akteure wie Michele Rizzi, Kapitän Daniel Hägele und Abwehrorganisator Robin Schuster sind erneut Leistungsträger. Weil sich zudem junge Kicker wie Moritz Kuhn in den Vordergrund spielten, ist Aspach im Gegensatz zur Vorsaison nicht nur vorne mit dran, sondern thront diesmal ganz oben.

Werner Benignus sieht den Erfolg, als Ergebnis harter Arbeit der Mannschaft und des Trainerteams um Rüdiger Rehm. Der Präsident betrachtet Rang eins zudem als Ergebnis, dass sich unsere Vereinsstruktur Jahr für Jahr verbessert hat. Sollten seine Kicker ihren Höhenflug bis zum Saisonende fortsetzen und dann in den Relegationsspielen noch das nötige Glück haben, sieht Benignus die SG Sonnenhof jedenfalls uneingeschränkt in der Lage, dass wir die Dritte Liga packen. Wenn nicht, dann geht die Welt in Aspach nicht unter. Für Werner Benignus stellt sich diese Diskussion jetzt aber gar nicht. Lieber blickt er zufrieden schmunzelnd auf die Tabelle und sieht, dass es nichts zu mäkeln gibt.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 14.12.2013