3.L | Samstag, 11. Februar 2017 (PM)
Mit viel Moral zum gefühlten Sieg

 

22. Spieltag  |  3. Liga 2016/17
Samstag, 11. Februar  |  14:00 Uhr  |  mechatronik Arena

SG Sonnenhof Großaspach - FC Hansa Rostock   1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Benyamina (26.), 1:1 Röser (61.)
Besondere Vorkommnisse: Rot für Lorch wegen Notbremse (24.)
Aufstellung SG Sonnenhof Großaspach: Yelldell - Schiek, Leist, Gehring, Lorch – Maria, Jüllich, Sohm (90. Hoffmann), Kwadwo, Rodriguez (72. Gyau) - Röser.
Zuschauer: 2.441

[Die BKZ, unser Medienpartner mit SG-TV Videobericht]
[Aus der SWR-Mediathek "Sport am Samstag"]
[Die kompletten 90 Minuten beim NDR]

65 minütige Unterzahl und Rückstand egalisiert

Die Analyse

Personell angeschlagen und zwei Nackenschläge in der ersten Halbzeit - zur Pause sah es für die Elf von Cheftrainer Oliver Zapel alles andere als gut aus. Doch danach folgte ein zweiter Durchgang, der nicht nur die SG-Fans in der mechatronik Arena staunen und der den Dorfklub als gefühlter Sieger den Platz verlassen ließ.

Ohne Kapitän Daniel Hägele, der mit einem Muskelfaserriss für drei bis vier Wochen ausfallen wird, ohne Marlon Krause, der sich mit Knieproblemen plagt und mit vielen angeschlagenen Spielern startete die SG in die Partie gegen den F.C. Hansa Rostock. Und als Jeremias Lorch in der 24. Spielminute als letzter Mann von Schiedsrichter Sven Waschitzki die Rote Karte gesehen und zwei Minuten später Benyamina zur 1:0-Führung für die Rostocker getroffen hatte, wetteten wohl nur noch wenige Besucher auf die SG-Elf. Doch angeführt von einem überragenden Julian Leist und dank einer klasse Leistung mit viel Moral glich der Dorfklub in der 61. Spielminute durch einen Treffer von Lucas Röser verdient aus. Kapitän Kai Gehring hatte die Kugel nach einer Schiek-Flanke in die Mitte gedroschen und der SG-Torjäger war zur Stelle. Die Aspacher machten weiter Druck und hatten mit zehn Mann im zweiten Durchgang die größeren Spielanteile. Sechzig Sekunden nach seinem Treffer hätte Röser fast per Kopf für die Führung gesorgt, brachte aber nicht genug Druck hinter die Kugel. Die Hanseaten hatten durch Benyamina ihre beste Gelegenheit (70.), der scheiterte aber an Yelldell. Teilweise durch Krämpfe geplagt kämpfte der Dorfklub gegen den früheren Bundesligisten um jeden Ball und verdiente sich mit viel Herzblut möglicherweise sogar mehr als einen Punkt.

Die Stimme zum Spiel

Cheftrainer Oliver Zapel: „Für uns fühlt sich das heutige Unentschieden an wie ein Sieg. Mental war das die stärkste Leistung in der bisherigen Saison. Wir haben eine unfassbar harte Woche hinter uns, verletzungs- sowie schicksalbedingt. Wir haben eine Mannschaft auf das Feld geschickt, die so noch nie zusammengespielt hat, was man zu Beginn der Partie auch feststellen konnte. Als Fortsetzung dieser Woche kassieren wir dann natürlich auch noch diese Rote Karte was uns ebenfalls sehr hart trifft. Der Halbzeitpfiff kam für uns schließlich wie eine Erlösung, wir konnten uns sammeln, neu einstellen, auch auf die veränderten Bedingungen. So wie die Mannschaft das in der zweiten Halbzeit abgeliefert hat verdient das den höchsten Respekt, das war richtig stark und hat unser SG-Gesicht gezeigt!"

Die kommende Partie

Am kommenden Samstag muss die SG beim SC Preußen Münster ran. Anpfiff der Partie ist um 14 Uhr.

Impressionen aus der mechatronik Arena

Fotos: Uwe Ehrlich / Tai