3.L | Samstag, 10. Dezember 2016 (tai)
Zwei Eier im Storchennest - drei Punkte für das Dorf

18. Spieltag  |  3. Liga 2016/17
Samstag, 10. Dezember  |  14:00 Uhr  |  Holstein-Stadion

Holstein Kiel - SG Sonnenhof Großaspach   1:2 (1:1)

Tore: 1:0 Schindler (12.), 1:1 Jüllich (41.), Maria (89.)
Aufstellung SG Sonnenhof Großaspach: Broll - Gehring, Leist, Krause - Lorch, Jüllich, Hägele, Schiek – Kwadwo (58. Maria), Sohm (83. Binakaj), Röser (90. Röser)
Zuschauer: 4.368

[Die BKZ, unser Medienpartner mit SG-TV Videobericht]
[Aus der SWR-Mediathek Sport am Samstag"]

EINSATZ, MORAL UND EIN ECHTES TEAM

SG DREHT RÜCKSTAND UND BELOHNT SICH MIT DREI PUNKTEN IN KIEL

Die Analyse

Nach dem 2:1 Heimerfolg am vergangenen Freitagabend gegen den SV Wehen Wiesbaden musste die SG Sonnenhof Großaspach heute bei der Kieler Sportvereinigung Holstein ran. Vor knapp 4.400 Zuschauern waren die Aspacher zunächst großem Druck der Hausherren ausgesetzt – bereits nach zwei Minuten kam KSV-Stürmer Mathias Fetsch zum Schuss, verfehlte aber letztendlich knapp das Gehäuse von SG-Schlussmann Kevin Broll. Auch die nächste gefährlich Aktion gehörte den Gastgebern: Kingsley Schindler nutzte den Freiraum in der Aspacher Hälfte zu seinem Vorteil, nahm aus 25 Metern Maß und versenkte seinen Schuss unhaltbar im linken, oberen Toreck (12.). Die SG zeigte sich wenig beeindruckt und hielt gegen den Aufstiegsfavoriten mit Leidenschaft dagegen. Fetsch und Lorch hätten in der Folge für ihre jeweilige Mannschaft einen Treffer erzielen können – schlussendlich war es aber Nico Jüllich, der den Ball im Netz zappeln ließ. Der Mittelfeldspieler stand im Kieler-Strafraum goldrichtig und verwandelte eine Sohm-Flanke per Direktabnahme zum Ausgleichstreffer (41.). 1:1 und der gleichzeitige Pausenstand im Holstein-Stadion.

Nach dem Seitenwechsel setzten zunächst die Aspacher die ersten offensiven Impulse und kamen durch Jüllich (50.) zum ersten Torabschluss der zweiten Spielhälfte. Ein langer Ball auf Lucas Röser sorgte schließlich für den nächsten Aufreger: der SG-Torjäger wurde auf dem Weg zum gegnerischen Tor von Dominik Schmidt mit einem Foul gestoppt – Rot für den Innverteidiger. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war die Zapel-Elf das spielbestimmende Team und agierte gegen die Hausherren mit viel Ballbesitz. Dennoch war es wieder der auffällige Kingsley Schindler, der die Führung für Holstein auf dem Fuß hatte, aber an SG-Keeper Broll scheiterte (57.). Michael Maria, der für „Manni“ Kwadwo ins Spiel kam (58.) brachte zusätzlich Schwung in das Spiel des Dorfklubs und setzte auf der linken Außenbahn vermehrt Akzente. Das Tempo gaben nun die Schwaben vor, während die Kieler auf Konter lauerten und so war es wieder Schindler, der allein auf Kevin Broll zulief aber ein weiteres Mal am sicheren Rückhalt der Zapel-Elf scheiterte (80.). Mit großem Einsatz ging es in die Schlussminuten -  die SG wollte den Dreier, die Kieler versuchten dem Druck standzuhalten. Während Lorch für die Aspacher auf der Linie klärte (82.), sorgte Maria für zusätzlichen Jubel im Fanblock der SG – eine Schiek-Flanke versenkte der Nationalspielers von Curacao im Netz des Kieler Gehäuses (89.). 2:1 für Aspach, der Lohn für eine tolle Teamleistung und schlussendlich drei verdiente Punkte für die SG beim Aufstiegsfavoriten Holstein Kiel.

Die Stimme zum Spiel

Cheftrainer Oliver Zapel: „Wir sind schwer in die Partie gekommen, Kiel hat in den ersten Minuten losgelegt wie ein Orkan. Doch ein echtes Team macht es aus mit Rückschlägen umzugehen. Wir sind nach und nach besser ins Spiel gekommen und machen mit unserer größten Chance den wichtigen Ausgleichstreffer vor der Halbzeit. Ab der Roten Karte waren wir die spielbestimmende Mannschaft, wir sind geduldig geblieben und haben weiterhin als geschlossene Einheit auf den Siegtreffer hingearbeitet. Wir wussten, dass es in den letzten Minuten dann wohl möglich noch diese eine Chance geben wird und diese haben wir dann letztendlich auch bekommen und verdientermaßen zum Sieg genutzt. Umso mehr freut es mich natürlich für unseren „Miggi“, dass er hier zum Matchwinner wird, das wird ihm zusätzlich noch eine Menge Selbstvertrauen geben.“

Die kommende Partie

Am kommenden Freitag tritt die SG erneut unter Flutlichtbedingungen zum letzten Spiel im diesjährigen Kalenderjahr an. Anpfiff in der heimischen mechatronik Arena gegen den FC Rot-Weiß Erfurt ist um 19 Uhr. Im Anschluss an die Partie folgt für alle SGler die „Christmasparty“ – Tickets sind im Vorverkauf auf der Geschäftsstelle erhältlich.

Impressionen aus dem Holstein-Stadion

Fotos: tai