3.L | Freitag, 2. Dezember 2016 (PM)
Krause, Tor und drei Punkte – die SG besiegt Wiesbaden mit 2:1

17. Spieltag  |  3. Liga 2016/17
Freitag, 2. Dezember  |  14:00 Uhr  |  mechatronik arena

SG Sonnenhof Großaspach - SV Wehen Wiesbaden   2:1 (1:1)

Tore: 1:0 Pascal Sohm (9.), 1:1 Robert Andrich (13.), 2:1 Marlon Krause (88.)
Aufstellung SG Sonnenhof Großaspach: Broll - Gehring, Leist, Krause - Lorch, Jülich, Hägele (73. Maria), Schiek – Kwadwo (91. Hoffmann), Röser, Sohm (69. Binakaj)
Zuschauer: 1.000

[Die BKZ, unser Medienpartner mit SG-TV Videospielbericht]
[Aus der SWR-Mediathek "Sport am Samstag"]
[Aus der HR-Mediathek "heimspiel! am Samstag"]

Last-Minute-Sieg ist Balsam auf die SG-Wunden

Die Analyse

SG-Trainer Oliver Zapel vertraute mit der Rückkehr des zuletzt gesperrten Kai Gehring wieder auf die inzwischen bekannte 3-4-3 Formation. Das Spiel gewann sofort an Fahrt, beide suchten kompromisslos den Weg nach vorne. In der vierten Minute zeigte sich die SG brandgefährlich. Geburtstagskind Lorch eroberte den Ball im Mittelfeld und bediente Kwadwo, der in den Strafraum eindrang und aus halblinker Position den Ball am herauseilenden Reule im Kasten der Wiesbadener vorbeispielte. Jedoch schaffte es Ruprecht, den Ball mit der Hacke von der Linie zu kratzen. Die erste wirkliche Torannäherung hatte der SVWW in der achten Spielminute, ein Fernschuss aus 20 Metern ging aber klar am Tor vorbei. Im direkten Gegenzug blieben die Hausherren bei ihrem zweiten Angriff nerven- und abschlusstark. Manni bediente auf links den heraneilenden Sohm, der im Strafraum das Leder annahm kam und es in den Kasten schlenzte (9.). Lange währte die Freude über die Führung jedoch nicht – eine Flanke der Gäste wehrte Gehring zu kurz in die Mitte ab, Andrich schnappte sich die Kugel und bezwang Broll mit einem Distanzschuss aus fast 20 Metern zum 1:1 (13.). Nach diesem schwunghaften Beginn genehmigte sich die Partie eine kurze Verschnaufpause. In der 20. Minute überbrückte die SG dann aber wieder schnell das Mittelfeld, über die starke linke Seite flankte Lorch auf den zweiten Pfosten, wo Sohm den Ball nicht drücken konnte und die Chance so verpuffte. Die Hausherren blieben nun am Drücker – wieder ging es über links, Sohm führte den Ball und bediente Röser, der aus der Drehung abzog und Reule zu einer Parade zwang. In der 31. setzte Kwadwo Sohm aus der Bedrängnis heraus toll in Szene, dieser wiederrum zog zum Sprint an, vernaschte einen Abwehrspieler, marschierte großen Schrittes in Richtung Strafraum. Seine flache Hereingabe fand jedoch letztlich keinen Abnehmer. Chancen gab es jetzt fast im Minutentakt – in der 33. Minute ging es erneut über rechts, zum Abschluss kam Röser per Kopf, doch Funk fälschte den Ball gegen den Pfosten ab - schade! Die Hessen fanden in der Offensive nicht statt, außer dem Tor gelang dem Fröhling-Team nicht viel nach vorne. Trotz des dicken Chancenplus musste sich die SG mit einem Remis zur Pause zufrieden geben.    

Nach dem Wechsel fanden die Hausherren als erstes den Weg zum Tor. Ein toller Pass von Röser aus dem Mittelfeld zu Kwadwo bereitete die nächste Chance vor, doch Mannis Schuss war letztlich zu harmlos und unplatziert. In der 56. zeigte sich die Offensive der Gäste nach langer Zeit wiedermal gefällig, aber der Schuss von Müller konnte Broll nicht in Bedrängnis bringen. Die Zapel-Elf zeigte viele gute Ansätze, allein bei den letzten Aktionen fehlte es an der entscheidenden Durchschlagskraft. In der 68. musste Broll plötzlich alles aufbieten, um die Führung der Hessen zu verhindern. Nach einer Flanke von Lorenz und viel Verwirrung im Strafraum hatte auf einmal Ruprecht den Ball direkt vor dem Tor am Fuß, dessen zentraler  Schuss hielt Broll aber überragend. Und auch kurze Zeit später musste Broll nach einem missratenen Rückspiel Kopf und Kragen riskieren. Die Gäste gewannen immer mehr Selbstvertrauen, während die SG das Heft des Handelns kurzzeitig aus der Hand gab. Die Partie spielte sich nun zumeist im Mittelfeld ab – bis die Hausherren in der 85. endlich wieder eine Torchance hatten. Marias Freistoß aus dem rechten Halbfeld segelte aufs linke Eck, Keeper Reule parierte aber mit Mühe. In der 88. dann die verdiente Erlösung für den großen Aufwand. Broll machte das Spiel nach einem abgefangenen Standard der Gäste schnell, Maria trat an und überquerte das halbe Feld, bis er den Ball zu Röser passte. Dieser legte kurz vor dem Sechzehner auf den besser positionierten Krause, der den Ball ins lange Eck flach unterbrachte.    

Die Stimme zum Spiel

SG-Trainer Oliver Zapel: „Ich bin überglücklich heute. Wir haben toll in die Partie gefunden, waren von Beginn an hellwach und hatten bereits vor dem ersten Tor in Führung gehen können. Wir haben uns nach dem Gegentor schnell berappelt und haben weitere Chancen kreiert. In der zweiten Hälfte mussten wir aufgrund der Verletzung von Daniel Hägele mehrere Umstellungen vornehmen. Dass dann ausgerechnet Marlon Krause das Tor macht, das ist schon irgendwie verrückt. Es ist von uns allen eine unheimliche Last abgefallen und wir haben zwei Spieltage vor Hinrundenende unser Punkteziel zur Halbserie erreicht. Jetzt wollen wir in den verbleibenden Spielen uns noch bestmöglich beschenken.“

Die kommende Partie

Am kommenden Wochenende muss die SG erneut in den hohen Norden. Am Samstag um 14 Uhr gastiert die Zapel-Elf bei den Störchen von Holstein Kiel.

Impressionen aus der mechatronik Arena

Fotos: tai