3.L | Samstag, 19. November 2016 (tai)
2 Mal gejubelt, nur ein Tor gewertet, Aspach steht ohne Punkt da

15. Spieltag  |  3. Liga 2016/17
Samstag, 19. November  |  14:00 Uhr  |  mechatronik Arena

SG Sonnenhof Großaspach - 1. FC Magdeburg   1:3 (1:2)

[Die BKZ, unser Medienpartner]
[Aus der SWR-Mediathek "Sport am Samstag"]

Tore: 0:1 Puttkammer (14.), 0:2 Sowislo (19.), 1:2 Kwadwo (39.), 1:3 Löhmannsröben (93.).
Aufstellung SG Sonnenhof Großaspach: Broll - Gehring, Leist, Krause (68. Röttger) - Lorch, Jülich, Hägele Schiek (87. Lechler) – Sohm (84. Aschauer), Kwadwo, Röser.
Zuschauer: 2.400.
Besondere Vorkommnisse: Christian Beck sieht die Rote Karte (75.).

Zwei unterschiedliche Halbzeiten und kein Glück für die SG

Die Analyse

Mit dem wieder spielberechtigten Sebastian Schiek setzte SG-Cheftrainer Oliver Zapel erneut auf die zuletzt erfolgreich umgesetzte 3-4-3 Formation. Es dauerte fast zehn Minuten, bis sich im Spiel beider Mannschaften eine erste gefährliche Szene entwickelte. Und es waren die Gäste, die diese nach einem sehenswerten Spielzug kreierten. Sebastian Ernst kam am Sechzehner frei zum Schuss, konnte den Ball aber nicht aufs Tor bringen (9.). Bezeichnend aber, denn die Gäste aus Sachsen-Anhalt waren zu Beginn der Partie präsenter und griffiger als die Hausherren. Mit der ersten Ecke des Spiels ging die Härtel-Elf dann sogar in der 14. Minute in Führung. Puttkammer tauchte plötzlich am zweiten Pfosten frei vor dem Tor auf und hatte keine Mühe Broll im Kasten der Aspacher zu bezwingen. Die erste richtige Tormöglichkeit für die Zapel-Elf gab es in der 18. Minute: Nach einer lang geschlagenen Ecke gewann Leist das Kopfballduell und schickte die Kugel in Richtung langes Lattenkreuz, aber ein Magdeburger konnte vor der Linie klären. Im Gegenzug zeigten die Gäste zunächst einen tollen Konter, den Krause im letzten Moment unterband. Die anschließende Ecke führte dann wieder zu einem Tor – Sowislo köpfte unbedrängt zum 0:2 (19.) ein. Der SG fehlte es vor allem in der Vorwärtsbewegung an Durchschlagskraft. Die Gäste standen nun tiefer, zeigten aber immer wieder gefährliche Ansätze und überbrückten schnell das Mittelfeld, um vorne zum Abschluss zu kommen. Aus dem Nichts fiel dann der Anschlusstreffer in der 39. Minute. Manni Kwadwo setzte sich auf links unnachahmlich durch, überspielte gleich mehrere Gegenspieler und drang final in den Strafraum ein, wo er Glinker im Kasten des FCM keine Chance ließ und einnetzte - 1:2 und der gleichbedeutende Halbzeitstand.

Die SG kam mit viel Schwung aus der Kabine und übernahm sofort das Kommando. Beim Steckpass von Sohm auf Röser kam dieser im Strafraum zu Fall, aber der Schiedsrichter entschied auf Weiterspielen (48.). Die Zapel-Elf drückte mit aller Macht, nach einem tollen Spielzug vergaben die Hausherren zunächst eine tolle Chance, im Nachsetzen erzielte Jeremias Lorch gar einen Treffer, der aber wegen eines Foulspiels nicht anerkannt wurde. Eine höchst fragwürdige Entscheidung, da der Schiedsrichter klare Sicht auf die Aktion vor dem Tor hatte und zunächst weiterspielen ließ, ehe der Linienrichter auf ein vermeintliches Foul aufmerksam machte, was aber absolut keines war. Der Dorfklub blieb dennoch die tonangebende Mannschaft, nach einer Flankenhereingabe kam Jüllich am Sechzehner zum Abschluss, aber drüber (57.). In der 65. hatten die Zuschauer bereits den Torschrei auf den Lippen – ein Bilderbuchkonter landete bei Kwadwo, der im Strafraum den völlig freien Sohm bediente, dieser den Ball jedoch nicht im Kasten unterbrachte. Und weiter ging es im Takt – nur wenige Zeigerumdrehungen später hatte Jüllich den Ausgleich auf dem Fuß, aber auch er verpasste erneut den Treffer. In der 75. sah der Schiedsrichter auf Hinweis des Linienrichters eine Tätlichkeit von Stürmer Christian Beck und gab Rot. Der FCM reagierte zwar mit einem gefährlichen Freistoß, danach übernahm wieder die SG die Spielkontrolle. Trotz Überzahl gelang es den Hausherren aber nicht, nochmal in eine gefährliche Situation zu kommen. Bei inzwischen einsetzendem Regen setzten die Gäste den Schlusspunkt, als die ausrutschenden Lorch und Broll als letzte Spieler in der eigenen Hälfte den Ball verloren und den Magdeburgern damit das dritte Tor des Tages ermöglichten.

Die Stimme zum Spiel

SG-Trainer Oliver Zapel: „Der Auftritt meiner Mannschaft in den ersten 35. Minuten war nicht das, was wir uns vorgenommen hatten und für was wir auch stehen. Mit dem Anschlusstreffer kippte das Spiel, in der zweiten Halbzeit sind wir deutlich besser gewesen und es war letztlich ein Spiel auf ein Tor. Leider wurde uns ein regulärer Treffer aberkannt. Das wäre sicherlich die Wende gewesen. Schade, dass wir in den Heimspielen immer erst eine Initialzündung brauchen in Form eines Rückstandes, um uns zu stabilisieren.“

Die kommende Partie

In einer Woche geht es für die SG Sonnenhof Großaspach in den hohen Norden. Gegner ist die Bundesligareserve des SV Werder Bremen. Anstoß ist wie gewohnt um 14 Uhr.

Impressionen aus der mechatronik Arena

Fotos: tai