3.L | Samstag, 22. Oktober 2016 (tai)
Geackert und alles gegeben, aber leider nicht belohnt

12. Spieltag  |  3. Liga 2016/17
Samstag, 22. Oktober  |  14:00 Uhr  |  Osnatel-Arena

VfL Osnabrück - SG Sonnenhof Großaspach   1:0 (0:0)

Tore: 1:0 Heider (88.)
Zuschauer: 7.534 
Aufstellung SG Sonnenhof Großaspach: Yelldell – Krause (89. Lechler), Leist, Gehring – Lorch, Jüllich, Hägele, Sohm – Kwadwo, Röttger (59. Aschauer) – Röser (85. Binakaj)

[Die BKZ, unser Medienpartner mit SG-TV Videobericht]

Auch in Osnabrück nur das Alu getroffen

SG zeigt eine tolle Mannschaftsleistung, die nicht belohnt wird

Die Analyse:

Mit einer geänderten Startformation schickte Cheftrainer Oliver Zapel seine Elf in die Partie beim Traditionsverein VfL Osnabrück. Zum ersten Mal in dieser Spielzeit begannen die Aspacher mit einer Dreierkette, in der Marlon Krause den für drei Spiele gesperrten Sebastian Schiek auf der rechten Abwehrseite vertrat. Die Startformation der Hausherren um Trainer Joe Enochs blieb nach dem Auswärtserfolg bei Hansa Rostock hingegen unverändert.  

Gleich zu Beginn der Partie kämpften beide Teams wie erwartet um jeden Meter Boden und gingen dementsprechend aggressiv zur Sache. Die erste gefährliche Aktion hatten die Gäste aus Aspach. Ein Freistoß aus dem Halbfeld verpasste der überraschte Gehring am langen Pfosten (8.). Danach entwickelte sich eine offene Partie, in der Osnabrück leicht feldüberlegen war. Die besseren Chancen hatten dennoch die Kicker aus dem Fautenhau. In der 29. Minute ließ Kwadwo einen gegnerischen Spieler im Strafraum der Osnabrücker aussteigen, zog mit rechts ab, Gersbeck parierte den Schuss aus spitzem Winkel stark. In der 43. Minute war es erneut Kwadwo, der sich im Strafraum der Gastgeber klasse durchsetzte und auf Jüllich querlegte. Die Nummer 34 schlenzte den Ball aus rund zwölf Metern allerdings nicht ins Tor, sondern an die Unterkante der Latte, von der die Kugel vor die Torlinie sprang. Im Gegenzug hatten die Hausherren ihre bisher beste Möglichkeit. Die Flanke von Reimerink brachte Wriedt aus drei Metern aber nicht im Tor unter, so dass es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen ging.  

Auch im zweiten Durchgang sahen die über 7500 Zuschauer im Hexenkessel an der Bremer Brücke das gewohnte Bild. Osnabrück hatte mehr Ballbesitz ohne wirklich zu zwingenden Torchancen zu kommen - auch und insbesondere weil Aspachs Defensivarbeit nicht nur kämpferisch hervorragend war. Und die wenigen Chancen wie durch Wriedt (61.) und Reimerink (81.) machte Yelldell zunichte. Zwei Volleyschüsse auf der anderen Seite (57. und 66.) setzte Jüllich über den Kasten. Die SG ackerte bis zum Umfallen, die Hoffnung vom verdienten SG-Teilerfolg wurde kurz vor Schluss jäh zerstört. Bedingt durch einen verletzten Spieler kam in der SG-Defensive Unruhe auf. Renneke konnte flanken, die Aspacher Abwehr war das erste Mal im Spielverlauf unsortiert und Heider setzte sich im Kopfballduell gegen Leist durch. Der Ball vom Ex-Kieler senkte sich unhaltbar für Yelldell ins lange Toreck (88.) - die Führung für die Gäste. Kurz vor Schluss hatte Kwadwo noch den Ausgleich auf dem Fuß. Sein Fernschuss strich allerdings über die Latte. Daher blieb es beim 1:0-Sieg der Niedersachen. Die SG zeigte eine starke Mannschaftsleistung, belohnte sich für den couragierten Auftritt beim Tabellenzweiten allerdings leider nicht.

Die Stimme zum Spiel:

SG-Trainer Oliver Zapel: „Glückwunsch an den VfL. Sie mussten sich den Sieg heute hart erarbeiten. Ich selbst bin heute sehr traurig – meine Spieler sitzen in der Kabine, haben gekämpft, geackert und sich voll reingehauen. Ich kann keinem einen Vorwurf machen. Am Ende gab es zwei Punkte, welche die Partie entschieden haben: Kurz vor der Halbzeit nutzen wir die Mega-Chance nicht zur Führung, was ganz nach unserem Geschmack gewesen wäre und die Aktion zwei Minuten vor dem Ende, welche schlussendlich zum Siegtreffer des VfL führt.  

Die kommende Partie:

Nächste Woche Samstag trifft die SG Sonnenhof Großaspach zuhause in der mechatronik Arena auf den Tabellenführer MSV Duisburg. Anpfiff der Partie ist um 14Uhr.

Impressionen aus der osnatel Arena

Fotos: tai