3.L | Montag, 26. September 2016
"Wir sind auf einem richtig guten Weg" - ein Gespräch zu Wochenbeginn mit dem SG-Präsidenten

Werner, erste einfach Frage – wie geht es Dir?

WB: "Mir geht es blendend. Auch aus dem Grund, weil wir mit der SG Sonnenhof Großaspach auf einem richtig guten Weg sind."

Auf einem guten Weg waren unsere Jungs auch gegen Fortuna Köln...

 "...ja, das stimmt und wer mich kennt, der weiß, dass ich bei jedem Spiel mit meiner SG mitfiebere und während der Partie sehr emotional bin. Und ich müsste lügen, wenn ich nach einem solchen Spiel nicht enttäuscht wäre. Auch in Lotte war ich vor Ort und wir hätten dort keinesfalls verlieren müssen. Das Ärgerliche ist aber gerade auch das Positive – beide Spiele hätten wir gewinnen können, waren mehr als auf Augenhöhe und haben nur durch eigene Unzulänglichkeiten die Punkte abgegeben."

Das bedeutet, dass auch der Präsident mit der bisherigen Punkteausbeute zufrieden sein kann?

"Absolut und ohne jegliche Einschränkung. Oliver Zapel leistet mit seinem Team hervorragende Arbeit und wir arbeiten alle gemeinsam für unser Ziel Klassenerhalt. Dies möchte ich auch nochmals herausheben – wir kommen aus der kleinsten Gemeinde im Profifußball und unser Ziel heißt Klassenerhalt – und dies ebenfalls ohne jegliche Einschränkung. Wir sind so gut gestartet wie noch nie und mussten nun zwei Niederlagen hinnehmen. Das ist völlig normal und wir werden auch zukünftig nicht jeden Gegner aus dem Stadion schießen. Wenn wir nach der Hinrunde 23, 24 Punkte auf dem Konto haben, sind wir absolut im Soll."

Das Drittligateam ist also im Soll, wie steht es um die Entwicklung des Vereins?

"Wie gesagt ist die SG auf einem sehr guten Weg. Wir sind ein stolzer Dorfklub, der mit großem ehrenamtlichen Engagement agiert. Wir spielen nicht nur in der 3. Liga, sondern auch in einer einzigartigen mechatronik Arena, die in Sachen Finanzierung und Bauweise ihresgleichen in Deutschland sucht. Und wir haben mit dem Dualen Weg eine einzigartige Philosophie, die sonst kein anderer Proficlub in Deutschland verfolgt..."

...das heißt, Du kannst Dich als Präsident genüsslich zurücklehnen...

"...nein, keinesfalls, denn wir wollen uns ständig und stetig verbessern. Sportlich wie strukturell. Wir haben beispielsweise in der Jugend Strukturen geschaffen, die langsam erste Früchte tragen und die für ein Nachwuchsleistungszentrum absolut notwendig und richtig sind. Wir sind gleichzeitig mit der Gemeinde weiterhin im Austausch zum Thema Trainingskapazitäten und können hier vermutlich in einigen Wochen eine Lösung zum Thema Rasenfeld präsentieren. Wir möchten uns durch Kooperationen weiterentwickeln, als Drittligaklub etablieren und vieles mehr. Wir haben einige Projekte vor uns und gehen diese mit großem Engagement an."

Du darfst Dir etwas für Deine SG wünschen. Was wäre das?

"Zum einen kurzfristig wäre es toll, wenn wir beim SG-Wasentag, wo wir am 04.10. mit der Mannschaft und 500 Fans im Dinkelacker-Festzelt gesellig beieinander sind, drei Punkte aus Zwickau feiern könnten. Mittelfristig wünsche ich mir, dass wir hier im Verein weiter so vertrauensvoll und konstruktiv zusammenarbeiten. Nehmen wir als Beispiel das Präsidium – wir diskutieren intern natürlich auch kontrovers. Aber wir akzeptieren jeweilige Entscheidungen, sind loyal und sprechen mit einer Stimme. Auch das macht die SG aus. Dies wünsche ich mir auch weiterhin, deshalb ist mir vor der Zukunft absolut nicht bange!"

Werner, vielen Dank für das kurze Gespräch.