3.L | Montag, 25. April 2016 (BKZ)
0:0 gegen Kiel, aber Aspach bleibt vorne dran!

35. SpT  |  3. Liga 2015/16
Samstag, 23. April 2016  |  14.00 Uhr  |  mechatronik Arena
SG Sonnenhof Großaspach - Holstein Kiel   0:0

[Zur Backnanger Kreiszeitung - unserem Medienpartner mit SG-TV Videobericht]
[aus der SWR Mediathek "Sport am Samstag"]

Überlegenheit reicht nur zu einem Punkt

Auch im siebten Anlauf hat es nicht geklappt: Die SG Sonnenhof Großaspach kam gegen Holstein Kiel über ein torloses Unentschieden nicht hinaus und bleibt im Jahr 2016 noch ohne Heimsieg. Das Remis war am Ende gerecht, da die Schwaben feldüberlegen waren, aber Kiel die klareren Möglichkeiten hatte.

Von Heiko Schmidt - Gegenüber dem 5:0 in Cottbus gab es eine Veränderung in der Startelf. Für Nico Jüllich spielte Kai Gehring. Er nahm den Platz in der Innenverteidigung neben Julian Leist ein, während Daniel Hägele ins defensive Mittelfeld vorrückte. Optisch war eine weitere Veränderung zu sehen, denn der Sonnenhof spielte wie angekündigt in den weißen Auswärtstrikots. Die SG-Fans hingen im Kabinengang ein Plakat mit der Botschaft „Werdet zur Legende“ auf. Doch auch das half nicht, es stand nur ein Punkt zu Buche.

Kiel kam besser in die Partie und besaß nach sieben Minuten die erste Möglichkeit. Mathias Fetsch fand mit einem Kopfball jedoch im prächtig reagierenden SG-Keeper Christopher Gäng seinen Meister. Das schien ein Weckruf für die Gastgeber zu sein. Denn nach elf Minuten hätten die Großaspacher mit 1:0 führen können, sogar müssen. Pascal Sohm köpfte den Ball aber nach einem Freistoß von Michele Rizzi knapp am Kasten der Norddeutschen vorbei. Der Sonnenhof war zwar nun feldüberlegen, wirkte jedoch etwas gehemmt. Der letzte Pass in der Offensive kam oft nicht an. Trotzdem verbuchten die Hausherren einige gute Gelegenheiten. Bashkim Renneke (18./ 20-Meter-Schuss), Rizzi (43./aus 8 Metern), Kai Gehring (44./aus Nahdistanz) und Sohm (45./Kopfball) vergaben. Torlos ging es allerdings in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Überlegenheit der Gastgeber größer. Der Sonnenhof investierte viel. Die Kieler Störche hingegen lauerten auf die Konterangriffe. Bei einem davon hätte Steven Lewerenz in der 49. Minute fast den Führungstreffer der Gäste erzielt. Er scheiterte freistehend nach einer Flanke von Fabian Schnellhardt an Gäng. Auf der Gegenseite wollte Großaspach mit aller Macht das 1:0 markieren. Timo Röttger (57. ) aus 15 Metern und Rizzi (62.) aus 20 Metern verfehlten das angepeilte Ziel. Auch Julian Leist (64.) schoss aus dem Gewühl heraus über das Gehäuse der Schleswig-Holsteiner. Einen abgefälschten Schuss vom eingewechselten Pascal Breier (66.) parierte der Kieler Schlussmann Niklas Jakusch. Mehr zwingende Aktionen gelangen den Großaspachern nicht. Im Gegenteil, sie mussten in der Schlussphase aufpassen, nicht einen Gegentreffer zu kassieren. Dabei stand dem Sonnenhof das Glück zur Seite, denn die Kieler erarbeiteten sich zwei hundertprozentige Chancen. In der 84. Minute wurde ein Schuss von Saliou Sané gerade noch abgeblockt. Drei Minuten später traf der gleiche Spieler aus zehn Metern freistehend nur den Pfosten. Somit blieb es am Ende beim torlosen Unentschieden. Dieses war gerecht, da Großaspach mehr Spielanteile besaß, aber Kiel die klareren Torchancen verbuchte.

Besaß nach seiner Einwechslung eine gute Chance:
Großaspachs Stürmer Pascal Breier (beim Schuss). Foto: A. Becher

Rehm will über den Heimfluch nicht mehr reden

Großaspachs Trainer freut sich vielmehr über die starke Saison seines Teams

(hes). Großaspachs Trainer Rüdiger Rehm reagiert inzwischen etwas genervt, wenn er auf den Heimfluch seiner Mannschaft angesprochen wird. „Ich will nicht mehr darüber reden, denn wir holen auswärts die Punkte“, sagte der 37-Jährige. „Der perfekte Pass in die Spitze ist uns nicht gelungen“, nennt er den Grund fürs torlose Remis in der Heimpartie gegen die Norddeutschen. Rehm legt nach: „Ein 0:0 gegen Kiel ist kein Beinbruch.“

Etwas enttäuscht klang Großaspachs Kapitän Daniel Hägele. „Ein Sieg wäre aufgrund unserer Überlegenheit in der zweiten Halbzeit verdient gewesen“, sagte der Defensivmann. Er schob nach: „Wir haben brutal viel Aufwand betrieben, die Kugel ging aber nicht rein.“ Der Kapitän wagte sich beim Vorhaben für den Saisonendspurt etwas vor: „Platz vier ist ein lohnendes Ziel.“

Hingegen kämpft Holstein Kiel noch um den Ligaverbleib. Deswegen freute sich Trainer Karsten Neitzel über den Punkt. Er resümierte: „Das Ergebnis geht unterm Strich in Ordnung.“

SG-Coach Rehm freut sich über eine starke Saison seiner Mannschaft. „Wir haben 54 Punkte und stehen auf dem vierten Platz. Das ist eine sensationelle Ausgangsposition.“ Als Vierter wäre die Qualifikation für den DFB-Pokal geschafft. Der Vorsprung vor dem Fünften aus Osnabrück beträgt einen Zähler. Zum dritten Platz, der die Aufstiegsrelegation bedeuten würde, hat Großaspach vor den letzten drei Saisonspielen drei Punkte Abstand. Am Samstag (14 Uhr) geht es zum Sechsten 1. FC Magdeburg.

Impressionen aus der mechatronik Arena

Mit bestem Dank an Patrick Nawe (Holstein Kiel) für die zur Verfügung gestellten Fotos!