3.L | Samstag, 9. April 2016 (BKZ)
Gefightet, mit Chancenplus und ein vernageltes Tor

33. SpT  |  3. Liga 2015/16
Freitag, 8. April 2016  |  19.00 Uhr  |  mechatronik Arena
SG Sonnenhof Großaspach - FC Hansa Rostock   0:1 (0:1)

[Zur Backnanger Kreiszeitung - unserem Medienpartner, mit SG-TV Videobericht]

Aspach trifft nur Alu, Rostock ins Tor

Die einen nennen es Heimfluch, die anderen Pech. Fakt ist: Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach hat gestern Abend gegen Kellerkind Hansa Rostock 0:1 verloren. Während die Elf von der Ostseeküste einen Kopfball von Marcus Hoffmann zum 1:0 nutzte, ließen die Gastgeber zahlreiche gute Möglichkeiten aus. Zu viele, wie sich zeigte.

Von Uwe Flegel - „Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf. Mehr anrennen, mehr Fußball spielen ist nicht möglich. Wir haben zweimal Aluminium getroffen, dreimal hat der Gegner auf der Linie gerettet.“ SG-Trainer Rüdiger Rehm schwankte zwischen Enttäuschung und Verzweiflung. Nach fünf Spielen ohne Niederlage hat seine Elf wieder verloren. Das passiert. Allerdings: Einmal mehr war es vor eigenem Publikum. Weiterhin warten die Kicker aus dem Fautenhau auf den ersten Heimsieg nach der Winterpause. „Zu Hause haben wir die Bilanz eines Absteigers“, sagte Angreifer Tobias Rühle und war frustriert. Er und seine Mitstreiter hätten mit einem Dreier auf Relegationsplatz drei vorrücken können, müssen nun aber bangen, ob sie Vierter bleiben.

Die Schwaben gingen gegen die abstiegsgefährdeten Norddeutschen eben zu großzügig mit ihren Möglichkeiten um. Zu Aspachs Pechvogel des Abends entwickelte sich Timo Röttger. Der neben Rühle stürmende Routinier traf gleich zweimal nur Aluminium. Erst mit einem Kopfball in der 24. Minute, dann mit einem 12-Meter-Schuss aus der Drehung kurz nach der Halbzeit. Dazwischen lagen weitere SG-Großchancen von Max Dittgen (26.) und Sebastian Schiek (30.) dessen Kopfball Hansa-Keeper Marcel Schuhen noch aus dem Eck kratzte.

Was aber auch zwischen den beiden Röttger-Möglichkeiten lag, das war der Rostocker Führungs- und gleichzeitige Siegtreffer. Den hatte der aufgerückte Innenverteidiger Marcus Hoffmann in der 39. Minute nach einem Eckball von Rene Garbuschweski mit einem wuchtigen Kopfstoß erzielt. Ein Tor, das ein Duell entschied, das der Trainer der Norddeutschen Christian Brand so beurteilte: „Ein enges Spiel, sehr umkämpft und mit dem glücklicheren Ende für uns.“ Wobei ihm das ziemlich schnurz war. Denn sein Team hatte im Kampf gegen den Abstieg einen ganz wichtigen Sieg eingefahren und sich viel Luft verschafft.

Nach der Halbzeit machten die Hausherren noch mehr Druck. Die Hansa-Kogge schwankte, ging aber nicht unter. Immer wieder brachte ein Rostocker ein Bein dazwischen. Wenn auch wie in der 53. Minute nur Zentimeter vor der Torlinie. Allerdings boten sich den Gästen nach und nach mehr Konterchancen, die sie aber nicht gut ausspielten oder wie Stephan Andrist (85.) bei seinem schwachen Lupfer unkonzentriert vergaben.

Das hätte sich in der Nachspielzeit fast gerächt. Denn plötzlich stand der eingewechselte Pascal Breier im Rostocker Strafraum frei und schoss den Ball in Richtung Tor. Schuhen war schon geschlagen, da flog Rechtsverteidiger Maximilian Ahlschwede heran und holte die Kugel per Flugkopfball noch von der Linie. Die bereits aufgesprungenen SG-Fans sanken enttäuscht nieder und Rehm stellte ernüchtert fest: „In den Heimspielen haben wir momentan die Seuche am Schuh.“ Wobei der 37-Jährige selbstkritisch genug war, um auch festzustellen, dass es bei seiner Mannschaft nicht immer nur fehlendes Glück war: „Wir müssen wieder gradliniger werden, bei unseren Möglichkeiten vor dem Tor.“

Au Backe: Aspachs Routinier Timo Röttger war Pechvogel des Abends, scheiterte er bei der 0:1-Heimniederlage doch an Latte und Pfosten. Foto: A. Becher

Spieler, Tore, Fakten

SG Sonnenhof Großaspach: Broll – Schiek, Leist, Gehring, Lorch – Renneke (75. Sohm), Rizzi, Hägele, Dittgen (68. Binakaj)– Röttger (82. Breier), Rühle.
FC Hansa Rostock:
Schuhen – Ahlschwede, Henn, Marcus Hoffmann, Dorda – Erdmann – Andrist, Garbuschewski (84. Schwertfeger), Gardawski (69. Ziemer), Jänicke – Platje (74. Kofler).
Tore: 0:1 (39.) Hoffmann.
Gelbe Karten: Gehring / Garbuschewski, Ahlschwede, Ziemer, Erdmann.
Schiedsrichter: Sather (Grimma).
Zuschauer: 3000.

SG auf bkz-online

Alle wichtigen Szenen und das Tor von der 0:1-Heimniederlage Großaspachs gegen Rostock gibt es auf einem kommentierten Video unter www.bkz-online.de/SG94.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 9. April 2016

Impressionen aus der mechatronik Arena

 

Feierte sein 250. Spiel für die SG, der 126. Sieg blieb aber verwehrt:
Gratuliation & Dankeschön, Rüdiger Rehm!!!

Fotos: tai