3.L | Freitag, 8. April 2016 (tai)
SG nicht mit Fortuna im Bunde

33. SpT  |  3. Liga 2015/16
Freitag, 8. April 2016  |  19.00 Uhr  |  mechatronik Arena
SG Sonnenhof Großaspach - FC Hansa Rostock   0:1 (0:1)

Tore: 0:1 Marcus Hoffmann (39.)
Zuschauer: 3.000

[Zur Backnanger Kreiszeitung - unserem Medienpartner]

Unglückliches 0:1 gegen Hansa Rostock
Röttger scheitert zweimal am Aluminium

Die Spiel-Analyse:

Exakt die gleiche Startelf wie in der Vorwoche beim 1:0-Erfolg in Aalen schickte Rüdiger Rehm auf den Rasen in der mechatronik Arena.

Die zahlreich mitgereisten Rostocker Fans sorgten von Beginn an für viel Betrieb und gaben auch scheinbar ihrer Mannschaft die notwendige Motivation, denn Hansa übte gleich viel Druck aus. Die erste Chance hatte aber die SG, die nach einem schnellen Konter in Person von Renneke zu einem guten Abschluss kam (5.). Aber auch die Gäste ließen sich nicht lange bitten – in der achten Minute sorgte ein Freistoß aus dem Halbfeld für Gefahr. Auch wenn sich in der Folge das Hauptgeschehen im Mittelfeld abspielte, blieben die Rostocker zunächst das aktivere Team. Den Hausherren fehlte der richtige Zugang zum Spiel, und so war es die Brand-Truppe, die zweimal zum Abschluss kam. Nach gut 25 Minuten musste eine Standard her, um die gefährlichste Torchance des Spiels bis dato zu erzielen – Rizzis Freistoß landete bei Röttger, der per Kopf aber an der Latte scheiterte (25.). Die SG blieb dran – über Renneke und Rühle kam Max Dittgen zum Abschluss, aber ein Hansa-Bein kratzte den Ball vor der Linie noch weg (26.). Die beiden Chancen wirkten wie eine Initialzündung, denn fortan war es die SG, die den Ton angab. Gleich mehrfach kreierten die Rot-Schwarzen gefährliche Torchancen, weil sie vor allem druckvoll agierten und die Rostocker in die eigene Hälfte drückten. Genau in dieser Phase plötzlich das 0:1 – nach einer Ecke köpfte Marcus Hoffmann sehenswert ein (39.).

Die Gäste hatten die erste Großchance nach der Pause, doch in letzter Sekunde konnte die SG-Hintermannschaft die Situation bereinigen (48.). Im Gegenzug die Antwort der Aspacher, doch erneut Aluminium verhinderte den Ausgleich - Röttger traf nur den Pfosten! In der 53. die nächste hochprozentige Möglichkeit, doch wieder war ein Rostocker Bein kurz vor der Linie zur Stelle und klärte in höchster Not. Zwischenzeitlich hatte die Hansa-Kogge in der 64. sogar die Großchance auf das 0:2, doch der aussichtsreiche Versuch nach einem schnellen Gegenstoß ging drüber. Mit Binakaj für Dittgen brachte Rüdiger Rehm einen frischen Mann in der Offensive und versuchte so, den Druck zu erhöhen. Das gelang, Röttger in der 73. mit einem Distanzschuss – aber knapp drüber. Gleichzeitig kam durch Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns Hektik auf. Das Spiel stand nun auf Messers Schneide, während die SG den Druck stetig erhöhte, lauerten die Gäste auf Konter. So auch in der 80., als Ziemer einen vielversprechenden Ansatz nicht gut zu Ende spielte. In der Schlussphase schafften es die Gastgeber nicht, den entscheidenden Angriff zu fahren und die Partie zu kippen. Die größte Möglichkeit hatte Pascal Breier, der Keeper Schuhen bereits geschlagen hatte, dessen Versuch aber per Flugkopfball erneut in letzter Sekunde vereitelt wurde. Am Ende blieb es beim unglücklichen 0:1!

Die Stimme nach dem Spiel:

Cheftrainer Rüdiger Rehm: „Es ist eine extrem ärgerliche Niederlage heute. Wir haben in der ersten Halbzeit eine Weile gebraucht, dann aber das Zepter deutlich übernommen, bekommen aber dann das unglückliche Gegentor. In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht und alles abgerufen. Den Gegner gut bespielt, aber dann einfach Pech im Abschluss und unglückliche Entscheidungen, auch vom Schiedsrichter, gegen uns gehabt.“

Das nächste Spiel:

Mit dem FC Energie Cottbus wartet kommende Woche (Samstag, 16.04., 14 Uhr) der nächste ehemalige Bundesligist auf die Truppe von Rüdiger Rehm. Im Stadion der Freundschaft wird die SG versuchen, weitere drei Zähler einzufahren. Während die Aspacher ihre Position in der Tabellenspitze weiter stärken wollen, geht es für die Lausitzer um den Klassenerhalt.

Aufstellung:

SG Sonnenhof Großaspach: Broll – Lorch, Gehring, Leist, Schiek – Dittgen (67. Binakaj), Hägele, Rizzi, Renneke (75. Sohm) – Rühle, Röttger (82. Breier).