3.L | Sonntag, 13. Mrz 2016 (tai)
SG hadert nicht, sondern zeigt viel Moral

30. SpT  |  3. Liga 2015/16
Samstag, 12. März 2016  |  14.00 Uhr  |  OSNAtel-Arena
VfL Osnabrück - SG Sonnenhof Großaspach    2:2 (1:1)

Tore: 0:1 Renneke (41.), 1:1 Pisot (FE. 45.+5), 2:1 Pisot (FE. 82.), 2:2 Gehring (90.+1)
Zuschauer: 8.675

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"Nur" 2:2, aber Aspach bleibt dran

46 Punkte und das bereits nach dem 30. Spieltag – die SG zeigt eine starke Leistung und holt verdient einen Punkt in Osnabrück

Die Spiel-Analyse:

Rüdiger Rehm musste beim Spitzenspiel in Osnabrück auf Pascal Breier verzichten. Der Stürmer fiel mit Oberschenkelproblemen aus. Die SG begann im Hexenkessel Bremer Brücke mit Gäng im Tor, Schiek, Gehring, Leist und Lorch bildeten die Viererkette. Im zentralen Mittelfeld sollten Hägele und Rizzi die Fäden ziehen, auf den Außenbahnen erhielten Dittgen und Renneke den Vorzug und im Sturm setzten die Aspacher auf Rühle und Röttger.

Nach vier Minuten stockte wohl vielen VfL-Anhängern in der Osnatel Arena bereits der Atem. Der ansonsten sehr starke Osnabrück-Keeper Schwäbe wurde von Röttger geblockt, der Ball gelangte zu Rühle. Der SG-Stürmer hatte die große Gelegenheit zur frühen Führung, zögerte aber einen Moment zu lange und wurde im letzten Moment geblockt. Die Partie war hart umkämpft, aber keinesfalls unfair. Die besseren Chancen hatten allerdings die Gäste aus Aspach und Rizzi scheiterte nach rund einer halben Stunde mit einem tollen Schuss an Schwäbe, der die Kugel im letzten Moment an die Latte lenkte. In der 32. Spielminute jubelten die Lila-Weißen zum ersten mal, doch zu früh – Sembolo hatte sich gegen Gäng regelwidrig durchgesetzt. Eine richtige Entscheidung des ansonsten sehr kleinlichen Schiedsrichtergespanns. In der 40. Minute musste Hägele in höchster Not retten und kratzte eine Flanke mit dem Fuß von der Torlinie. Daher waren es die mitgereisten SG-Fans, die in der 41. Minute den Führungstreffer feierten. Eine tolle Flanke von Schiek verwertete Bashkim Renneke per Kopf – ein schöner Treffer des 23–Jährigen für die SGA. Als alle Fans bereits eher an die Pausenwurst als an einen weiteren Treffer dachten, ereignete sich die wohl strittigste Szene der gesamten Partie: Einen langen Ball aus dem Halbfeld klärte Gäng an der Strafraumgrenze mit beiden Fäusten und krachte unglücklich mit Sembolo zusammen. Der VfL-Stürmer blieb verletzt liegen und musste mit Verdacht auf Armbruch vom Platz getragen werden. Eine sehr unglückliche Aktion, bei der keinesfalls Absicht zu unterstellen war, denn Gäng war klar zuerst am Ball. Dies sah der Schiedsrichter aber anders und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Pisot ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zum Ausgleich (45.+5).

Nach der Halbzeitpause sahen die Zuschauer die SG weiter am Drücker und auch die besseren Gelegenheiten konnten die Aspacher für sich verbuchen. Schiek, Gehring und Rühle scheiterten aber allesamt an VfL-Schlussmann Schwäbe. Dennoch musste die Defensive der Schwaben weiterhin hochkonzentriert sein, denn die Angriffsformation des VfL um Sturmtank Savran und Außenspieler Ornatelli blieb ebenfalls gefährlich. Rehm brachte mit Ngankam, Binakaj und Kienast drei neue Kräfte aufs Feld und Osnabrück wankte – fiel aber nur im Strafraum der Gäste. Gehring foulte Gross, folgerichtig gab es den zweiten Strafstoß für die Heimelf. Wieder lief Pisot an und wieder ließ er Gäng keine Chance (82.). Das 2:1 für den VfL und die Fans der Lila-Weißen setzten zu den Feierlichkeiten an – zu früh! Die SG zeigte sich kaum geschockt, drückte nach vorne und wurde in der letzten Spielminute belohnt. Kai Gehring knallte eine Binakaj-Hereingabe zum umjubelten Ausgleich in die Maschen (90.+1) des VfLTors.

2:2 – ein mehr als verdienter Punkt für eine starke Leistung der Aspacher bei ambitionierten Osnabrückern.

Die Stimme nach dem Spiel:

Cheftrainer Rüdiger Rehm: „Ich muss meinem Team ein großes Kompliment aussprechen. Die Jungs haben alles gegeben, eine tolle Leistung gezeigt und hier in Osnabrück einen absolut verdienten Punkt geholt.“

Das nächste Spiel:

Am kommenden Samstag, den 19.03., heißt es Derbytime in der Aspacher mechatronik Arena. Um 14 Uhr sind dann die Stuttgarter Kickers zu Gast. Eintrittskarten sind über das [Onlineticketing] erhältlich.

Aufstellung:

SG Sonnenhof Großaspach: Gäng – Schiek, Gehring, Leist, Lorch (76. Kienast) – Dittgen (74. Binakaj), Hägele, Rizzi, Renneke – Rühle, Röttger (70. Ngankam).