3.L | Samstag, 5. Mrz 2016 (tai)
1:1-Unentschieden nach hartem Fight

28. SpT  |  3. Liga 2015/16
Samstag, 5. März 2016  |  14.00 Uhr  |  mechatronik Arena
SG Sonnenhof Großaspach - SC Fortuna Köln   1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Timo Röttger (3.), 1:1 Florian Hörnig (5.) 
Zuschauer: 900  

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Trainer Rehm: „Können mit den Punkt leben“

Die Spiel-Analyse: 

Ohne Mittelfeldmotor Tobias Schröck und den kurzfristig erkrankten Sebastian Schiek musste Trainer Rüdiger Rehm einige Veränderungen in der Startelf vornehmen. So verteidigte Vecchione auf rechts, Lorch auf links, während Michele Rizzi zurück in die Startelf kehrte und mit Kapitän Daniel Hägele die Doppel-Sechs bildete. Im Angriff agierte Binakaj neben Tobias Rühle, Ngankam blieb genauso wie Breier vorerst draußen.

Bei Regen und kühlen Temperaturen stellten sich beide Mannschaften auf einen Fight im Aspacher Fautenhau ein. Den besseren Start erwischten allerdings die Hausherren, denn mit dem ersten Angriff erzielte Timo Röttger die Führung. Über rechts gelangte der Ball zu Tobi Rühle, der legte ab in die Mitte, wo die Nummer 18 die Nerven behielt und gekonnt einnetzte (3.). Doch die Gäste schlugen umgehend zurück. Per Kopf überwand Florian Hörnig Keeper Gäng (5.). Im Anschluss zeigten sich die Kölner selbstbewusst und erspielten sich optische Feldvorteile. Die Mannschaft von Uwe Koschinat überzeugte durch gefällige Ansätze und überbrückte vor allem das Mittelfeld sehr schnell. Das erzeugte mehrmals die ein oder andere brenzlige Situation in der SG-Defensive, doch entweder Gäng oder einer der beiden SG-Innenverteidiger konnten schlimmeres verhindern. In der Mitte der ersten Halbzeit beackerten sich die beiden Teams vor allem im Mittelfeld, Torraumszenen blieben Mangelware. In der 35. Spielminute gewann die Partie an Qualität – und wie! Nach tollem  Spielzug über Dittgen und Vecchione erreichte dessen Flanke Tobi Rühle im Strafraum. Der SG-Stürmer gewann das Kopfballduell, traf aber nur die Latte (35.). Die Gäste blieben aber danach weiter gefällig, auch wenn Poggenburg in der 43. alles riskieren musste, als Binakaj schön steil geschickt worden war. 
Die zweite Halbzeit begann mit einer Großchance für die Gäste aus Köln. Nach einem schnellen Konter war Fortuna-Angreifer Biada plötzlich frei vor Keeper Gäng, doch sein Schussversuch konnte gerade noch abgefälscht werden (51.). Glück für die Hausherren. Die Partie nahm in der Folge zunehmend weiter an Fahrt auf. Die SG erspielte sich Feldvorteile, auch wenn Chancen nach gut einer Stunde immer noch ausblieben. Die Fortuna hatte in der 65. Minute durch Biadas direktem Freistoß eine Möglichkeit, doch Gäng parierte sicher. Die SG tat sich schwer, klare Aktionen zu kreieren, Kampf war Trump in der mechatronik Arena - bis sich Tobias Rühle in der 73. Minute ein Herz fasste, den Ball über 20 Meter führte und dann kurz vor dem Strafraum abzog. Sein Schuss verfehlte aber knapp das Tor. Mit Pascal Breier brachte Rehm 15 Minuten vor Schluss nochmal einen echten Stürmer und signalisierte seiner Mannschaft damit, das Spiel gewinnen zu wollen. Und es schien das Zeichen verstanden zu haben – Rizzi prüfte Poggenborg in der 76. mit einem Distanzschuss. Es war der Beginn einer packenden und intensiven Schlussphase bei dem der Regen immer stärker wurde und der Platz zunehmend schwer bespielbar war. Die Gäste agierten ebenfalls mit offenem Visier, in der 80. musste Gäng im Getümmel stark parieren, um den drohenden Rückstand zu vermeiden. In der 84. tankte sich Lorch auf links sehenswert durch und bediente Rühle in der Mitte, der aber schon beim ersten Ballkontakt entscheidend gestört werden konnte. Die Hausherren nun klar am Drücker, Breier entschied sich in der 86. für einen intelligenten Seitenwechsel und brachte so Renneke ins Spiel. Der Flügelspieler machte noch wenige Schritte und schloss ab, doch der Ball ging knapp am langen Pfosten vorbei. Dennoch mussten die Aspacher in de Defensive konzentriert bleiben -  in der 89. fasste sich der agile Biada ein Herz, dessen Schuss entfachte aber letztlich keine Gefahr. Es war die letzte Aktion in einer Partie, die kein Fußball-Leckerbissen bot, aber Kampf und großen Einsatz.  

Die Stimme nach dem Spiel:

Cheftrainer Rüdiger Rehm: „Es war ein Spiel, bei dem vor allem kämpferische Qualitäten gefordert waren. Und ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Gerade am Ende einer Englischen Woche kostet so eine Partie auf schwerem Geläuf viel Kraft. Wir können daher mit dem Punkt gut leben und freuen uns nun auf das tolle Spiel nächste Woche in Osnabrück.“  

Das nächste Spiel:

Ein Sechs-Punkte-Spiel erwartet die SG Sonnenhof Großaspach am kommenden Samstag beim Tabellendritten VfL Osnabrück. Anstoß in der Osnatel-Arena ist um 14 Uhr.    

Aufstellung:

SG Sonnenhof Großaspach: Gäng – Vechhione, Gehring, Leist, Lorch – Dittgen, Hägele, Rizzi, Röttger (74. Breier) – Rühle, Binakaj (46. Renneke)