3.L | Samstag, 20. Februar 2016 (tai)
Halle bestraft Aspacher Fahrlässigkeiten

26. SpT  |  3. Liga 2015/16
Samstag, 20. Februar 2016  |  14.00 Uhr  |  Erdgas Sportpark
Hallescher FC - SG Sonnenhof Großaspach   4:1 (1:1)

Tore: 1:0 Kruse (36.), 1:1 Dittgen (37.), 2:1 Kleineheismann (61.), 3:1 Bertram (68.), 4:1 Osawe (75.) 
Zuschauer: 5.295 

[Die Backnanger Kreiszeitung - unser Medienpartner, mit SG-TV Videobericht]

Keine Punkte für Aspach in Halle

Die SG spielt eine gute erste Hälfte, verpasst die Entscheidung und fängt sich danach einfache Gegentore

Die Spiel-Analyse: 

Rüdiger Rehm musste beim Gastspiel in Sachsen-Anhalt auf mehrere Akteure verzichten. Torhüter Christopher Gäng und Stürmer Tobias Rühle konnten die Reise nach Halle aufgrund eines grippalen Infekts nicht antreten. Josip Landeka musste mit einer Fersenverletzung ebenso passen wie Felice Vecchione (Muskelfaserriss). Bei den Aspachern im Tor stand wie bereits gegen Mainz Kevin Broll, die Viererkette bildeten Schiek, Gehring, Leist und Kienast, im Mittelfeld nahm der zuletzt Gelbgesperrte Michele Rizzi seinen angestammten Platz neben Tobias Schröck ein. Auf den Außenbahnen durften Binakaj und Renneke von Beginn an ran und in der Spitze sollten Ngankam und Breier für die Tore sorgen.

Zehn Minuten waren gespielt und beide Trainer mussten bereits zweimal tief durchatmen. Rüdiger Rehm in der fünften Spielminute, als Lindenhahn eine Hereingabe von Bertram freistehend zum Glück für die Aspacher über den Kasten schoss und Stefan Böger als Breier, toll freigespielt von Ngankam, an Bredlow scheiterte. Und auch in den verbleibenden 35 Minuten im ersten Durchgang blieb es ein rassiges und hoch intensives Fußballspiel, in dem Halle mehr Spielanteile und Aspach die besseren Chancen für sich verbuchen konnte. Abgeblockte Schüsse von Breier (18.) und Ngankam (19.) und ein Kopfball ans Lattenkreuz von Gehring dienen als Beispiele hierfür. Die Gastgeber blieben allerdings ständig gefährlich – immer wieder wurden die schnellen Osawe und Bertram gesucht und erspielten sich Eckball um Eckball. Die SG-Abwehr stand sicher – bis zur 36. Minute. Kruse blockte einen Befreiungsschlag von Broll und der Ball prallte direkt ins SG-Gehäuse. 1:0 für die Gastgeber und bitter für den jungen Keeper, der ansonsten trotz weiterer drei Gegentore eine gute Partie zeigte. Die SG schüttelte sich kurz und antwortete postwendend: Tolle Aktion von Schiek, noch bessere Flanke und Kopfballtreffer durch Dittgen. Der war gerade für Breier gekommen, welcher mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgewechselt werden musste. 1:1 und alles wieder offen. Halle kam kurzzeitig ins Schwimmen, die SG nutzte dies aber nicht aus, weshalb es zur Halbzeit bei selbigem Spielstand blieb.

Ohne Wechsel starteten die beiden Teams in den zweiten Durchgang und nachdem Müller in der 50. Spielminute an dem stark reagierenden Broll gescheitert war, hatte die SG die dickste Chance auf die Führung. Dittgen spielte gleich zwei Gegenspieler aus, flankte die Kugel in die Mitte und Ngankam köpfte aus drei Metern zur Führung ein. Denkste, denn Bredlow lenkte die Kugel mit einem Reflex um den Pfosten. Diese Szene beflügelte aber nicht die Gäste, sondern vielmehr die Heimmannschaft, die nun den Druck nochmals erhöhten. Eine Serie von Eckbällen war die Folge und sorgte für den Führungstreffer des HFC. Irgendwie fand die Kugel Kleineheismann und der nagelte diese in den Kasten von Kevin Broll. 2:1 und ein Schock für die Aspacher, die nochmals auf den Ausgleich drängten, allerdings kaum noch Möglichkeiten erspielen konnten. Für Halle eröffneten sich nun Konterchancen und eine dieser Gelegenheiten nutzte Bertram für die Vorentscheidung (67.). Gehring hatte Osawe angeschossen, der lief auf und davon und spielte seinen Mitspieler klasse frei. Rehm probierte dennoch nochmals alles, brachte Röttger, der schnell ins Spiel fand und einige Freistöße erkämpfen konnte. Das Tor fiel allerdings auf der Gegenseite: Der starke Osawe lief der halben SG-Elf davon, schob sicher ein und sorgte damit für den Endstand (75.).

Die SG bleibt nach dieser Niederlage bei 41 Punkten, verliert allerdings dennoch das Saisonziel 46 Punkte plus nicht aus den Augen und möchte am kommenden Samstag gegen den SV Werder Bremen II die Zähler im Fautenhau behalten. 

Die Stimme nach dem Spiel:

Cheftrainer Rüdiger Rehm: „Glückwunsch an Halle. Das war in den ersten 45 Minuten ein klasse Fußballspiel und wir müssen eine unserer Chancen zur Führung nutzen. Im zweiten Durchgang haben wir hierzu nochmals die große Gelegenheit, das Tor macht aber Halle und spielt danach überlegen. Der Sieg fällt sicherlich zu hoch aus, ist aber alles in allem verdient.“ 

Das nächste Spiel:

Am kommenden Samstag trifft die SG Sonnenhof Großaspach auf den SV Werder Bremen II. Anpfiff in der mechatronik Arena ist um 14 Uhr. 

Aufstellung:

SG Sonnenhof Großaspach: Broll – Schiek, Gehring, Leist, Kienast – Renneke, Schröck, Rizzi (82. Lorch), Binakaj (70. Röttger) – Ngankam, Breier (27. Dittgen)  

Impressionen aus Halle

tai