3.L | Samstag, 6. Februar 2016 (tai)
Joker Breier sticht zwei Mal

^^^ Zeigte nach dem 1:0 seinen 10. Saisontreffer optisch an, kurze Zeit später
fehlte ihm ein Finger um Treffer Nummer 11 zu zelebrieren: Stürmer Pascal Breier.

24. SpT  |  3. Liga 2015/16
Samstag, 6. Februar 2016  |  14.00 Uhr  |  Steigerwaldstadion
Rot-Weiß Erfurt - SG Sonnenhof Großaspach   0:2 (0:0)

Tore: 0:1 und 0:2 Breier (74. + 84.)  
Zuschauer: 4.420

[Die Backnanger Kreiszeitung - unser Medienpartner, mit SG-TV Videobericht]
[SWR-Videobericht "Sport am Samstag" & Rüdiger Rehm-Interview]

Kampfsieg in Thüringen – die SG besiegt Erfurt mit 2:0

Die Spiel-Analyse: 

Landeka für den verletzten Vecchione, Binakaj für Breier und Leist für den gelbgesperrten Rizzi – Cheftrainer Rüdiger Rehm nahm im Vergleich zum Heimspiel gegen die Würzburger Kickers drei Veränderungen in der Startelf vor. Während Leist und Landeka als Innen- und Außenverteidiger zum Einsatz kamen, stürmte Binakaj von Beginn an neben Rühle. Daniel Hägele rückte auf die Doppelsechs neben Tobias Schröck.

Rot-Weiß gegen Grün – die mitgereisten SG-Fans suchten wohl zunächst ihr Team auf der Baustelle Steigerwaldstadion, denn da die Erfurter nicht auf blaue Trikots ausweichen wollten, mussten die Schwaben mit ungewohnten Oberteilen auflaufen. Die Spieler juckte dies wenig, denn Cheftrainer Rüdiger Rehm hatte nur ein Ziel vor der schweren Auswärtspartie: Punkten wollten die Aspacher in der Landeshauptstadt Thüringens und dementsprechend legte das Team in Erfurt los. Binakaj (4.) und Rühle (9.) hatten zu Beginn auch zwei gute Chancen auf den Führungstreffer. Während Binakaj an RWE-Torhüter Domaschke gescheitert war, verfehlte Rühle das Ziel knapp. Nach rund 15 Minuten kamen die Hausherren dann besser in die Partie und konnten diese ausgeglichen gestalten. Außenspieler Benamar hatte die beste Chance auf Seiten der Rot-Weißen (29.), zögerte aber zu lange und schoss die Kugel danach weit übers Gehäuse von Chris Gäng. Während Kammlott in der 30. Minute gegen Gäng zweiter Sieger blieb, hatten die SG-Fans eine Zeigerumdrehung später bereits den Torschrei auf den Lippen: Binakaj wurde von Hägele freigespielt, zuerst beim Schussversuch geblockt, bekam die Kugel ein weiteres mal vor die Füße und zog aus rund zehn Metern klasse ab. Domaschke war geschlagen, doch das Leder klatschte an den linken Torpfosten. Pech für den Stürmer, der am Dienstag im Testspiel gegen den VfB Stuttgart noch getroffen hatte. Erfurt blieb wie die SG bissig, die Partie weiter hart umkämpft, aber es blieb zur Pause beim torlosen Unentschieden.

Einsatz und Kampf war auch die Devise zu Beginn der zweiten Hälfte. Beide Mannschaften rieben sich oftmals in Zweikämpfen auf, überließen keine Zentimeter freiwillig dem Gegner und warfen sich in jeden Ball. Erfurt versuchte sein Glück über Standards, doch die SG-Defensive stand weiter sicher. Vielmehr waren es die Gäste aus Aspach, die ihrerseits über eine Standardsituation zum vielumjubelten Torerfolg kamen. Der agile Binakaj hatte sich im Laufduell eine Ecke erkämpft, Landeka zirkelte diese nach innen, Schröck verlängerte die Kugel mit dem Kopf und der eingewechselte Breier stand am langen Pfosten goldrichtig. Tor und die Führung für die Aspacher (74.)! Die Erfurter Mannschaft schien geschockt und die SG ließ nun clever den Ball in den eigenen Reihen laufen. Zehn Minuten später durfte sich Pascal Breier zum zweiten mal am heutigen Tage feiern lassen – freigespielt von Tobias Schröck drosch der Stürmer die Kugel zur Entscheidung in die Maschen des Thüringer Gehäuses. Doppelpack und elftes Saisontor für Breier, Auswärtssieg und 41 Punkte für die SG. Ein hart umkämpfter und gleichwohl verdienter Sieg für die Aspacher, die damit weiterhin den dritten Platz in der 3. Liga belegen. 

Die Stimme nach dem Spiel:

Cheftrainer Rüdiger Rehm: „Das war ein hart erkämpfter Sieg, dennoch meiner Meinung nach verdient. Klasse natürlich, dass Pascal von der Bank kommt und dann die beiden Tore macht. Das zeigt sicherlich auch den Mannschaftsgeist meines Teams. Keiner lässt sich hängen und ist da, wenn er gebraucht wird.“   

Das nächste Spiel:

Am kommenden Samstag empfängt die SG Sonnenhof Großaspach die Zweitvertretung vom FSV Mainz 05. Anpfiff der Partie ist um 14.00 Uhr in der mechatronik Arena in Großaspach.  

Aufstellung:

SG Sonnenhof Großaspach: Gäng – Schiek, Gehring, Leist, Landeka – Dittgen (85. Ngankam), Schröck, Hägele, Röttger (60. Breier) – Rühle, Binakaj (77. Renneke).

Impressionen aus Erfurt

tai