3.L | Samstag, 30. Januar 2016 (tai)
Kuriose Partie ohne Happyend

23. SpT  |  3. Liga 2015/16
Samstag, 30. Januar 2016  |  14.00 Uhr  |  mechatronik Arena
SG Sonnenhof Großaspach - Würzburger Kickers   1:2 (1:1)

Tore: 0:1 Richard Weil (17.), 1:1 Maximilian Dittgen (20.), 1:2 Elia Soriano (73.)
Besondere Vorkommnisse & Karten:
* Nejmeddin Daghfous verschießt einen Foulelfmeter (32.)
* Michele Rizzi sieht die 5. Gelbe Karte in der laufenden Saison (56.)
* Schiedsrichter Koslowski entscheidet auf Elfmeter für die SG und nimmt die Entscheidung nach Protesten und Beratungen zurück (80.)
Zuschauer: 2.500

[Die Backnanger Kreiszeitung - unser Medienpartner - mit SG-TV-Spielbericht]
[SWR-Spielbericht in "Sport am Samstag"]
[BR-Spielbericht in "Blickpunkt Sport"]

Hochemotionale Heimniederlage gegen Würzburg – SG fightet und kämpft, bleibt aber ohne Punkte

Die Spiel-Analyse:

Ohne personelle Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche ging die SG Sonnenhof Großaspach in die Partie gegen die Würzburger Kickers. Während die Gäste von Beginn an den Weg zum Tor suchten, fanden die Hausherren nicht gleich ins Spiel. In den ersten 15 Minuten spielte sich das Geschehen deswegen auch vornehmlich im Mittelfeld ab, beide Teams beackerten sich intensiv zwischen den Strafräumen. Eine erste kleinere Torannäherung hatten die Hausherren in der 16. Minute, als nach einem Freistoß der Ball gefährlich vor das Tor kam. Die Gäste ließen sich aber nicht lange bitten und hatten ihrerseits in der 17. Minute ihre erste Gelegenheit. Nach einer Ecke und Kopfballverlängerung am ersten Pfosten erreichte der Ball Richard Weil, der eiskalt zum 0:1 einköpfte. Und weiter die Gäste – schneller Konter auf der rechten Seite, wo nach einer gefährlichen Flanke Daghfous freistehend übers Tor köpfte.

Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Nun waren die Gastgeber wieder am Drücker – und wie! Über Rühle und Röttger kam die Kugel in der 20. Minute zu Max Dittgen, der wunderschön zum erlösenden 1:1-Ausgleich traf! Danach blieb die Partie hochintensiv und vor allem robust. In der 32. Minute entschied Schiedsrichter Koslowski plötzlich auf Elfmeter, nachdem Gäng einen Gäste-Stürmer im Luftkampf gefoult haben soll. Eine harte Entscheidung, die mit der gelben Karte noch ergänzt wurde. Den anschließenden Elfmeter verschoss Daghfous aber zum Glück aus Sicht der SG. Die Partie spielte sich danach weiterhin im Mittelfeld ab, klare Torchancen gab es hüben wie drüben nicht zu verzeichnen. Kurz vor der Pause hatten die Zuschauer in der mechatronik Arena doch nochmal einen kurzzeitigen Torjubel auf den Lippen. Nach tollem Solo von Dittgen auf der linken Seite und einer schönen Flanke verpasste die Direktabnahme von Röttger in Höhe des Sechzehners das Tor aber deutlich (45.). Die letzte Aktion einer hart umkämpften ersten Halbzeit.

Die SG startete gut in den zweiten Durchgang und übernahm das Heft des Handelns. Vor allem Max Dittgen stellte die Würzburger auf der linken Seite vor Probleme. Ein gefährlicher SG-Angriff nach dem anderen lief über die Seite des U20-Nationalspielers. Auch nach gut einer Stunde lieferten sich beide Teams immer noch einen sehr intensiven Schlagabtausch. Die Partie hatte trotz der fehlenden Torchancen einen hohen Unterhaltungswert. In der 66. Spielminute prüfte Dittgen Wulnikowski mit einem Freistoß, doch der erfahrene Schlussmann der Gäste zeigte seine Klasse und parierte ohne Probleme. Die Würzburger kamen mit fortlaufender Spielzeit mehr und mehr auf und schafften es in der 73. wieder in Führung zu gehen. Elia Soriano knipste nach einem Ballverlust im Aspacher Mittelfeld frei vor dem Tor ein.

Aber die SG ließ sich nicht hängen und forcierte die eigenen Bemühungen. Kapitän Hägele scheiterte in der 76. am guten Schlussmann der Kickers. Eine höchst umstrittene Situation ereignete sich in der 80. Minute. Nach einem tollen Pass von Ngankam auf Rizzi lief dieser auf das Tor zu und geriet in einen Zweikampf mit Keeper Wulnikowski. Der Schiedsrichter entschied sofort auf Elfmeter! Nach Getümmel und wilden Protesten der Gäste nahm Referee Koslowski dann seine Entscheidung zurück und beurteilte die Situation als Schwalbe. Unverständlich nicht aufgrund der Situation, sondern deshalb, weil er zuvor den weiter entfernten Linienrichter nochmals befragte und aufgrund dieser Beratungen nach erst nach rund drei Minuten zu seinem Urteil kam. Danach verlor die Partie komplett die Linie und es fand kein geordneter Spielfluss mehr statt. Am Ende blieb es beim 1:2 und der zweiten Heimniederlage für die SG Sonnenhof Großaspach.

Das Fazit: Gegen robuste und gefällige Gäste kam die Rehm-Elf nicht wie gewohnt zum Zuge und musste die fünfte Saisonniederlage hinnehmen. In der Tabelle bleibt das Team um Kapitän Daniel Hägele oben dabei und belegt weiterhin – weit über dem eigenen Saisonziel - einen hervorragenden dritten Tabellenplatz.

Die Stimme nach dem Spiel:

Cheftrainer Rüdiger Rehm: „Die erste Halbzeit ging an Würzburg. In der zweiten waren wir besser im Spiel und hatten mehr Spielkontrolle. Dennoch machen die Gäste das Tor nach einem schönen Spielzug. Alles in allem sind die Würzburger ein knapper, aber verdienter  Sieger. Das Spiel war insgesamt heute mehr auf den Gegner zugeschnitten, wir hatten in einigen Situationen sicherlich noch Luft nach oben. Daran müssen wir arbeiten, damit so ein Spiel dann auch zu unseren Gunsten kippt. Dennoch - wir werden aufstehen, weitermachen und in Erfurt wieder zuschlagen.“

Das nächste Spiel:

Kommendes Wochenende gastiert die SG Sonnenhof Großaspach bei Rot-Weiß Erfurt. Anpfiff der Begegnung ist am 06.02. um 14 Uhr.

Aufstellung:

SG Sonnenhof Großaspach: Gäng – Schiek, Gehring, Hägele, Vecchione (83. Landeka) – Dittgen, Schröck, Rizzi, Röttger (73. Binakaj) – Rühle, Breier (64. Ngankam).