RL | Samstag, 30. November 2013 (BKZ)
Großaspach mit Fortuna im Bunde

Regionalliga Südwest, 18. SpT
SV Waldhof Mannheim - SG Sonnenhof Großaspach   1:3 (1:1)

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Großaspach mit Fortuna im Bunde

SG Sonnenhof setzt sich in der Fußball-Regionalliga mit 3:1 durch
Umstrittener Platzverweis erzürnt Waldhof Mannheim

Die SG Sonnenhof Großaspach hat sich an die Tabellenspitze der Fußball-Regionalliga gespielt. Durch einen 3:1-Erfolg beim SV Waldhof Mannheim und bedingt durch den Spielausfall des bisherigen Ligaprimus SC Freiburg II, dessen Partie in Pfullendorf abgesagt wurde, übernahm das Team von Trainer Rüdiger Rehm den Platz an der Sonne.

Großaspach stand vor 1997 Besuchern im Carl-Benz-Stadion allerdings mit der Glücksgöttin Fortuna im Bunde, wie Rehm und auch der starke Torhüter Christopher Gäng im Anschluss an die von viel Tempo und Leidenschaft geprägte Partie einräumten. Wenn ich ganz offen bin, war es der unverdienteste Sieg für uns in dieser Saison. Der Platzverweis von Mannheims Vllaznim Dautaj kurz vor der Pause hat uns geholfen. Aus meiner Sicht war es keiner, bewertete Gäng die wohl spielentscheidende Situation eine Minute vor der Halbzeit (44.).

Was war passiert Mannheims quirliger Angreifer attackierte David Kienast an der Seitenlinie sehr energisch. Zu einem direkten Kontakt der beiden kam es jedoch nicht. Dautaj war bis dorthin auffälligster Akteur der sehr druckvollen, kombinationsfreudigen und dominierenden Platzherren. Eine von zahlreichen guten Möglichkeiten des SVW ließ Dautaj an der Querlatte scheitern (18.). In der 23. Minute musste Gäng dann gegen den Kosovo-Albaner sein ganzes Können aufbieten, um einen Dautaj-Schuss, der von SG-Innenverteidiger Marius Jurczyk abgefälscht wurde, mit einer Weltklasse-Parade der Marke Oliver Kahn noch von der Linie zu kratzen (23.).

Zu diesem Zeitpunkt führte Mannheim bereits mit 1:0. Der frühere Aspacher Sebastian Szimayer bereitete bereits nach 180 Sekunden mit einer präzisen Hereingabe von der rechten Seite den ersten Treffer des Tages vor. Zu sorglos stand da die Großaspacher Defensive, sodass Enis Saiti mit einer Volleyabnahme aus kurzer Distanz einnetzte. Drei Minuten später erneut Glück für die SG. Als Innenverteidiger Kai Gehring Szimayer nur per Notbremse hielt, beließ es Schiedsrichter Timo Klein bei Gelb (6.). Es hätte auch Rot sein können. Für Gehring war es die fünfte Verwarnung der Saison. Im letzten Spiel vor der Winterpause ist er damit zum Zuschauen verdammt.

Die Gäste taten sich schwer und konnten in der ersten Hälfte nicht ihr gewohntes Spiel aufziehen. Da hätte Mannheim durchaus schon mit 3:0 führen können. Bei Christopher Gäng können wir uns bedanken, dass er uns im Spiel gehalten hat, zollte Rehm seinem Keeper ein Sonderlob. Der 25-Jährige wollte davon nichts wissen: Es war in der ersten Halbzeit alles irgendwie total schlecht bei uns. Rehm erkannte das auch und zog eine für ihn ungewöhnliche Konsequenz, indem er Marius Jurczyk bereits in der 26. Minute gegen Zugang Nicolas Jüllich ebenfalls ein Ex-Waldhöfer brachte: Rehm: Wir hatten im Kopfballspiel sehr große Probleme und waren im Mittelfeld nicht stabil. Aber Nico hat schon bei seinem Debüt seine Verpflichtung gerechtfertigt. Damit meinte der Übungsleiter den wichtigen Ausgleichstreffer. Nach einer Ecke von Rizzi boxte SVW Torhüter Kevin Knödler das Leder nur weg. Volley zog Jüllich von der Strafraumgrenze ab und markierte mit der ersten gefährlichen Chance den aus Großaspacher Sicht etwas schmeichelhaften Zwischenstand.

Tatsächlich gab Jüllichs Mitwirken den Gästen mehr Sicherheit nach der Pause. Das Spiel in Unterzahl bremste den SVW zusätzlich aus. Die SG setzte verstärkt auf Konter und wurde belohnt. Eine schöne Stafette über Sahr Senesie und Moritz Kuhn auf der linken Seite schloss der zur Pause für David Kienast eingewechselte Tobias Rühle mit dem Führungstreffer zum 2:1 (65.) ab. Senesie war es schließlich selbst, der in der Schlussminute für den Endstand sorgte.

Waldhof hat uns das Leben schwer gemacht

SG-Trainer Rüdiger Rehm gesteht, dass sein Team in Mannheim Glück hatte

(hes/rb). Die SG Sonnenhof Großaspach grüßt einen Spieltag vor der Winterpause in der Fußball-Regionalliga von der Tabellenspitze. Ganz so einfach war der Weg dahin nicht, besonders nicht beim 3:1-Erfolg der Schwaben beim SV Waldhof Mannheim. Das Fazit von Großaspachs Trainer fällt ernüchternd aus: Fußball ist manchmal brutal. In der ersten Viertelstunde standen wir völlig neben uns. Mit der zweiten Halbzeit kann ich auch nicht zufrieden sein, obwohl wir einen Mann mehr auf dem Spielfeld hatten. Waldhof hat uns das Leben schwer gemacht. Es ist wohl wirklich so, dass Vereine, die oben in der Tabelle stehen, die eine oder andere Portion Glück mehr haben. Wir hatten dies heute, freuen uns aber natürlich über die drei Punkte. Und mit diesen schaffte der Sonnenhof den Sprung auf Rang eins. Dieser soll im letzten Pflichtspiel des Jahres 2013 verteidigt werden. Am Sonntag, 8. Dezember, um 14 Uhr geht es in der Comtech-Arena gegen Neuling KSV Baunatal. Es ist eine machbare Aufgabe.

Hingegen sieht es bei den Mannheimern nicht so rosig aus. Sie befinden sich lediglich im Tabellenmittelfeld. Waldhof-Chefcoach haderte zwar nach der 1:3-Heimniederlage gegen Großaspach mit dem Platzverweis gegen Dautaj, hielt aber fest: Wir haben unsere beste Saisonleistung gezeigt. Die Rote Karte gegen Dautaj steht symbolisch für eine für uns sehr schwierig gelaufene Hinrunde. Auch wenn es der Rückrundenauftakt war. Keinem meiner Spieler mache ich einen Vorwurf. Wir haben einzig versäumt, unsere Chancen in Tore umzumünzen. Davon profitierte Großaspach und landete einen am Ende etwas glücklichen 3:1-Erfolg.

Statistik:

Waldhof Mannheim: Knödler Ismaili, Islamoglu, Banouas, Huckle Dautaj, Sautner, Weimer, Saiti (70. Kochendörfer) Szimayer (59. Bektashi), Franzin (80. Öztürk).
SG Sonnenhof Großaspach: Gäng Vecchione, Gehring, Jurczyk (26. Jüllich), Kienast (46. Rühle) Kuhn, Rizzi, Hägele, Berger (71. Fischer) Binakaj, Senesie.
Tore: 1:0 (3.) Saiti, 1:1 (42.) Jüllich, 1:2 (65.) Rühle, 1:3 (90.) Senesie. Dautaj (Mannheim/44.).
Schiedsrichter: Klein (Kirkel-Limbach).
Zuschauer: 1997.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 2.12.2013


Kurzbericht zum Gastspiel in Mannheim

(tai) - 30.11.2013

Mit einer großartigen Leistung kehrt unsere Regionalliga-Elf wieder an die Tabellenspitze zurück. Begünstigt allerdings durch drei Faktoren: Der bisherige Leader Freiburg II konnte am Wochenende in Pfullendorf nicht antreten, die Waldhöfer versemmelten in der ersten halben Stunde Großchancen en Masse und Mannheims Dautaj sah kurz vor dem Seitenwechsel Rot.

Man fühlte sich wie in Hoffenheims Haut vor einer Woche, denn so wie in der comtech Arena am vergangenen Spieltag unsere Gäste sich nicht über einen höheren Rückstand beschweren hätten dürfen, so erging es unsere Rehm-Mannschaft beim Gastspiel in Mannheim. Sichtlich verunsichert wirkten die Fautenhauer nach dem frühen Rückstand. Mit dem ersten Angriff traf Enis Saiti ins SG-Herz (4. Minute). So schwärmte auch Waldhofs Trainer Kocak nach dem Schlusspfiff: "Es war das Beste, was meine Mannschaft in dieser Saison zeigte". SG-Coach Rüdiger Rehm freute sich indes über seinen glänzend aufgelegten Torhüter. Denn Chris Gäng hielt mit großartigen Paraden seine Aspacher in der Partie. Fast aus heiterem Himmel gelang dann noch der Ausgleich. Erst setzte Binakaj zum Abschluss an, der zur rechten Seite abgeblockt wurde. Der heranstürmende Vecchione zog direkt ab, aber SVW-Schlussmann Knödler drehte noch das Leder um den Pfosten. Ein Eckball mit Folgen, denn Knödler wehrte den Ball zu kurz vor die Füße von Neuzugang Nico Jüllich ab, gefühllos hämmerte er das 1:1 in der 42. Minute rein. Dem nicht genug in Halbzeit Eins, denn nur eine Zeigerumdrehung später leistete Mannheims Dautaj eine Bärendienst für seine blau-schwarzen Farben. An der Außenlinie im Mittelfeld fällte er Kienast, Schiedsrichter Timo Klein blieb nur der Platzverweis zur Wahl.

Wie eine echte Spitzenmannschaft präsentierten sich dann unsere Jungs im zweiten Durchgang. In Überzahl ließ man Ball und Gegner laufen, lauerte auf die Lücke in der Mannheimer Abwehr wie eine Schlange vor der Maus. In der 65. Minute ging es dann schnell, über Binakaj gelang der Ball zu Kuhn, im Vollsprint auf der linken Außenbahn bediente er Tobias Rühle so herrlich, das dieser nur noch den Fuß zur Großaspacher Führung hinhalten musste. Mit dem Mut der Verzweiflung warfen die Hausherren zum Spielende nochmals alles nach vorne, handelten sich dadurch aber Konter und das finale 3:1 durch Sahr Senesie ein.

Die verdienten 3 Zähler waren unter Dach und Fach, die Heimfahrt amüsant und kurzweilig. Seit 7 Spieltagen ist unsere Elf ungeschlagen und grüßt zum zweiten Mal in der Saison vom Platz an der Sonne, der nächsten Sonntag im letzten Spiel des Jahres verteidigt werden soll. Um 14 Uhr gastiert der KSV Baunatal in der comtech Arena, dann gilt es nochmals 90 Minuten konzentriert zu powern...


Eine harte Nuss zum Rückrundenauftakt

Aspachs auswärtsstarke Regionalligafußballer müssen morgen beim heimstarken SV Waldhof Mannheim antreten

„Wenn wir das erste Halbjahr ohne Auswärtsniederlage überstehen, das wäre ein Traum.“ Den kann sich Trainer Rüdiger Rehm mit den Großaspacher Regionalligafußballern morgen erfüllen. Holt die SG Sonnenhof beim SV Waldhof Mannheim (14 Uhr, Carl-Benz-Stadion) einen Zähler, dann hätte die Elf aus dem Fautenhau das Kunststück vollbracht.

Von Uwe Flegel - Es ist nicht gerade die leichteste Aufgabe, die auf den Tabellenzweiten zum Rückrundenauftakt erwartet. Am Samstag geht es „nicht nur gegen elf Waldhöfer, sondern auch gegen eine eindrucksvolle Kulisse“, weiß Aspachs Coach Rüdiger Rehm. Der 35-Jährige kann das durchaus beurteilen. Immerhin sammelte er bei dem Ex-Bundesligisten aus der Kurpfalz als damals 19-jähriger Jungspund seine erste Erfahrung als Profi.

Die alte Verbundenheit mit dem Waldhof hindert Rehm allerdings nicht daran, von seinem Team zu fordern: „Wir wollen hellwach sein und drei Punkte mitnehmen.“ Dass dies nicht im Vorbeigehen gelingt, dürfte jedem klar sein. Nicht nur weil die Mannheimer schon in der Vorrunde beim Aspacher 2:1-Sieg harte Gegenwehr leisteten, auch weil der Waldhof zu Hause absolut eine Macht ist. Erst recht, nachdem unter der Woche das Nachholspiel gegen den KSV Baunatal gewonnen wurde und die Mannheimer in der Tabelle auf Platz neun kletterten. Die Gastgeber werden entsprechend heiß sein und alles tun, um noch vor der Winterpause den Anschluss ans vordere Tabellendrittel herzustellen. „Das wird ein schönes Kampfspiel“, prophezeit Rehm seiner Mannschaft. Sein Rezept: „Wir müssen die Ärmel hochkrempeln, dürfen aber auch nicht vergessen, Fußball zu spielen.“

Personell sieht es bei Großaspach ähnlich wie vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II aus. Innenverteidiger Robin Schuster ist gesperrt und Routinier Martin Cimander verletzt. Zudem plagen Simon Skarlatidis Adduktorenprobleme. Alle anderen sind fit. Im Fall von Stürmer Manuel Fischer stimmt das zwar nicht ganz, doch die Probleme im rechten Knie (Kapselriss) waren bereits vergangenen Sonntag so weit abgeklungen, dass der Torjäger zumindest für einen Kurzeinsatz infrage kam. „Ich war selbst überrascht, wie schnell das ging“, gesteht Rehm und fügt an: „Manuel spürt schon noch etwas, doch er beißt auf die Zähne.“ Keine schlechte Einstellung für ein Spiel, in dem reichlich Kampfgeist gefragt ist.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 29.11.2013


Rückrunden-Start in Mannheim

Offizielle Pressemtteilung der SG Sonnenhof Großaspach

Aspach, 28. November 2013 – Zum Auftakt der Rückrunde ist die SG Sonnenhof Großaspach am Samstag beim SV Waldhof Mannheim gefordert (14 Uhr). Darüber hinaus verpflichtete der Regionalligist den zuletzt vereinslosen Nico Jüllich.

Die Mannschaft von Cheftrainer Rüdiger Rehm hat durch den letzten Heimsieg über die Bundesliga-Reserve von 1899 Hoffenheim die Vorrunde auf einem hervorragenden zweiten  Tabellenplatz beendet. Doch ausruhen können sich seine Schützlinge darauf nicht, denn die Spitzengruppe der Liga ist sehr eng beieinander. Mit dem Gastspiel beim SV Waldhof Mannheim startet bereits die Rückrunde und die SG ist natürlich gewillt, ihre bisher doch eindrucksvolle Bilanz auf fremden Plätzen weiter auszubauen. Dass das kein leichtes Unterfangen wird, ist allen Beteiligten absolut klar. Die Mannheimer mit den Ex-Aspachern Sebastian Szimayer und Shaban Ismaili sind momentan gut drauf und konnten drei der letzten vier Begegnungen gewinnen. Und diesen positiven Trend wollen die Gastgeber sicherlich ausbauen. „Das ist eine schwierige Aufgabe gegen eine kampfstarke und immer leidenschaftliche auftretende Mannschaft. Wir müssen dort wieder alles auspacken, um erfolgreich zu sein. Natürlich wollen wir zeigen, dass wir dort bestehen können, gerade auch im Hinblick auf die zu erwartende lautstarke Kulisse“, erklärt SG-Coach Rehm.

Personell muss der Cheftrainer lediglich auf die verletzten Martin Cimander (Rippenprellung) und Simon Skarlatidis sowie den noch für diese Partie rotgesperrten Robin Schuster verzichten. Alle anderen Spieler sind einsatzbereit. Die Kaderbekanntgabe erfolgt nach dem morgigen Abschlusstraining.

Spielbeginn im Carl-Benz-Stadion in Mannheim ist am Samstag um 14 Uhr.