3.L | Samstag, 21. November 2015 (tai)
1:0 - Frühzeitiges Geburtstagsgeschenk für Coach Rehm durch seine Spieler

^^^ Der Torschütze des Tages treibt den Ball wieder voran: Michelle Rizzi.

17. SpT  |  3. Liga 2015/16
Samstag, 21. November 2015  |  14.00 Uhr  |  mechatronik Arena
SG Sonnenhof Großaspach - 1. FC Magdeburg   1:0 (0:0)

Tore: 1:0 Michele Rizzi (82., Foulelfmeter)
Besondere Vorkommnisse: Magdeburger Fans gelangen auf das Spielfeld und können nur durch den Einsatz der eigenen Spieler wieder zurück in den Block gedrängt werden (82.).
Zuschauer: 2.300

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Hart erkämpfter, aber letztlich verdienter 1:0-Sieg der SG gegen Magdeburg – Sprung auf den zweiten Tabellenplatz

Die Spiel-Analyse:

Nach den turbulenten und tragischen Ereignissen rund um die beiden Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft gedachten ligaweit alle Mannschaften der Opfer von terroristischen Anschlägen mit einer Schweigeminute. Danach zog ein Stück Normalität Einzug und beide Teams bereiteten sich auf den Beginn der Partie vor. SG-Coach Rüdiger Rehm nahm im Vergleich zur Niederlage bei Holstein Kiel gleich mehrere Änderungen in der Startformation vor. Nach langer Verletzungspause startete wieder Christopher Gäng im Kasten des Tabellendritten. Für Robin Schuster rückte Kai Gehring in die Innenverteidigung, während die linke Außenverteidigerposition von Felice Vecchione besetzt wurde. Auf den beiden offensiven Außenbahnen bekamen Timo Röttger und Bashkim Renneke das
Vertrauen.

Die SG Sonnenhof Großaspach startete schwungvoll und mit viel Druckin die Partie. Nach einem gewonnenen Ballgewinn im Mittelfeld machte Rühle das Spiel schnell und trieb den Ball in den gegnerischen Strafraum, wo er zu Röttger passte. Der Außenbahnspieler bezwang mit seinem Schuss bereits Keeper Glinker, doch ein Magdeburger Verteidiger rettete in letzter Sekunde auf der Linie (4.). Was für ein Start! Aber auch die Gäste zeigten sich gefällig – in der achten Minute versuchte sich Stürmer Beck aus 25 Metern, doch der Schuss ging weit drüber (8.). Nach ca. 15 Minuten bescherte ein Freistoß der Hausherren die nächste Torannäherung, doch weder der schussbereite Röttger noch einer der aufgerückten Verteidiger konnten Glinker in Verlegenheit bringen. Einen Torschrei auf den Lippen hatten die Fans in der 19. Minute. Nachdem im eigenen Strafraum eine brenzlige Situation gegen Beck bereinigt wurde, ging es plötzlich schnell. Renneke zog das Tempo an und bediente auf dem rechten Flügel Rühle. Dessen scharfe Flanke landete auf dem Kopf von Breier – hauchdünn neben den Kasten! Aber die Gäste zeigten sich immer wieder selbstbewusst und mit guten Ansätzen. Eine schnelle flache Hereingabe von Beck klärte Vecchione, die anschließende Ecke konnte die SG auch nur mit etwas Mühe bereinigen (23.). Nach gut einer halben Stunde hatten beide Teams ausgeglichene Spielanteile, das Hauptgeschehen zeichnete sich vor allem im Mittelfeld ab. Kurz vor dem Pausentee noch einmal Aufregung. Nach einer Rizzi-Ecke aus dem Halbfeld verlängerte Leist auf den zweiten Pfosten, wo Breier vollkommen frei zum Abschluss kam. Seine Direktabnahme landete aber am Außennetz (43.). Kurz darauf verfehlte Röttger nach toller Einzelleistung mit einem Fernschuss den Kasten von Glinker nur knapp. Und in der 45. setzte die SG den Schlusspunkt im ersten Durchgang – ein schnell vorgetragener Angriff mündete in einer Flanke, die Röttger in der Strafraummitte nur haarscharf mit dem Kopf verpasste.

Ohne personelle Änderungen auf beiden Seiten starteten die Teams in den zweiten Durchgang. Und die SG begann wie schon im ersten Durchgang mutig und selbstbewusst. In der 48. hatte Renneke die erste Aktion vor dem Tor der Gäste, danach wurde Röttger im Sprint zum Tor und knapp am Sechzehner gelegt, aber der Schiedsrichter ließ trotz klarem Foulspiel weiterlaufen. Zwar kamen die Magdeburger nach Anlaufschwierigkeiten nun auch besser in die Partie, doch die nächste Chance hatte wieder die SG. Rühle bediente Renneke auf links, dessen Flanke Röttger erreichte. Der ehemalige Leipziger versuchte es mit einem Drehschuss, doch Glinker konnte sicher parieren (62.). In der Folge egalisierten sich die Mannschaften weitestgehend. In der 74. hatten die Magdeburger Glück, dass Schiedsrichter Badstübner nach einem harten Einsteigen von Butzen an Rühle nur die Gelbe Karte zeigte. Den anschließenden Freistoß zog Rizzi gefährlich vor das Tor, doch erneut konnte die FCM-Hintermannschaft auch diese Situation bereinigen. In der 82. Minute die Erlösung – nach einem Foul an Timo Röttger im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter – Rizzi lief an und verwandelte zum 1:0. Vorausgegangen war ein hoher Ball in den Sechzehner zu Röttger, der das Leder anschließend gut behauptete und vom Gegner unnötig zu Boden gezerrt wurde. Danach wurde es turbulent. Magdeburger Fans stürmten den Block und gelangen auf das Spielfeld. Doch den FCM-Spielern ist es zu verdanken, dass die Situation relativ schnell und ohne weitere Vorkommnisse gelöst werden konnte. Danach passierte auf dem Platz nichts mehr entscheidendes, so dass die SG einen hart erkämpften Sieg bejubeln konnte.

Die Stimme nach dem Spiel:

Cheftrainer Rüdiger Rehm: „Wir haben gewusst, was auf uns zukommt. Magdeburg war ein sehr kompakter Gegner und wir sind selten in Situationen kommen, die uns und unserem Spiel liegen. Wichtig war aber, dass wir körperlich komplett dagegen gehalten und uns ins Spiel reingekämpft haben. Nach der Pause haben wir den Druck erhöht, und in vielen wichtigen Situationen gut nachgesetzt. So ist auch die Elfmetersituation zustande gekommen. Wir freuen uns natürlich über den Sieg, vor allem weil es eine gute Reaktion auf die Niederlage in Kiel war.“

Das nächste Spiel:

In genau sieben Tagen (28.11.) steht die Auswärtspartie bei Wehen Wiesbaden an. Im vergangenen Jahr holte die SG einen 1:0-Erfolg in der Brita-Arena – Wiederholung wünschenswert.

Aufstellung:

SG Sonnenhof Großaspach: Gäng – Schiek, Leist, Gehring, Vecchione – Renneke (67. Dittgen), Schröck, Rizzi, Röttger (89. Binakaj) – Rühle, Breier (61. Ngankam).

Impressionen aus der mechatronik Arena:

tai