3.L | Freitag, 6. November 2015 (tai)
Aspach fokussiert gegen schwere Hürde Kiel

16. SpT  |  3. Liga 2015/16
Samstag, 7. November 2015  |  14.00 Uhr  |  Holsteinstadion
Holstein Kiel - SG Sonnenhof Großaspach

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[Sa. ab 13:55 Uhr: Livestream bei NDR.de]

Rollentausch: Aspach oben, Kiel unten

Die Vorzeichen vor dem Drittligaspiel am Samstag im hohen Norden sind der komplette Gegensatz zur vergangenen Saison

In der Vorsaison verpasste Holstein Kiel den Zweitliga-Aufstieg erst in der Relegation, Großaspachs Kicker kämpften lange Zeit gegen den Abstieg. Nach 15 Spielen in der neuen Runde und vor dem Duell beider Klubs am Samstag (14 Uhr) an der Förde sieht es nach einem Rollentausch aus. Die SG Sonnenhof fährt als Dritter zum Schlusslicht in den hohen Norden.

Von Steffen Grün - Vor der Saison zählte Kiel für SG-Trainer Rüdiger Rehm zu den Topkandidaten auf den Titelgewinn. Eine Einzelmeinung war das auf keinen Fall, viele hatten die Störche auf dem Zettel und trauten ihnen zu, den gegen 1860 München auf so unglückliche Weise verpassten Aufstieg mit einem Jahr Verspätung nachzuholen. Doch diese Erwartung der Experten scheint sich als kolossaler Irrtum zu erweisen. Nach drei Niederlagen am Stück (0:2 in Münster, 1:2 gegen Dresden, 1:3 in Wehen) sowie fünf Partien in Folge ohne Sieg hat Kiel sogar die rote Laterne übernommen. Von der SG Sonnenhof, die nach neun Spielen in Serie ohne Niederlage Rang drei innehat, trennen Holstein bereits stolze 13 Punkte.

Vom Blick auf die Tabelle lässt sich der Aspacher Coach allerdings nicht von der Einschätzung abbringen, dass der Kieler Kader von hoher Qualität ist. Rehm nennt es „kurios“, dass der morgige Rivale Letzter ist, denn „sie haben in fast allen Spielen die Kontrolle, schaffen es aber nicht, sich im entscheidenden Drittel konsequent durchzusetzen. Sie haben schlicht und ergreifend viel Pech“. Weil sich das von heute auf morgen ändern kann, sieht der 36-Jährige mit dem Team des Kollegen Karsten Neitzel eine hohe Hürde auf seine SG zukommen. „Kiel ist keine Mannschaft, die da unten hingehört“, glaubt Rehm unverändert, „deshalb bin ich überzeugt, dass sie sich da wieder herauskämpfen werden. Aber natürlich hoffe ich auch, dass der Knoten erst nach diesem Spiel platzt.“

Davon, dass das 1:1 im Heimspiel gegen Energie Cottbus am vergangenen Samstag als Blaupause für die bevorstehende Partie dient, weil es sich auch bei den Lausitzern um ein Kellerkind handelte, will der Trainer der Gäste nichts wissen. Er sieht nämlich grundlegende Unterschiede: „Natürlich müssen wir über den Kampf kommen, wie gegen Energie. Aber Kiel vereint beide Elemente – sowohl das kämpferische als auch das spielerische.“ Rehm bemüht sich, den Druck von seinen Kickern zu nehmen, denen mittlerweile von vielen Seiten eingeredet wird, zu den Aufstiegsanwärtern zu gehören. Das geht dem Fußballlehrer, der seinen Vertrag im Laufe der Woche bis 2018 verlängert hatte (wir berichteten), zu weit. „Wir fahren ohne Druck dorthin und haben auch nichts zu verlieren“, behauptet Rehm, „im Gegenteil: Wir haben sogar etwas gutzumachen. Im vergangenen Jahr haben wir dort vielleicht unsere schlechteste Leistung in der Dritten Liga gezeigt.“

Mit voller Konzentration könnte es gelingen, sich für die damalige 1:3-Pleite, auf die im Rückspiel im April ein 1:1 folgte, zu revanchieren. Nicht hilfreich ist, dass im Vergleich zur Vorwoche zwei Leistungsträger fehlen. Kapitän und Innenverteidiger Daniel Hägele (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) fällt Minimum zwei Wochen aus, Mittelfeldspieler Tobias Schröck sah gegen Cottbus die fünfte Gelbe Karte. „Das schmerzt natürlich sehr“, sagt Rehm, „beide sind sehr lauf- und zweikampfstark. Wir müssen versuchen, beide Positionen bestmöglich zu füllen.“ Hier wie dort ist Kai Gehring eine Option, der zuletzt gegen Cottbus als Linksverteidiger in die Aspacher Startformation gerückt war.

Ein Kandidat als Hägele- oder als Schröck-Ersatz: SG-Defensivspieler Kai Gehring. Foto: A. Becher

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736 Kilometer sind es über die A81 und A7 zwischen dem Fautenhau und dem Holstein-Stadion. Für alle, die im Schwabenland bleiben, bietet unsere Zeitung den gewohnten Service. Aktuelle Infos gibt es im Liveticker unter www.bkz-online.de, tags darauf kommt noch ein Video mit den besten Szenen dazu.

Außerdem muss Aspach nicht auf bewegte Bilder verzichten. Der NDR strahlt pünktlich ab 13:55 Uhr im Internet einen Livestream aus.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 6. November 2015


3. Liga kurios:
SG gastiert beim Tabellenletzten Holstein Kiel

(PM) Die SG Sonnenhof Großaspach gastiert am Samstag bei Holstein Kiel. Während die Aspacher mit einer Serie von neun ungeschlagenen Spielen in den hohen Norden reisen, rangieren die Gastgeber überraschend auf dem letzten Tabellenplatz und warten seit fünf Partien auf einen Erfolg.

In der vergangenen Saison klopfte Holstein Kiel an die Tür zur 2. Bundesliga und scheiterte am Ende nur denkbar knapp, in dieser Spielzeit stehen die Störche am Tabellenende, trotz hoher Qualität im Kader. „Das ist kurios. Sie haben in fast allen Spielen die Kontrolle, schaffen es aber nicht, sich im entscheidenden Drittel konsequent durchzusetzen. Sie haben schlicht und ergreifend viel Pech“, stellt SG-Coach Rüdiger Rehm fest. Daher ist für den Fußball-Lehrer klar, dass das Spiel am Samstag eine hohe Herausforderung wird. „Kiel ist keine Mannschaft, die da unten hingehört. Deswegen bin ich überzeugt, dass sie sich da wieder rauskämpfen werden. Aber natürlich hoffe ich auch, dass der Knoten erst nach unserem Spiel platzen wird.“

Mit Energie Cottbus am vergangenen Samstag hatte die SG Sonnenhof Großaspach einen Gegner in ähnlicher Ausgangslage. Von einer Generalprobe will der 36-Jährige aber nichts wissen, denn es herrschen grundlegende Unterschiede: „Natürlich müssen wir über den Kampf kommen, wie gegen Energie. Aber Kiel vereint beide Elemente – sowohl das kämpferische, als auch das spielerische.“ Dennoch macht das die Vorbereitung für Rehm und sein Team nicht schwerer: „Wir fahren ohne Druck dorthin und haben auch nichts zu verlieren. Im Gegenteil – wir haben sogar etwas gutzumachen. Im vergangenen Jahr haben wir dort vielleicht unsere schlechteste Leistung in der 3. Liga gezeigt. Deswegen werden wir höchstkonzentriert und fokussiert in das Spiel gehen.“

Personell muss Rehm auf zwei wichtige Stammspieler und Leistungsträger verzichten. Kapitän Daniel Hägele fällt mit einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich mindestens zwei Wochen aus. Mittelfeldspieler Tobias Schröck sah gegen Cottbus seine fünfte Gelbe Karte und fehlt daher gesperrt. „Die beiden Ausfälle schmerzen natürlich sehr. Beide sind sehr lauf- und zweikampfstark, haben eine gute Mentalität, die der Mannschaft in jedem Spiel hilft. Wir müssen daher versuchen, die beiden Positionen bestmöglich zu füllen.“ Zudem fallen die Langzeitverletzten Nicolas Jüllich und Pascal Sohm aus. Wieder mit dabei sind dagegen Torhüter Christopher Gäng und Jeremias Lorch.

Anstoß der Partie ist am Samstag um 14 Uhr.