3.L | Dienstag, 3. November 2015 (tai/BKZ)
Schlagzeile des Monats: "Rehm verlängert bis 2018"

Unser Coach verlängert seinen Vertrag vorzeitig

(pm) Tolle Nachricht für alle SG-Fans: Cheftrainer Rüdiger Rehm hat seinen Vertrag bei der SG Sonnenhof Großaspach vorzeitig verlängert.

Spielender Co-Trainer, Co-Trainer, Cheftrainer. Oberliga, Regionalliga, 3. Liga. Rüdiger Rehm hat seit Juli 2008 viel mit der SG Sonnenhof Großaspach erlebt und seinen Teil zum derzeitigen sportlichen Erfolg beigetragen. Heute hat der 36-Jährige seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre und somit bis zum 30.06.2018 verlängert.

Die Stimmen zur Vertragsverlängerung:

Cheftrainer Rüdiger Rehm: „Natürlich ist die SG eine absolute Herzensangelegenheit, aber es war auch eine sehr bewusste Entscheidung. Die SG hat sich in den letzten acht Jahren sehr positiv und kontinuierlich weiterentwickelt. Ich persönlich durfte diesen Weg mitbegleiten, bin der sportlich Verantwortliche und möchte gemeinsam mit dem Team unsere gesteckten Ziele erreichen. Wir sind in unserer Entwicklung noch lange nicht am Ende.“

Sportdirektor Joannis Koukoutrigas: „Wir freuen uns sehr, dass es uns schon heute gelungen ist, den Vertrag mit Rüdiger Rehm vorzeitig bis zum 30.06.2018 zu verlängern. Die ist gut für unseren Verein, aber auch gut für den Trainer. Mit der Vertragsunterzeichnung setzen wir auf Kontinuität und eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

 

Großartig Rüdi, die gesamte SG-Familie freut sich!!!

Aspach bindet Rehm bis 2018 an sich

Drittligist SG Sonnenhof verlängert den auslaufenden Vertrag mit dem derzeit so erfolgreichen Trainer um zwei Jahre

Der Erfolgscoach bleibt an Bord. Rüdiger Rehm verlängerte seinen am Ende der Saison auslaufenden Vertrag beim Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach bis zum 30. Juni 2018. Es sei eine „bewusste Entscheidung“ gewesen, den „sehr erfolgreichen gemeinsamen Weg“ weitergehen zu wollen, betonte der Trainer des aktuellen Tabellendritten.

Von Steffen Grün - Da hockte Rehm gestern Nachmittag also auf dem Podium des Presseraums der SG Sonnenhof, als vor seinem geistigen Auge der Film ablief, wie es im Fautenhau ausgesehen hatte, als er im Juli 2008 dort anheuerte. „Im Vergleich zu heute war sehr wenig da“, erinnerte sich der 36-Jährige – vor allem kein Stadion für 10000 Fans und keine professionellen Rahmenbedingungen. Warum auch, kickte Aspach damals doch lediglich in der Oberliga.

Heute, etwa siebeneinhalb Jahre später, belegt der Dorfverein zwei Etagen weiter oben den dritten Platz und das Sportzentrum im Wald zwischen Großaspach und Allmersbach am Weinberg muss in Liga Drei kaum einen Vergleich scheuen. „Ich durfte mich mit dem Verein weiterentwickeln“, sagt Rehm, der nach dem plötzlichen Wechsel des aktuellen VfB-Trainers Alexander Zorniger zu RB Leipzig Ende Juni 2012 selbst zum Chefcoach befördert wurde. Auch das liegt schon wieder dreieinhalb Jahre zurück – ein Zeitraum, in dem die SG und ihr Frontmann viele Höhen miteinander erlebten, allerdings auch ein tiefes Tal durchquerten, ohne deshalb auf Dauer getrennte Wege zu gehen.

Rehm wurde nicht etwa entlassen, als Aspach nach dem Drittliga-Aufstieg und einem respektablen Start im Herbst 2014 in eine veritable Krise geriet, sondern nur für den Rest der Runde beurlaubt. Platzhalter Uwe Rapolder sollte den Ligaverbleib schaffen, der Ex-Profi derweil seine volle Konzentration dem Trainerlehrgang in Hennef widmen. Als Rehm die Lizenz des DFB-Fußballlehrers so gut wie in der Tasche hatte und Rapolder nicht mehr so richtig weiterwusste, wurde aus dem alten Trainer früher als geplant der neue, der die SG ans rettende Ufer führte.

Will die SG zu einem etablierten Drittligisten formen und schaut fürs Erste allenfalls vorsichtig nach oben: Trainer Rüdiger Rehm. Foto: A. Becher

Es war ein ungewöhnlicher Vorgang, der das ohnehin sehr ausgeprägte Vertrauensverhältnis aller Beteiligten weiter festigte. Und der Rehm auch von Dankbarkeit gegenüber dem Verein sprechen lässt, wenn es um seine Verlängerung um zwei weitere Jahre geht. „Als der Verein auf mich zugekommen ist, war klar, dass wir die Gespräche führen“, sagt der gebürtige Heilbronner, der immer noch im Unterland lebt, für den aber auch der Fautenhau längst „eine Art Heimat geworden ist“. Schnell wurden sich beide Seiten einig, ob damit eine Gehaltssteigerung verknüpft ist, bleibt unbeantwortet, aber „beide Seiten sind zufrieden“. Rehm lag nach eigener Aussage auch „keine konkrete Anfrage“ eines anderen Vereins vor, was fast etwas verwundert, wo doch zum Beispiel Karlsruhe für die kommende Saison einen Nachfolger für den scheidenden Markus Kauczinski sucht.

Das kann Aspachs Verantwortlichen ab sofort egal sein, haben sie doch frühzeitig Nägel mit Köpfen gemacht. „Das freut uns sehr, weil wir seit fast acht Jahren gut zusammenarbeiten“, betont SG-Sportdirektor Joannis Koukoutrigas und Präsident Werner Benignus ergänzt: „Wir setzen auf Kontinuität – das ist auch ein Signal an den einen oder anderen Spieler.“ Vielleicht an Max Dittgen, der im Fokus des Hamburger SV stehen soll, was Rehm nicht wundern würde: „Die Vereine wären blöd, wenn sie nicht auch bei uns vorbeischauen würden. Wir schauen ja auch schon nach dem einen oder anderen Spieler.“ All das mit dem Ziel, die Mannschaft auch in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln. Vom Zweitliga-Aufstieg will der Coach einstweilen noch nichts wissen, „wir wollen ein etablierter Drittligist werden“, der zudem Zug um Zug an seiner Infrastruktur arbeitet und auf allen Ebenen noch professioneller wird. Dazu gehört, dass Rehm den Blick nach verkündeter Vertragsverlängerung sofort auf die nächste Partie richtete. Am Samstag geht es nach Kiel, im Norden fehlt Daniel Hägele. Der SG-Kapitän erlitt beim 1:1 gegen Cottbus einen leichten Muskelfaserriss im linken Adduktorenbereich und fällt zwei bis drei Wochen aus.

Rüdiger Rehm

Zur Person

  • 1978 wird Rüdiger Rehm am 22. November in Heilbronn geboren. Er kickt als Jugendlicher für die SF Lauffen und den TV Flein sowie für den VfR Heilbronn, mit dem er 1996 den DFB-Junioren-Vereinspokal gewann.
  • 1997 startet das Talent nach vier Spielen für das Heilbronner Verbandsligateam mit dem Wechsel zum damaligen Regionalligisten SV Waldhof Mannheim seine Profikarriere.
  • 1999 steigt Rehm mit dem SVW in die Zweite Bundesliga auf, in dieser Spielklasse bringt es der Kicker auf 188 Partien für Mannheim (bis 2001), dem 1. FC Saarbrücken (2001/ 2002), dem SSV Reutlingen (2002/2003), dem FC Erzgebirge Aue (2003 bis 2005) und Kickers Offenbach (2005 bis 2007). Mit neun Platzverweisen hält Rehm zusammen mit Willi Landgraf den Zweitligarekord.
  • 2008 landet Rehm nach zwei sechsmonatigen Zwischenstopps beim FSV Oggersheim und dem TSV Crailsheim beim damaligen Oberligisten Großaspach. Er wird spielender Co-Trainer unter Thomas Letsch.
  • 2009 feiert der Routinier mit der SG Sonnenhof das Double (Regionalliga-Aufstieg, WFV-Pokalsieg). Er bleibt auch unter Jürgen Hartmann und Alexander Zorniger spielender Assistenzcoach. In der Saison 2011/2012 wächst die Verantwortung, weil Zorniger wegen des DFB-Fußballlehrer-Kurses häufiger fehlt. Rehm ist nur noch Stand-by-Spieler.
  • 2012 wird Rehm am 28. Juni zum Cheftrainer befördert, weil Zorniger zu RB Leipzig wechselt. 2014 führt der Coach die SG Sonnenhof in die Dritte Liga, wird nach einer Talfahrt aber Ende Oktober bis zum Saisonende von seinem Amt entbunden, um sich auf den DFB-Fußballlehrer-Lehrgang konzentrieren zu können.
  • 2015 kehrt Rehm am 25. Februar zurück, weil Uwe Rapolder das Handtuch wirft. Der alte und neue Chef führt die Elf noch zum Ligaverbleib, in der laufenden Runde sorgt die SG für Furore. Der 36-Jährige verlängert seinen Vertrag.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 4. November 2015