3.L | Mittwoch, 16. September 2015 (BKZ)
Keine Tristesse ... nur das ´Goldene Tor´ fehlte

Nachholspiel 7. SpT  |  3. Liga 2015/16
Dienstag, 15. September 2015  |  18.30 Uhr  |  mechatronik Arena
SG Sonnenhof Großaspach - Hallescher FC   0:0

[Zur Backnanger Kreiszeitung, unserem Medienpartner, mit Videobericht SG-TV]
[Videobericht des MDR]

Trotz großem Kampf nur ein Teilerfolg

Gut gespielt und gekämpft, trotzdem aber nur einen Punkt geholt. Großaspachs Drittligafußballer waren mit dem 0:0 gestern Abend im Nachholspiel gegen den Halleschen FC zufrieden, glücklich waren sie aber nicht. Trotz phasenweise klarer Überlegenheit gelang es den Kickern aus dem Fautenhau nicht, das entscheidende Tor zu erzielen.

Von Uwe Flegel - Aspachs Trainer Rüdiger Rehm war weit davon entfernt, geknickt zu sein: „Den Punkt nehmen wir gerne mit. Wir haben damit aus den vergangenen zwei Spiel vier Zähler geholt. Das ist okay.“ In der Tat gab es gestern Abend an den Hausherren nicht viel zu kritteln. Außer, dass es die Gastgeber nicht schafften, wenigstens einen Treffer zu erzielen. Am dichtesten dran war SG-Angreifer Pascal Breier in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Gut freigespielt von Timo Rühle, scheiterte er jedoch an Halles starkem Schlussmann Fabian Bredlow. Weil die Elf aus dem Fautenhau auch anderen guten Ansätzen den finalen Erfolg nicht folgen ließ, oder wie Timo Röttger in der 56. Minute knapp scheiterte, mogelten sich die Gäste aus Sachsen-Anhalt zum Teilerfolg. Für HFC-Trainer Stefan Böger, in dessen Team Ex-Nationalspieler Marco Engelhardt als umsichtiger Abwehrorganisator gefiel, war es „aus unserer Sicht völlig in Ordnung“.

Wobei sich vom Kampfgeist her beide Mannschaften das Unentschieden absolut verdienten. Böger beschrieb die Begegnung so: „Kein Augenschmaus, aber eine Partie voller Leidenschaft.“ Und Rehm urteilte: „Wenn ein Team nur einen Deut nachlässt, dann gewinnt das andere.“ Wobei für den 36-Jährigen eines fest stand: „Wir hatten die besseren Chancen und hätten den Sieg verdient gehabt.“ Richtig. Fakt ist aber auch, dass die Gäste nach der Pause zwei, drei gute Konteransätze hatten, die ins Auge hätten gehen können. Deshalb freute sich Rehm, dass seine Elf bis zum Schluss „konzentriert war und kein Gegentor zugelassen hat“.

Einen Anteil daran hatten neben einer guten Mittelfeldzentrale unter anderem auch zwei junge Kicker, die sonst oft mit der Reservistenrolle zufrieden sein müssen. Zum einen Innenverteidiger Mirko Schuster, der den verletzten Robin Schuster als Nebenmann des erneut bärenstarken Julian Leist gut ersetzte. Zum anderen Torhüter Kevin Broll, der nach acht Minuten ins kalte Wasser geschmissen wurde. Christopher Gäng hatte bei einem Angriff der Hallenser erst zu lange mit dem Herauslaufen gezögert und dann Kopf und Kragen riskiert. Am Ende war der Gegentreffer zwar vermieden, doch Gäng musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden.

Wurde ins kalte Wasser geschmissen und war gegen Halles Angreifer Sören Bertram sofort zur Stelle: Aspachs Schlussmann Kevin Broll. Der 20-Jährige feierte gestern Abend sein Drittligadebüt, nachdem sich Torhüter Christopher Gäng in der Anfangsphase am Kopf verletzte. Foto: A. Becher

Personalsorgen werden nicht kleiner

SG bleibt wenig Zeit, zu verschnaufen

(uwe). Noch war das 0:0 nicht richtig abgehakt, da schaute Rüdiger Rehm schon wieder nach vorne. „Gegen Chemnitz wartet am Samstag eine richtig schwere Partie auf uns.“ Den Grund darin sah der SG-Trainer nicht nur in der Stärke der Sachsen, sondern auch in den 90 Minuten gegen Halle. Das Nachholspiel gegen den Drittletzten hatte den Siebten Körner gekostet. „Unsere Jungs können nun nicht einfach die Beine hochlegen“, spielte Rehm darauf an, dass seine Kicker als Halbprofis nicht nur Fußball spielen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich Aspach seit Saisonbeginn mit Personalproblemen herumschlägt. Vor allem auf den zentralen Positionen im Mittelfeld und in der Abwehr sieht’s dünn aus. Zwar stand Kapitän Daniel Hägele gestern das erste Mal diese Saison wieder im Kader, doch dafür fiel Routinier Robin Schuster (Innenbanddehnung im Knie) aus. Sehr fraglich ist zudem, ob Christopher Gäng bis zum Heimspiel in drei Tagen-fit wird.

Spieler, Tore, Fakten

SG Sonnenhof Großaspach: Gäng (8. Broll) – Schiek, Leist, Mirko Schuster, Landeka – Röttger, Rizzi, Schröck, Renneke (78. Binakaj) – Rühle, Breier (60. Dittgen).
Hallescher FC: Bredlow – Rau, Kleineheismann, Engelhardt, Acquistapace – Kruse (71. Banovic), Diring – Pfeffer (46. Osawe), Bertram, Brügmann (89. Baude) – Furuholm.
Gelbe Karten: -/Diring, Engelhardt, Kleineheismann, Rau, Osawe.
Schiedsrichter: Bokop (Vechta).
Zuschauer: 1200.

SG-TV auf bkz-online

Vom Kampf der SG Sonnenhof Großaspach gestern Abend mit dem Halleschen FC sind die spannendsten Szenen im Video unter www.bkz-online.de zu sehen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 16. September 2015

Impressionen aus der mechatronik Arena

Tai